Smartwatch mit Solar-Antrieb? Schön wär's (Bild: kickstarter/ © Julie Pang)
Smartwatch mit Solar-Antrieb? Schön wär’s (Bild: kickstarter/ © Julie Pang)

Und schon wieder eine Smartwatch. Diesmal wieder eine aus der Kategorie „Dickes Ding“. Wer keine Angst vor geekigem Design hat kann bei Kickstarter jetzt mal einen Blick auf die XS-4 Smartwatch werfen.

Neben einem etwas klobigen aber ansatzweise gefälligen Gehäuse versucht die Uhr mit den Features wie Android 4.4, Ladung via Solarzellen, IP67 Wasserfestigkeit und Amoled-Display zu punkten. Das schauen wir uns mal genauer an.

Android 4.4 ist schon mal nicht schlecht. Viele Smartwatches laufen ja noch mit 4.2. Was man allerdings nicht vergessen darf ist, dass man ja noch etwas auf die Uhr warten muss. Angepeilt ist November 2014. Frühjahr 2015 würde mich aber auch nicht unbedingt überraschen. Das alte Problem mit dem Liefertermin. Und 2015 ist 4.4. auch nicht mehr aktuell.

Bei der Wasserfestigkeit wird sich auch zeigen müssen, ob die das hin bekommen. Omate- und Leikr-Besitzer wissen wovon ich spreche. Der Umstand, dass die Uhr auch noch mit Micro-SD-Karten erweitert werden können und das es einen austauschbaren Akku geben soll macht das nicht leichter. Die Sim-Card darf man auch nicht vergessen.

Das Vorhandensein einer Sim-Card zeigt denn auch, dass die XS-4 in der Kategorie der Watch-Phones einzuordnen ist.

Die Stromversorgung ist die Achillesferse einer Smartwatch. Da klingt die Ladung via Solarzellen natürlich sexy. Bei der XS-4 sind die Solarzellen in einem Layer des Displays untergebracht. Ich vermute mal, dass das eher dazu geeignet sein wird, die Betriebszeit ein wenig zu verlängern. Ein komplettes Aufladen dürfte damit wohl sehr lange dauern. Genauere Daten liefert die Kampagne dazu allerdings noch nicht. Ein Zeichen, dass die sich da wohl selber noch nicht so sicher sind.

Man wird sich also wie üblich primär auf den Akku verlassen dürfen. Da möchten die Macher der Uhr gleich zwei Stück mitgeben. Ein 400mAh und ein 800 mAh Akku werden mitgeliefert. Auch eine etwas seltsame Entscheidung. Ein Ersatz-Akku ist was feines, aber warum ist der größer als der eigentliche Akku? Warum legt man nicht gleich zwei 800 mAh-Akkus bei? Oder ist der 800 mAh-Akku größer in den Abmessungen und muss zusätzlich irgendwo an die Uhr drangesteckt werden? Auch hier schweigt die Kampagne sich drüber aus. Ist wohl auch noch nicht zu ende gedacht.

Der Rest ist guter, alter Standard. Wifi, Bluetooth, 5 MP-Kamera, GPS und die üblichen Sensoren. Wobei ein Punkt dann doch noch herausragt. Die Uhr soll sich mit 4G verbinden könne. Fragt sich nur, ob man das Tempo auf einer Smartwatch das Tempo braucht. Ausgiebige Surfsessions werden da doch eher die Ausnahme bleiben und zum navigieren reicht 3G vollkommen aus.

So ganz zu Ende gedacht scheint mit die XS-4 bei der Projektbeschreibung noch nicht zu sein. Gut, bei 139 Pfund riskiert man kein Vermögen, aber piksen würde es doch, wenn bei der Summe die Sonne nicht scheinen sollte. Was mich auch ein bisschen skeptisch macht ist das doch recht niedrige Funding-Ziel. Das liegt bei gerade mal 5000 Pfund und ist bei der niedrigen Summe natürlich schon erreicht. Mit der Summe eine Smartwatch zu entwickeln dürfte problematisch sein. Zumindest solange die Uhr jetzt nicht ein bereits bestehender China- Böller ist der einfach nur eingekauft und weiter geschoben wird.

You might also enjoy: