Xcope Smartphone-VR-Brille (Bild: Kickstarter/© Xyson Labs)
Xcope Smartphone-VR-Brille
(Bild: Kickstarter/© Xyson Labs)

Einer geht noch, einer geht noch rein. Mit der Durovis Dive und der vrAse haben wir ja schon zwei Vertreter der Smartphone-basierten VR-Brllen genauer kennen gelernt. Bei diesen Brillen dient das Smartphone als Display und wird mittels einer Halterung, in die man das Telefon einschieben kann, an den Kopf getackert. Zwei Linsen dazu, fertig ist die 3D-Brille. Die vrAse gab es bei Kickstarter. Die Durovis Dive kann man sich als Datei für 3D-Drucker runter laden und dann selber ausdrucken. Die Linsen gibt es als Kit bei Amazon. Komplett kann man die Dive leider noch nicht erwerben. Soll aber noch kommen.

Mit der Xcope von Xyson Labs ist jetzt ein weiterer Vertreter dieser Brillengattung bei Kickstarter an den  Start gegangen. Soweit so gut. Aber was macht die Xcope anders? Oder ist es nur ein Klon der vAse, die ja eigentlich auch nur ein Klon der Dive ist? So auf dem ersten Blick sieht es so aus. Genau wie bei den anderen beiden Ansätzen handelt es sich bei der Xcope um eine Konstruktion, mit der man ein Smartphone am Kopf befestigen kann. Der abgebildete Prototyp sieht auch stark danach aus, dass hier ein 3D-Drucker zum Einsatz kam. Im Gegensatz zu Dive und vAse wird das Smartphone jedoch nicht von der Seite sondern von oben in die Halterung gesteckt. Vorteil: Man muss sich schon sehr anstrengen, um das Smartphone aus versehen aus der Xcope herauszubefördern.

In der Front ist eine Aussparung in Form des Produktlogos. Wer ein Smartphone mit mittig angebrachter Kamera hat kann dadurch diese während des Tragens nutzen.  Sitz die Kamera eher Seitlich schaut man in die Röhre.

Ein Alleinstellungsmerkmal besitzt die Xcope allerdings durchaus. Zielen Dive und vAse ausschließlich auf 3D-Inhalte, die Side-by-Side-Apps oder Videos voraussetzen, kann man mit der Xcope das Display auch für 2D-Inhalte nutzen. Möglich macht dies ein auswechselbarer Halter für die Optiken. Arbeiten die anderen beiden Brillen mit jeweils zwei Gläsern kann man bei der Xcope die Doppelgläser durch eine Monolinse austauschen. Diese sorgt dafür, dass das Auge das Display des Phones so dicht vor Augen auch richtig erfassen kann.  Dadurch erweitert sich der Funtionsumfang der Brille natürlich erheblich. Man ist nicht mehr auf speziell für den Side-by-Side-Betrieb optimierte Apps und Medien angewiesen. Selbst eine Runde Angry Birds ist so kein Problem mehr… und das bei gefühlten 130“ Bildschirmdiagonale. Gar nicht zu reden von einer Remote Desktop Session mit einer Real-Live-Video-Radtour in Kombination mit meinem Hometrainer. Ich bin guter Hoffnung, diesen Traum innerhalb des nächsten Jahres erfüllen zu können. Drückt mir die Daumen.

Die tatsächliche Diagonale hängt natürlich vom verwendeten Smartphone ab. Laut Kickstarter-Kampagne wurden folgende Smartphones schon erfolgreich mit dem Design getestet:

Xcope Linsensatz mit Monolinse (Bild: Kickstarter/© Xyson Labs)
Xcope Linsensatz mit Monolinse
(Bild: Kickstarter/© Xyson Labs)

  • HTC One
  • Galaxy Note 2/3
  • Galaxy S4
  • Galaxy SIII
  • iPhone 4/4S
  • iPhone 5/5C/5S
  • iPod Touch Gen 4 & 5

Generell sollten aber alle Smartphones mit Displaydiagonalen zwischen 3,5“ und 5,5“ mit dem Teil zusammen arbeiten können. Silde-Out-Keyboards sollten die Phones besser nicht haben. Vorher fragen kann nicht schaden.

Interessant wäre noch mal die Betrachtung der Gewichtsunterschiede zwischen den drei Konzepten. Leider gibt es da keine genaueren Zahlen.

Die Xcope erweitert den Reigen der Smartphone-VR-Brillen um eine spannende Variante. Auch wenn der erste Blick eher ein „Oh, noch so ein Ding“ hervorruft macht die Mono-Optik das Teil dann doch sehr spannend. Der Early Bird ist mit 55 $ dabei.

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