Ein Zeiger, 24 Stunden - Wundrwatch (Bild: kickstarter/© Wundr)
Ein Zeiger, 24 Stunden – Wundrwatch (Bild: kickstarter/© Wundr)

Wer meinen Blog etwas öfter liest wird wissen, dass ich mir gerne Folgeprojekte von ehemaligen Kickstartern anschauen. Die Wundrwatch ist so ein Kandidat. Folgeprojekte sind für mich deshalb spannend, weil sie oft zeigen, dass ein Startup mit seiner ersten Idee zumindest so viel Erfolg hatte, dass es die Firma noch gibt. Man hat schon das Spiel einmal durchgespielt und weiß, worauf man sich einlässt.

Genau so geht es der deutschen Firma Wundr, Bloglesern bereits bekannt durch den Wunderkey (ja, hier hatte man noch ein grammatikalisch richtiges „e“ übrig). Der Wunderkey wusste ja durchaus zu gefallen und ist mittlerweile sogar als Carbon-Version zu haben. Der werde ich mich in absehbarer  Zeit noch mal genauer zuwenden. Habe einen, will den aber noch etwas länger in Nutzung haben, bevor ich ihn abschließend beurteile. Bis jetzt schlägt er sich aber genauso gut die Metall-Version. Aber zurück zum Thema.

Mit der Wundrwatch wagt Wundr sich nun ein weiteres Mal auf die Crowdfunding-Bühne. Die Uhr ist unter dem Strich eigentlich eine normale Uhr. Im Gegensatz zu den sonst hier im Blog stattfindenden Uhren also nix mit „smart“ und so.

Geh mir auf den Zeiger, Wundrwatch

Ja, so ganz normal ist die Uhr jedoch nicht. Wir haben es hier mit einem Vertreter der 24-Stunden-Zeiger-Uhren zu tun. Der Stundenzeiger wandert als nicht in 12 sondern um 24 Stunden einmal um das Ziffernblatt.

Und um es dem Träger noch einfacher zu machen hat man komplett auf weitere Zeiger verzichtet. Sekunden? Wer wird es denn so genau nehmen wollen? Minuten? Brauchen viele ja auch eher selten. Zumindest, wenn man nicht gerade noch den Bus erwischen oder ein 4 ½-Minuten-Ei kochen will. Aber eine gute Hausfrau hat sowas je eh im Gefühl.

In Zeiten, in dem jeder ein Smartphone in der Tasche hat, kann man sich ein Quäntchen Ungenauigkeit glaube ich gut leisten, wenn es denn ansprechend daher kommt.

(Bild: kickstarter/© Wundr)
(Bild: kickstarter/© Wundr)

Chic, chic, chic

Das Design der  Wundrwatch weiß dann auch zu gefallen. Die Wundr-Jungs und Mädel haben schon ein gutes Gespür für Gestaltung. Man hält sich an klassische Formen und Gestaltung und bleibt insgesamt eher reduziert. Schön aufgeräumt. Würde ja auch keinen Sinn ergeben, am Zeiger zu sparen um dann die gewonnene klare Linie durch unnötige Schnörkel wieder zu verspielen.

Angetrieben wird die Uhr durch ein Schweizer Ronda Caliber 515.24-Uhrwerk, welches per Batterie mit Strom versorgt wird. Ist zwar nicht so fancy wie eine Automatik, dafür kann man die Uhr dann auch mal ein paar Tage liegen lassen ohne Geld in einen Uhrbeweger versenken zu müssen. Außerdem darf man das Thema Vor- und Nachlauf ignorieren. Auch gute Automatik-Laufwerke neigen ja dazu, es mit den Sekunden über den Tag gesehen nicht so genau zu nehmen. Wobei es das bei dieser Uhr vermutlich deutlich problemloser wäre. Gibt ja keine Minuten und Sekunden.

Neben der Optik gefällt  sogar der Preis. Die Earyl Birds sind zwar schon weitestgehend an den Mann gebracht, mit 199 € bekommt man aber glaube ich trotzdem ein hochwertiges, schickes und trotzdem originelles Zeiteisen an die Hand.

Und soll man die Summe nun riskieren? Das übliche Crowdfunding-Risiko besteht natürlich auch bei der Wundrwatch. Da Wundr jedoch schon erfolgreich ein Projekt gefundet hat und mit den Produkten auch via Amazon und andere Webshop vertreten ist, halte ich das Risiko für vertretbar.

Haar in der Suppe

Ein Punkt gibt es jedoch, den ich „zu kritisieren“ habe. Ok, ist eher eine Marginalie. Liebe Wundr-Macher, warum habt Ihr auf das „e“ verzichtet? Das war Anfang der 2000er originell, wirkt jetzt jedoch etwas krampfhaft hip. Aber das ist jetzt eher eine persönliche Meinung. Kann natürlich sein, dass man mit „Wundr“ in den Suchmaschinen schneller ein gutes Ranking erreichen wird als mit dem fehlenden „e“. Hoffen wir mal, dass die potentiellen Kunden denn auch merken, dass da ein Buchstabe fehlt. Könnte sonst für sie schwer zu finden sein.

Tl;dr

Die Wundrwatch ist eine analoge Armbanduhr, die mit einem Zeiger auskommt und 24 Stunden anzeigt.

 

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