Schnell wie der Wind - Breva Genie 03 Speedmeter (Bild:© BREVA GENEVE SA)
Schnell wie der Wind – Breva Genie 03 Speedmeter (Bild:© BREVA GENEVE SA)

Wolltet Ihr auch schon mal zum täglichen Lauf starten und habt festgestellt, dass eure Laufzwiebel alle ist? Ja, da muss man sich dann vom schönen Zahlenwerk verabschieden. Wie schön wäre es, gäbe es doch mal eine Geschwindigkeitsmessung, die auch ohne Strom auskommt.

Gibt’s nicht? Gibt’s wohl. Nur etwas anders, als man denkt. Wir werfen einfach mal einen Blick auf die Breva Genie 03 Speedmeter. Dieses etwas ausladende, aber komplett stromlos funktionierende Wunderwerk der Feinmechanik kommt nämlich mit einem eingebauten Geschwindigkeitsmesser daher. Ok, auf GPS und Schrittzähler muss man verzichten. Vielmehr kommt ein Anemometer im Kleinformat zum Einsatz.

Das Prinzip ist einfach. Vier kleine, wie Eiskugellöffel geformte Windschaufeln sind um eine Achse herum aufgehängt und fangen den Wind ein. Je schneller sie sich drehen desto höher das Tempo. Große Präzision ist da nun leider nicht zu erwarten, aber hey, selbst hochwertige mechanische Uhren laufen teilweise bis zu einer halben Minute am Tag vor oder nach. Wer es genau haben will muss halt Quarzwerke, Batterien und Elektronik benutzen. Laaaangweilig.

Hut ab, wenn jemand bei 200 km/h Windgeschwindigkeit noch auf den Füßen bleibt (Bild:© BREVA GENEVE SA)
Hut ab, wenn jemand bei 200 km/h Windgeschwindigkeit noch auf den Füßen bleibt (Bild:© BREVA GENEVE SA)

Der Nutzen des Windmessers ist wohl auch ein bisschen eingeschränkt. Mal ganz davon abgesehen, dass die Uhr schon wegen ihrer Ausmaße die Aerodynamik des Läufer stark beeinträchtigen dürfte ist man auch für eine korrekt Messung darauf angewiesen, die Uhr gerade zu halten. Beim Laufen eine echte Herausforderung.

So bleibt die Uhr dann wohl eher klassischen Oberschichtensport wie z.B. Golf, Segeln oder der Entenjagd vorbehalten. Sportarten, bei denen man aus einer festen Position die Windgeschwindigkeit feststellen muss. Und um herauszufinden, aus welcher Richtung der Wind kommt kann man ja immer noch etwas Gras hoch werfen oder den feuchten Finger in die Luft strecken.

Wer sich das Teil leisten will wird auch vermutlich mit den oben genannten Sportarten keine Finanzierungsprobleme haben (wobei Golf mittlerweile ja nicht mehr wirklich teuer ist). Fast 50.000 Schweizer Franken ruft Breva dafür auf. Selbst, als die Schweiz sich noch mit ihren Franken am Euro orientiert haben ein stolzes Sümmchen. Aber erstaunlich ist es schon, was man aus einer Kinderhand voll Edelmetall so alles gezaubert bekommt.

Eine Menge schöner Aufnahmen findet ihr übrigens bei ablogtowatch. Anschauen und etwas träumen.

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