rauchmelder

Viele haben sie in ihrer Wohnung, haben sollte ihn eigentlich jeder. Der Rauchmelder. Über die Nützlichkeit dieser kleinen Lichtschranken im runden Plastikkleid dürfte unumstritten sein, retten sie doch tausenden Menschen jährlich das Leben. Umso erstaunlicher, wenn man sich mal  anschaut wie die Dinger aussehen. Hier lauter die bis jetzt unbeachtete große Gesundheits-Gefahr der Rauchmelder: Augenkrebs!

Wenn man sich die Dinger anschaut hat man nur die Wahl zwischen extrem klobig, rund, weiß  mit ein paar Kanten oder nicht ganz so klobig mit ein paar Kanten weniger in weiß. Aber immer noch häßlich. Warum gibt es die Diner nicht in a) unauffällig oder b) in schön. Schaut man sich den Markt an ist es doch sehr erstaunlich, dass sich da noch kein selbstdarstellerischer Design wie Colani & Co. daran versucht hat. Aktuelle Zahlen der Verbreitung habe ich so auf Anhieb nicht gefunden. 2002 waren 7% der Deutschen Haushalte mit Rauchmeldern ausgestattet. Das dürften mittlerweile auf Grund diverser Gesetzesänderungen erheblich mehr geworden sein. Wenn man sich anschaut, dass 2002 schon 90% der US-amerikanischen Haushalte mit Rauchmelder ausgestattet waren ist es doch erstaunlich, dass sich bei so einem großen Markt so gut wie kein Hersteller bis jetzt die Idee eingestellt hat, mal ein paar Euro für einen guten Designer auszugeben. Oder gibt es eine Eu- oder IEEE-Norm die verlangt, das die Teile so gruselig aussehen?

Der Zugewinn an Sicherheit über die Masse der Bevölkerung gesehen dürfte erheblich sein, wenn die Teile schöner oder unauffälliger wären. So hat eine nicht repräsentative Online-Umfrage von Stiftung Warentest 2012 ergeben, das 20% der Teilnehmer keinen Rauchmelder haben und 4 % zwar welche besitzen, diese jedoch nicht  montiert haben. Da spielen sicherlich auch optische Gesichtspunkte mit rein. Wie hoch die Zahl der zu dicht an der Wand angebrachten Rauchmelder ist, ist nicht zu ermitteln. Aber auch hier vermute ich, dass eine nicht geringe Zahl Rauchmelder den Mindestabstand von 50 cm zur nächsten Wand nicht einhalten, weil sie möglichst unauffällig in die hinterste Ecke der Wohnungsdeck verbannt wurden.

Gibt es Abhilfe?

Schwierig. Es gibt zum Beispiel den Chick-a-Dee. Ein Rauchmelder in Form eines auf einem Ast sitzenden Vogels. Naja, zumindest mal etwas anderes. Leider ist der mittlerweile wegen mangelhafter Empfindlichkeit wieder zurückgerufen worden. Der Kupu von Jalo Helsinki ist auch noch einer der wenigen, die aus dem sonstigen Plastikeinerlei herausstechen. Hat sogar einen reddot award bekommen. Den Lento Rauchmelder von Paola Suhonen in Form einer Motte kann man auch nehmen, wenn man auf Insekten an der Decke steht.

Der Nest Thermostat läßt hoffen, dass dort bal auch ein schöner Rauchmelder nachkommt (Bild: © 2013 Nest Labs )
Der Nest Thermostat läßt hoffen, dass dort bal auch ein schöner Rauchmelder nachkommt
(Bild: © 2013 Nest Labs )

Ein möglicher weiterer Lichtblick ergibt sich durch die ehemaligen Apple-Designer, die 2011 schon mit dem Nest einen intelligenten Thermostat auf den Markt geworfen haben. Ich hoffe, dass die sich nicht mit den sonst üblichen Plastikdosen abgeben werden. Wird sich dann aber vermutlich auch im Preis wiederspiegeln. Leider gibt es noch keine weiteren Details, geschweige denn Bildmaterial.

Eine Frage, die ich mir immer wieder stelle ist, warum es keine Rauchmelder gibt, die im Sockel einer Deckenlampe integriert sind. Man müsste sich nicht mehr mit den leeren Batterien rumschlagen und hat keine weitere störende Dose an der Decke. Es gibt zwar die Richtlinie, dass man auch 50 cm Abstand von der Deckenleuchte halten sollte, aber das will mir nicht so ganz einleuchten. Im Sockel dürfte es keine Temperaturprobleme geben und eine Beeinträchtigung durch den fließenden Strom halte ich auch für sehr unwahrscheinlich. Wenn man heutzutage schon teilweise Handys in Flugzeugen nutzen darf sollte es doch auch machbar sein, eine simple Lichtschranke abzuschirmen. Vielleicht denkt ja mal jemand drüber nach. Wäre was für Kickstarter.

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