Interessanter Ansatz, aber vermutlich keine Chance gegen die Oculus Rift - die Totem VR-Brille (Bild: Kickstarter / © Vrvana Inc. )
Interessanter Ansatz, aber vermutlich keine Chance gegen die Oculus Rift – die Totem VR-Brille (Bild: Kickstarter / © Vrvana Inc. )

Ja, mit Alternativen zur Oculus Rift sieht es momentan eher mau aus. Zwar haben Sony und Valve ja was in der Pipeline, jedoch steht in den Sternen, wann man die Teile denn nun wirklich erwerben kann. Gut, die Rift DK2 ist jetzt auch kein Endkundenmodell, aber wer sich etwas traut kann da zumindest schon mal zuschlagen.

Da ist es doch mutig, wenn sich mal wieder jemand daran versucht, seine eigene Vorstellung zu dem Thema an den Mann zu bringen. Die Totem VR-Brille von Vrvana ist da so ein Beispiel, das man noch ein paar Tage bei Kickstarter unterstützen kann.

Leider ist jetzt schon in etwa abzusehen, dass das Finanzierungsziel nicht erreicht wird. 350.000 CAD wollte man haben, aktuell liegt man bin 170.000 CAD. In 9 Tagen den Rest aufzubringen wird schwer.

Schade eigentlich, denn Konkurrenz belebt ja das Geschäft und die Totem hat ein paar Ansätze, die ganz spannend klingen.

So sind in der Brille zwei Kameras eingebaut, durch die das Tracking der Kopfposition ermöglich werden soll. Im Gegensatz zur Rift, die auf eine externe Kamera setzt, ist man hier im Raum ungebundener. Ob dadurch die gleiche Präzision wie bei der Rift erreicht werden kann müsste sich allerdings erst mal zeigen. Bei der Rift-Lösung müssen LEDs von der externen Kamera erkannt werden. Das sollte einfacher zu programmieren sein als eine generelle Bewegungserkennung, die nicht genauer Definierte Raumelemente tracken können muss.

Der eigentliche große Vorteil der Kameras dürfte allerdings sein, dass man sich das Bild dieser direkt auf das Display durchrouten lassen kann. So muss man die Brille nicht mehr abnehmen, wenn man z.B. kurz einen Text schreiben möchte (und blindes Schreiben nicht beherrscht).

Als weiterer Vorteil wird das Display verkauft. Zwar hat es die gleiche Auflösung, wie das aktuell in der DK2 verbaute Samsung Note 3 Panel, ist jedoch mit mehr Subpixeln ausgestattet. Soll laut Vrvana ein Vorteil sein.

(Bild: Kickstarter / © Vrvana Inc. )
(Bild: Kickstarter / © Vrvana Inc. )

Das eigentliche Problem der Totem dürfte jedoch sein, dass Oculus gut eine Woche nach Start der Totemkampagne den Crescent Bay Prototypen vorgestellt und somit einen Ausblick auf die erwartete Customer-Version der Rift gegeben hat. Das dürfte so einige davon abgehalten haben, die Totem zu unterstützen. Warum sollte man 450$ für eine VR-Brille ausgeben, die man mit Glück im April 2015 in den Händen halten kann, wenn der Platzhirsch möglicher Weise bis dahin sein finales Design an den Start bringen könnt… inklusive besserer technischer Daten, bereits gesammelter Erfahrung in Sachen Produktionstechnik, Logistik, Softwareentwicklung und was sonst noch so wichtig für die Kunden/Firmen-Beziehung wichtig sein könnte.

Hinzu kommt dann sogar noch, dass die finale Rift-Version vermutlich auch noch etwas günstiger ist.

Schade, dass es ein StartUp so schwer hat, sich gegen den Platzhirsch durchzusetzen. Immerhin kann man sich aktuelle damit etwas trösten, dass zumindest Oculus alles richtigzumachen schein.

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