Musik mit Lichtbogen - The ARC Plasma Speaker (Bild: kickstarter/ExcelPhysics)
Musik mit Lichtbogen – The ARC Plasma Speaker (Bild: kickstarter/ExcelPhysics)

Ja, ja, ja, endlich mal Lautsprecher für echte Männer. Und damit meine ich jetzt nicht hässliche High-End Tonerzeuger a la Nautilus, für deren Preis sich ein Normalsterblicher einen Klein-, wenn nicht sogar Mittelklassewagen kauft. Nein, die Arc Plasma Speaker bestechen durch die Methode mit der die Musik in die Luft gezaubert wird.

Normaler Weise arbeiten Lautsprecher ja meist mit irgendwelchen Membranen, die durch entsprechendes vibrieren die Luft so in Schwingung versetzten, dass die Wellen, die dadurch ins menschliche Ohr treffen, die Musik erzeugen. Nun steht aber nirgendwo geschrieben, dass diese Schwingungen in der Luft nur durch eine Membran erzeugt werden können. Das hat sich der Erfinder der Arc Plasma Speaker auch gedacht und  ist auf die Idee gekommen, statt einer Membran einen Plasma-Lichtbogen zu verwenden.

Solche Lichtbögen kennt man ja eher vom Schweißen oder aus den Physik-Vorführungen technischer Museen. Optisch kann man sich das wie ein kleiner immerwährender Blitz zwischen zwei Elektroden vorstellen. Wie üblich in der Physik ist das natürlich auch mal wieder alles etwas komplexer, aber wer es genau wissen will sollte man beim Physikprofessor seines Vertrauens nachfragen.

Wichtig für uns ist a) dass es wohl ist, durch so einen Plasmabogen gezielt Schallwellen zu erzeugen und b ) dass es sehr geil und geekig aussieht.  Allerdings scheint mir die Konstruktion nicht unbedingt für Haushalte mit kleinen Kindern und Haustieren geeignet zu sein, da die beiden Schrauben, die als Elektroden dienen frei liegen. Ich würde nicht empfehlen, die Musik fühlen zu wollen. Wobei, Highway to Hell von AC/AD würde da endlich mal Sinn ergeben.

Für audiophile Extremisten, die gerne mal vierstellige Eurosummen für den Meter Lautsprecherkabel ausgeben und dabei vergessen, dass das nur ein Bruchteil der Kabellänge des Audiosystems ist und auch bei High-End-Anlagen in den Innereien gerne mal normales Industriegut eingesetzt wird,  ist der Arc Plasma Speaker allerdings nichts. Wenn man sich das Demo-Video so anschaut ist die Musik zwar eindeutig zu erkennen, eine Wohltat für die Ohren ist jedoch nicht zu erwarten. Da hilft es dann auch nicht, die CD vorab eine Stunde in den Tiefkühler zu legen damit die Bits sich beruhigen oder deren Ränder mit Edding zu schwären.

Die Kosten des Arc hängen ein bisschen vom eigenen Geschickt ab. Der Bausatz geht bei 99 $ los (die Early Birds sind schon weg). Ich würde jedoch mindestens das Arc Clear Kit für 119 $ empfehlen, da erst hier eine Acryl-Scheibe vor den direkten Griff in den Plasmabogen schützt. Zusammengebaut geht es bei 199 $ los. Der Versand ist in allen Fällen mit 30 $ nicht wenig aber hej, es geht hier immerhin um Licht das Musik machen kann.

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