Gut ein Jahr ist es her, dass aus dem ehemaligen Phonebloks-Konzept sich das Projekt Ara geformt hat. Ein sehr interessantes Projekt, das sich auf die Fahne geschrieben hat, ein modulares Smartphone auf den Markt zu werfen. Der Vorteil eines modularen Telefons liegt auf der Hand. Jeder hat andere Anforderungen an ein Telefon. Der eine will eine tolle Kamera, der andere einen großen Akku und der Dritte will ganz viele biometrische Sensoren. Wie cool wäre es, wenn man je nach Bedarf sich sein Telefon zusammenstecken könnte? Wie cool wäre es, wenn eine neue Kamera verfügbar ist und man nicht gleich das ganze Telefon wechseln muss, um in deren Genuss zu kommen?

Sah ich selber am Anfang die Sache noch sehr skeptisch, änderte sich das doch mit dem Einstieg von Google/ Motorola deutlich. Mit den richtigen Partnern an der Seite schien das Konzept vielleicht doch noch umsetzbar.

Jetzt, ein Jahr später, zeigt sich, dass diese Hoffnungen durchaus ihre Berechtigung hatten. Mittlerweile kann man die ersten funktionierenden Prototypen von Ara im bewegten Bild sehen. Und was ich sehe, weiß zu gefallen. Auf einem Träger können unterschiedliche Modelle gesteckt werden. Dies soll weitestgehend sogar im laufenden Betrieb möglich sein.

Ja nach verwendeter Basis steht eine unterschiedliche Zahl an Slots zur Verfügung. Die Module werden magnetisch verankert. Das Hauptmodul besitzt neben dem eigentlichen Akku noch einen kleinen eigenen, damit auch der Akku im Betrieb getauscht werden kann.

Mittlerweile sollen über 20 Firmen in die Entwicklung von Modulen für das Projekt Ara involviert sein. Damit dürfte sich meine ursprüngliche Befürchtung, dass das nur eine One-Company-Show wird, die das Konzept genauso schnell fallen lassen kann, wie sie es aufgenommen hat, sich nicht bestätigt haben.

Es wird sogar noch besser. Die Massenproduktion soll schon 2015 starten. Da können wir uns ja schön eine Tüte Chips nehmen, uns im Sessel zurücklehnen und darauf warten, bis wir erfahren werden, was der Spaß uns kosten wird

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