Macht sogar am Rennrad eine gute Figur - Tailfin (Bild: kickstarter/ © Tailfin)
Macht sogar am Rennrad eine gute Figur – Tailfin (Bild: kickstarter/ © Tailfin)

Einen Gepäckträger ans Rennrad bauen? Ich glaube es hackt. Zu schwer und sieht bescheiden aus. Andererseits… wenn man als Triathlet ne Rund Koppeltraining einschieben möchte und den Neo mitnehmen will wäre so ein Gepäckträger vielleicht doch ganz interessant. Passt ja auch ein Fahrradschloss rein. Also werfen wir doch mal einen Blick auf Tailfin, den ultraleichten Carbon-Gepäckträger.

Es gibt ja, wie schon oben angedeutet, diverse Gründe, warum man keinen Gepäckträger am Rennrad haben möchte. Die Dinger sind schwer, sehen blöde aus und so oft braucht man sie dann doch nicht, als dass man das nicht mit einem Rucksack lösen könnte. Nur ist ein Rucksack auf einem Rennrad auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Von den Problemen einer Montage möchte ich gar nicht erst anfangen.

Tailfin hat sich dieser Kritikpunkt angenommen. Mit gerade mal 275 Gramm bei bis zu 18 Kg Traglast haben wir es mit einem echten Leichtgewicht zutun. Das Hauptargument können wir also schon mal als wiederlegt betrachten.

Auch die Optik macht was her. Neben einer schwarzen und weißen Version kann man den Träger auch in lackierter Carbon-Optik  ordern. Das sollte zumindest beim zweiten Blick die Absolution vieler Puristen sicherstellen.

Zu guter Letzt ist Tailfin auch noch innerhalb kürzester Zeit montiert bzw. demontiert. Hierfür wird die hintere Achse durch ein Exemplar ausgetauscht, dass Aufnehmer für den Träger bietet. Dieser kann dann mittels Schnellspanner schnell eingeklemmt werden. Das andere Ende des Trägers befestigt man dann am Sattelrohr. Hier dürfte allerdings das größte Fragezeichen bei der Geschichte liegen. Auch wenn mit einer Carbon-freundlichen Klemme geworben wird sollte man vorab schauen, ob das passt. Extreme Aero-Stützen dürften hier vermutlich nicht geeignet sein.

Da Tailfin eigentlich nur aus drei Streben besteht ist es sehr angeraten, gleich die dazugehörige Tasche mitzuordern. Ohne ergibt das System eigentlich nur recht wenig Sinn.

Läßt sich schnell und einfach montieren... (Bild: kickstarter/ © Tailfin)
Läßt sich schnell und einfach montieren… (Bild: kickstarter/ © Tailfin)

Ein Schnäppchen ist der Träger leider nicht. Für den reinen Träger muss man für den Early Bord doch noch gute 190 € plus Nebenkosten auf den Tisch legen. Mit Tasche landet man aktuell bei ca. 230 Euro.

Ist es das wert? Aus Material und Herstellungssicht glaube ich schon. Ob Tailfin Euch genügend Mehrwert bietet, um den Preis zu rechtfertigen, könnt letztendlich nur Ihr selbst beurteilen. Interessant finde ich es allemal.

Tl;dr

Tailfin ist ein Carbon-Gepäckträger mit gerade mal 275 Gramm, der schnell montiert und demontiert ist. Ergibt allerdings nur mit der zugehörigen Tasche Sinn.

 

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