Das ist wie fliegen... der Icaros VR-Trainer (Bild: © ICAROS GmbH)
Das ist wie fliegen… der Icaros VR-Trainer (Bild: © ICAROS GmbH)

Ist es ein Flugzeug? Ist es ein Vogel? Ist es Super-Gobi? Nein, es ist ein Fitness-Nerd auf dem neuen Icaros-VF-Finess-Trainer. Bei Sport und VR springe ich ja an wie eine Bulldogge auf ein Stück Kobe-Steak. So übt das Teil selbstreden eine unglaubliche Anziehungskraft auf mich aus.

Beim Icaros handelt es sich um ein in zwei Achsen neigbares Gestell, auf das man Arme und Beine auflegt. Mittel Gewichtsverlagerung wird das Gerät geneigt. Sieht irgendwie verdammt spaßig, aber auch sehr anstrengend aus.

Ok, das Spaßig wird mir so auf Anhieb nicht unbedingt jeder abnehmen. Hier kommt natürlich der VR-Ansatz mit ins Spiel. Mit einer VR-Brille auf wird das nämlich gleich ein ganz anderer Schnack. Wer wie Supermann auf dem Icaros liegt will ja schließlich auch durch die Gegend fliegen. Genau das wird durch die VR-Brille erreicht.

Die initial eingesetzte VR-Technik ist erfreulich simple. Man muss sich nicht einen Highend-Rechner samt Oculus Rift anschaffen. Bei Icaros setzt man auf eine Samsung Galaxy VR-Brille, ist jedoch nicht auf diese eingeschränkt. Unter den Android-Brillen ist die Galaxy VR halt aktuell das Beste was zu bekommen ist (bin mal gespannt, wie sich die Cmoar schlagen wird, wenn die denn endlich mal ausgeliefert wird). Ok, der Preisvorteil relativiert sich, wenn man den angepeilten Preis des Icaros hört. Aber dazu später mehr.

Ok, wir konzentrieren uns jetzt mal auf die Galaxy-VR (Bild: © ICAROS GmbH)
Ok, wir konzentrieren uns jetzt mal auf die Galaxy-VR (Bild: © ICAROS GmbH)

Erst wollen wir uns mal die Technik des Icaros anschauen. Hierbei handelt es sich um ein komplett passives System. Es hat keine eingebauten Motoren, die einem die Arbeit abnehmen. Als Supermann-Simulator ist es also nur bedingt nutzbar. Man peilt eindeutig den Fitnessmarkt an. Dementsprechend stabil sieht das in Deutschland erdachte System dann auch aus. Weiches Plastik sucht man hier vergebens. Heavy Duty ist angesagt.

Technik ist am Icaros selber in Form von Steuerungseinheiten in Griffreichweite der Hände zu finden. Ich gehe mal davon aus, dass die Rückmeldung der Neigung, in der man sich gerade befindet, über die Neigungssensoren des Phones bzw. der Galaxy VR stattfinden wird. Wenig Technik am Icaros selber sollte jetzt eher als Vorteil gewertet werden. Hat man heutzutage ja auch beim Auto oder beim Fernseher: Rumzicken tut meist nur die Technik. Mechanik ist meist der robuste Teil eines Gerätes.

Hat sich nen Preis verdient (Bild: © ICAROS GmbH)
Hat sich nen Preis verdient (Bild: © ICAROS GmbH)

So überrascht es denn auch leider nicht, wenn man den angepeilten Preis erfährt. Mit 7500 € ist die Zielgruppe eindeutig im professionellen Bereich angesiedelt. Ist dann leider wohl doch etwas teurer geworden als die in einem wired.de-Interview angepeilten 2800 Euro. Man wird das Icaros also primär im Fitness-Studio finden. Der professionelle Anspruch wird auch noch dadurch unterstrichen, dass auf die heutzutage ja schon fast obligatorische Crowdfundingkampagne verzichtet wird. Dürfte das Vertrauen professioneller Kunden eindeutig stärken.

Dass das Icaros einen Nerv getroffen hat wird alleine schon dadurch deutlich, dass es bei der gerade laufenden ISPO Overall Winner des Brandnew Award 2016 geworden ist.

Ich hoffe mal, dass Icaros auf der Site eine Übersicht liefern wird, in welchen Clubs man das Teil später nutzen können wird. Wenn dann noch ein Club dabei ist, der zusätzlich ein ebove-Bike rumstehen hat wäre ich durchaus geneigt, Mitglied zu werden.

Nur einen kleinen Kritikpunkt (vom gerechtfertigten, aber leider Olli-unfreundlichen Preis mal abgesehen) habe ich dann doch: War Ikarus nicht der von den beiden, der zu dicht an die Sonne geflogen und dann abgestürzt ist? Hoffen wir mal, dass im Studio dann ausreichend Matten unter dem Gerät liegen.

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