Was bei mir so gerade noch rumliegt - Garmin Forerunner 305, Pebble Time Steel und TomTom Multisport (Bild: © miy.de/O.Thiele)
Was bei mir so gerade noch rumliegt – Garmin Forerunner 305, Pebble Time Steel und TomTom Multisport (Bild: © miy.de/O.Thiele)

Ich werde des Öfteren gefragt, wie ich denn aktuell meine Läufe tracke. GPS-Laufuhr, Fitnesstracker, Smartwatch? Da kann man dann doch mal einen genaueren Blick drauf werfen.

Momentan nutze ich für die Läufe eine TomTom GPS Multisport. Bin ja leider nicht Ray Maker von dcrainmaker, der alle Uhren der Welt direkt vom Hersteller geschickt bekommt. Ist dann doch ein Unterschied, ob man den Blog als Hobby oder Hauptberuf betreibt. So ne Fenix 3 wäre ja doch ganz fein.

Für das „normale“ Fitness-Tracking nutzte ich meine Pebble Time Steel. Ein dediziertes Fitnessarmband nutze ich nicht. Sollte irgendwann dann auch noch mal der GPS-Adapter für die Pebble endlich ausgeliefert werden wird vermutlich die TomTom ausgemustert werden. Eine Uhr reicht.

Wenn man sich anschaut, dass Garmin mittlerweile Smartwatchanbieter wie Apple & Co. bezüglich der Verkaufszahlen deutlich überholt hat dürfte klar sein, dass der aktuelle Trend wohl eher weg von der „Ich kann Flugdaten anzeigen“-Smartwatch hin zum Sportgerät geht. Ja sogar Bürobedarfs-Versender wie OTTO Office haben Fitnessarmbänder und Sportuhren schon im Sortiment. Ok, kann dem Schreibtisch-Täter sicher nicht schaden, etwas für seine Bewegung zu tun. Nur sollte man dann die Gratis-Kekse besser seinen Kollegen zukommen lassen. Aber egal.

Eine Full-Android-Watch wie die Omate Truesmart kann viel. Nur hält der Akku nicht von hier bis in den Hausflur (Bild: © O.Thiele)
Eine Full-Android-Watch wie die Omate Truesmart kann viel. Nur hält der Akku nicht von hier bis in den Hausflur (Bild: © O.Thiele)

Bedarfsanalyse

Als erstes sollte man mal schauen, was man von seinem Zeiteisen an der Hand wirklich erwartet. Aus dem Stehgreif heraus will man natürlich alles. Hatte ich auch. Nach einer Leikr, Omate, Gamrin Forerunner usw. usf. bin ich mittlerweile zu dem Schluss gekommen, dass so eine Uhr weniger können muss, als man auf dem ersten Blick denkt.

Am wichtigsten ist die Zeit. Die muss sofort ablesbar sein. Ohne ein Allways-On-Display kommt mir nichts mehr an das Handgelenk.

Wer ambitioniert Sport treibt wird GPS haben wollen. Welche der unzähligen Features man da nun braucht hängt vom eigenen Wahnsinn ab. Mir reicht da eigentlich Tempo und Zeit aus. Die restlichen Daten kann man sich dann ja nachträgliche z.B. via Strava anschauen.

Der momentan so gerne propagierte eingebaute Pulsmesser ist für mich nicht so wichtig. Der Puls ist doch ein relativ unspezifischer Wert und die Genauigkeit der Handgelenkmessung ist auch eher relativ. Wer es ernst meint sollte doch auf den guten, alten Pulsgurt zurückgreifen.

Vergleich: Garmin Forerunner 305, Leikr Sportswatch, Citizen Promaster (Bild: miy.de/© O.Thiele)
Vergleich: Garmin Forerunner 305, Leikr Sportswatch, Citizen Promaster (Bild: miy.de/© O.Thiele)

Wie Smart muss es sein?

Die Smartfunktionen werden auch oft etwas überbewertet. Mit meiner Pebble nutze ich eigentlich nur die Benachrichtigungsfunktion bei einkommenden Nachrichten. Ich muss mir nicht täglich anzeigen lassen, wann der nächster Flieger kommt. Dafür fliege ich zu selten. Bin eh immer erstaunt, dass da überhaupt ein Anwendungsszenario ist, das auf jeder Produktpräsentation breitgetreten wird. Scheint in den Staaten ja wohl nur Vielflieger zu geben.

Hand aufs Herz: Die meisten anderen Funktionen, die so eine Uhr anbieten kann, leiden doch meist unter erheblichen Usability-Problemen, so dass man dann doch am Ende das Smartphone aus der Tasche zieht.

Interessant sind da eigentlich dann eher die Dinge, die man ohne gekoppeltes Smartphone erledigen kann. Aber da ist man ohne eingebaute SIM-Card dann doch wieder auf reine Sportfunktionen und maximal MP3-Player beschränkt. Mit eingebauter SIM-Card kranken die meisten Exemplare dann jedoch an Laufzeit. Die Omate war damals nach drei bis vier Stunden durch. Nicht praxistauglich. Und soviel besser ist es in den letzten drei Jahren dort nicht geworden.

Um die Sache auf den Punkt zu bringen: Viele sind mit einer guten Sportuhr oder einem gute gemachten Fitnessarmband glaube ich aktuell besser bedient als mit einer Smartwatch. Die Akkus laufen länger, die Uhren sind robuster und viele bieten mittlerweile auch schon Smart-Funktionen. Wenn meine Pebble endlich GPS beherrschen würde könnte ich da eine Ausnahme machen. Hängt natürlich davon ab, ob das entsprechend gut dann implementiert wurde. Nichtsdestotrotz sollte man sich aber am besten zuerst darüber im Klaren, sein, was man wirklich braucht. Und da ist eine Sportuhr vielleicht die beste Wahl.

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