iPhone als Smartwatch? Kein Problem mit dem Smartlet, wenn man damit keine Probleme hat. (Bild: kickstarter/ © Denos Ventures )
iPhone als Smartwatch? Kein Problem mit dem Smartlet, wenn man damit keine Probleme hat.
(Bild: kickstarter/ © Denos Ventures )

Die letzte blöde Idee ist ja schon etwas her. Umso besser. Wir können uns jetzt über eine Idee bei Kickstarter amüsieren, die den Backern den „günstigen“ Einstieg in die Smartwatchwelt ermöglichen will. Die Anführungsstriche deshalb, weil es sich bei dem Kickstarterprojekt um ein Armband handelt, in das man sein iPhone stecken kann. Man muss also neben dem Armband auch noch ein iPhone besitzen.

Das Smartlet genannte Armband erinnert ein bisschen an den nach unten gerutschten Trauerflor, mit dem man so viele Jogger durch den Park laufen sieht, weil sie ihre fetten Smartphones unbedingt am Oberarm durch die Gegend schleppen müssen.

Zwar dürfen wir auf die iWatch ja noch warten, wenn sie denn überhaupt irgendwann mal kommt, aber so ganz neu ist die Idee, Appleprodukte am Handgelenk zu tragen nicht. So ist die Menge an Armbändern, in die man den alten, quadratischen iPod Nano stecken kann, ja mittlerweile unüberschaubar geworden. Diese Kombination sah je nach Armband ganz nett aus, krankte jedoch an den geringen Fähigkeiten und der niedrigen Akkuleistung des Nanos. Das liegt es ja irgendwie nahe, statt dem Nano gleich ein ganzes iPhone zu nehmen. Hier stimmt Performance und Akkuleistung ja durchaus.

Ein Smartphone am Handgelenkt ist jetzt auch nicht die absolute Innovation. Wer das möchte kann sich mit der Omate oder, dem Smartphone ähnlicher, der Neptune Pine bei Kickstarter eindecken. Die Pine ist ja sogar auch aus dem Armband lösbar.

Im Gegensatz zum Smartlet mit eingeschobenen iPhone sind Nano, Omate und Pine jedoch von der Größe her noch ansatzweise handhabbar.  Für meinen Geschmack hat die Pine die Grenze schon fast überschritten. Das Smartlet aber erinnert ein bisschen an Leute, die sich ihr 7“ Phablet ans Ohr halten. Es sieht einfach beknackt seltsam aus. Um sich so in die Öffentlichkeit zu trauen braucht man schon viel Mut. Ich kann mir auch irgendwie nicht vorstellen, dass das bequem und einfach bedienbar ist. Längere Text wird man so nicht schreiben wollen, zumal das Format des iPhones ja eigentlich aus dem Grund so ist, wie es ist, damit man es mit einer Hand bedienen kann. Warum muss man sich dann gleich die Zweit auch noch blockieren.

Mit 29 $ plus Zusatzkosten kostet das Smartlet jetzt nicht die Welt, aber trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass das Teil ein Erfolg wird. Aber vielleicht findet es ja doch seine Nische. Im Vergleich zu den Tauerarmbändern oben genannter Jogger hat es zumindest den Vorteil, dass man während des Laufens sehen kann, was auf dem Phone passiert und selbiges auch ohne anzuhalten bedienbar bleibt. Wenns also unbeding ein iPhone beim laufen sein muss vielleicht doch gar nicht so schlecht. Bei den Modefarben, die sich Sportkleidungshersteller teilweise so ausdenken kann es ja durchaus sein, dass das Smartlet letztendlich gar nicht auffällt.

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