Ring Clock (Bild: Indigogo/© RingClock Ltd.)
Ring Clock
(Bild: Indigogo/© RingClock Ltd.)

„Ein Ring sie zu knechten, sie alle zu treiben,
Stunden, Minuten, Sekunden zu zeigen”

Uhren werden ja in letzter Zeit immer größer. Nicht zuletzt profitieren die diversen Smartwatch-Konzepte davon. Den genau anderen Weg kann man momentan bei Indigogo (genau, diesmal nicht Kickstarter) gehen. Die Ring Clock reduziert sich auf das Wesentliche: Stunden, Minuten, Sekunden. Sogar Zeiger und Armband wurden wegoptimiert. Eine ganze Uhr in einem Ring. Alle Achtung.

Den Dreh raus haben

Im normalen Zustand sieht der Ring ein bisschen aus  wie die Fokussierringe von älteren Objektiven. In drei Reihen laufen die Zahlen einmal komplett um den Ring. Die Stunden findet man oben, drunter sind dann wie nicht anders zu erwarten die Minuten und ganz unten die Sekunden zu finden. Soweit, so gut. Und wie zeigt der Ring die Zeit an? Mit LEDs, die hinter den Zahlen sitzen. Es leuchtet jeweils die LED hinter der Zahl der aktuellen Zeit auf. Dafür werden 144 energiesparende, ultradünne LEDs verbaut. Da so ein Ring ja nun nicht all zu viel Platz für einen Akku liefert leuchten die Zahlen leider nicht permanent. Wenn sie es tun würden wäre der Akku nach 2 Stunden leer. Aktiviert wird die Anzeige durch einen Dreh am Ring. Genauer genommen am äußeren Ring, denn der Ring besteht aus zwei Elementen, die übereinander sitzen. Dreht man nun das äußere schaltet sich die Zeitanzeige  für eine Minute ein. Spannend wird es sein, wie hoch hier der Dreh-Wiederstand ist. Ist er zu hoch, muss man den Ring mit der zweiten Hand drehen. Für eine Zeitanzeige eher unpraktisch, da man nicht immer die zweite Hand zur Verfügung hat. Ein Problem , dass viele auf LED-Anzeige basierende Uhren haben. Tokyoflash-Uhren-Träger werden wissen, wovon ich schreibe. Ist er zu locker dreht er sich zu oft und die Zeitanzeige wird zu häufig angeschaltet. Der Akku wird schnell leer sein.

Gibt es noch Saft?

Der Akku ist übrigens kein 08/15-Standard-Akku. Eine Spezialanfertigung mit 6mAh, die bei 15maliger Nutzung etwa eine Woche hält. Bei permanenter Beleuchtung ist aber schon wie oben geschrieben nach 2 Stunden der Spaß zu ende.  Ein Akkutausch durch den Besitzer ist auf Grund der Konstruktion leider nicht möglich. Der Hersteller bietet jedoch einen Austauschservice an. Der schlägt inkl. Versand  mit etwa $ 55 zu Buche. Ich vermute mal, dass das dann alle 2 Jahre der Fall sein dürfte. Zumindest wenn ich die Haltbarkeit meiner Handy-Akkus als Vorbild nehme. Da kann man mit leben, vorausgesetzt, dass der Hersteller in 2 Jahren noch existiert.

Qi-Ladestation mit Einstelltasten Ring Clock (Bild: Indigogo/© RingClock Ltd.)
Qi-Ladestation mit Einstelltasten
Ring Clock
(Bild: Indigogo/© RingClock Ltd.)

Geladen wird der Ring kabellos über eine Qi-Ladestation. Über diese wird die Uhr auch eingestellt. Ohne die Station gibt es keine Möglichkeit die angezeigte Zeit zu ändern.

Bleiben noch ein paar nicht genannte Daten übrig. Der Ring wird aus allergiefreiem Chirurgie-Stahl (316L) gefertigt. Es gibt eine recht große Anzahl an unterschiedlichen Durchmesser, die man ordern kann. Da sollte für die meisten Finger etwas dabei sein. Mit von der Partie ist man ab $195.

Unter dem Strich ein cooles Stück Design mit einer netten, kleinen Portion Technik drin. Das richtige für den geneigten Geek. Ob man auf große Ringe steht muss jeder für sich selber entscheiden. Ob man langfristig mit dem Ring seine Freude hat wird die Zeit seigen… es sei denn, er wird irgendwann nicht mehr die Zeit zeigen

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