Startnummernbefestigung mit RaceDots (Bild: indiegogo/ © racedots)
Startnummernbefestigung mit RaceDots
(Bild: indiegogo/ © racedots)

Ah, schon wieder eine so simple Idee, dass man sich fragt, warum man nicht selber drauf gekommen ist. Jeder, der schon mal einen Laufwettkampf bestritten hat wird das rumgefummel mit den blöden Startnummern kennen. Entweder pinnt man sie mit Sicherheitsnadeln am Shirt fest, oft inklusive selbstverschuldeter Blutabnahme und rot/braun umrahmter Löcher im Trikot oder man überlegt, wie man die Nummer an das Starnummernband ran bekommt. Schaut man sich die gängigen Laufbandsysteme an stellt man auch schnell fest, dass die ohne zusätzliches Werkzeug nur bedingt zu nutzen sind. Bei Systemen mit Druckknöpfen sind meist die Druckknopfränder nicht hoch und scharf genug, um durch die Startnummer durch zu kommen. Bandbasierte Nummernbänder, bei denen kleine Bänder in die Löcher der Startnummer gefädelt werden haben meist das Problem, dass die vorgestanzten Nummern der Starnummern so einen blöden Abstand haben, dass die Nummer nicht flach aufliegt. Der pragmatische Sportler reist gleich mit Tacker und Locher im Gepäck an.

Bei idiegogo kann man jetzt zum Beispielmit den RaceDot ein cleveres kleines System unterstützen, das komplett ohne Nadeln auskommt. Es müssen auch keine Löcher in  die Startnummer gestanzt werden. Die Nummer wird einfach mit einem starken Magneten und einer Unterlegscheibe aus Metall am Shirt fixiert. Damit das Ganze ein bisschen Halt findet liegen Ober- und Unterscheibe nicht einfach nur flach aufeinander. Die Oberscheibe besitzt auf der Rückseite in der Mitte eine Ausbeulung, die Unterscheibe ein Loch. So sitzt die Oberscheibe immer Mittig auf der Unterscheibe und durch diesen Hubbel wird mehr Reibungswiederstand erzeugt, der die Nummer noch sicherer fixiert.

Wer jetzt Angst hat, dass die Magneten nicht halten werden, sollte sich mal im Elektronikbauteilefachhandel  einen Neodym-Magneten zeigen lassen. Gerade die den kleinen Exemplare, die man nicht richtig in die Finger bekommt sind fast nicht mehr auseinander zu ziehen.

Die RaceDots gibt es in unterschiedlichen Farben. Es ist aber auch möglich, sich ein Custommade Design zukommen zu lassen. Das wird dann allerdings etwas teurer, da man hier gleich 200 Stück abnehmen muss. Für einen Verein aber vielleicht eine nette Idee, wenn am Ende des Jahres noch Budget übrig sein sollte.

Zwei Nachteile sind mir dann aber doch noch aufgefallen. Zum einen sind die RaceDots nur bedingt für Triathleten einsetzbar, da hier die Nummer beim Radfahren hinten und beim Laufen vorne getragen wird. Es wäre interessant zu wissen, ob die RaceDots stark genug sind umd die Nummer sicher an einem Starnummernband zu halten. Am Startnummernband wird die Nummer ja nur an zwei Punkten befestigt. Zum anderen sind die Teile nicht ganz billig. 5 Stück kosten 20 $. Das könnte man vielleicht noch investieren. Leider werden hier für den internationalen Versand 22 $ aufgerufen. Damit wird das Ganze so teuer, dass sich das eigentlich schon nicht mehr lohnt.

Günstiger, auf Grund der Abmessungen vermutlich besser zu handhaben und vorallem sofort zu bekommen  - Fixpoints-Laufnummermagneten (Bild: © fixpoints)
Günstiger, auf Grund der Abmessungen vermutlich besser zu handhaben und vorallem sofort zu bekommen – Fixpoints-Laufnummermagneten
(Bild: © fixpoints)

Wem das zu teuer ist, die Lieferzeit zu lang und Crowdfunding zu riskant ist kann sich mal die FixPoints anschauen. Hier kann man auch schön sehen, dass wenn ein Produkt auf einer Kickstarterplattform als einzigartig, neu und innovativ gepriesen wird es nicht unbedingt heißt, dass nicht doch schon andere auf die selbe Idee gekommen ist. Die FixPoints kommen direkt aus einem deutschen Shop und kosten pro Set nur 9,90 €. Sind aber etwas größer als die RaceDots, was der Anbringung und dem Ablösen aber durchaus zuträglich sein kann. Bei FixPoints gibt es sogar ein, auf Magnete basierendes Starnummernband. Leider hat das eine Tasche mit angenäht, die ich beim Wettkampf nicht unbedingt mitschleppen möchte.

Die Idee mit dem Magneten an sich ist so gut, dass man vielleicht auch mal einen Versuch mit normalen Neodym-Magneten starten könnte. Die sind dann zwar nicht gebrandet, kosten dafür aber auch nur einen Bruchteil der RaceDots und auch noch ein ganzes Stück weniger als die FixPoints.

Einfach eine Magneten in Unterlegscheibenform mit Loch in der Mitte und einen Magneten in Kugelform, so dass die Startnummer noch etwas besser zusammengequetscht wird. Wenn man den Unterlegscheiben-Magneten an einem Startnummernband festklebt dürfte das auch für Triathlon funktionieren.  Ein Versuch ist es wert.

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