Neues Spielzeug - das Oneplus One Smartphone mit Cyanogenmod (Bild: © O.Thiele)
Neues Spielzeug – das Oneplus One Smartphone mit Cyanogenmod (Bild: © O.Thiele)

Eins vorweg: Ich habe leider keine Invites zu verteilen.

Nachdem das geklärt ist stellen wir uns erst mal die Frage, warum zum Teufel ich mich mit dem Oneplus One beschäftige. Konkrete Smartphones habe ich bis jetzt im Blog noch nicht betrachtet und das Oneplus dürfte wohl eins der momentan mit am stärksten reviewten und beschriebenen Smartphones im Netz sein… obwohl es momentan nur bedingt zu haben ist.

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach. Ich habe doch tatsächlich letzte Woche ein Invite bekommen und nun ein schönes, neues Oneplus One auf meinem Schreibtisch liegen. Neues Spielzeug ist doch was feines, besonders, wenn es für die gebotene Leistung erstaunlich günstig ist und zu einem guten Zeitpunkt kommt. So hat mein altes Galaxy Note 2 vor kurzem von Samsung das Update auf Android 4.4.2 bekommen. Da dies das zweite Hauptupdate für das Note 2 war kann man glaube ich davon ausgehen, dass ein Update auf Android L von Samsung wohl nicht mehr für das Note 2 erscheinen dürfte. Da kann man dann auch mal wechseln.

Na gut, ein paar Kommentare will ich mir dann doch nicht verkneifen. Nachdem man das Oneplus aus seiner wirklich sehr stylischen Verpackung geschält hat fällt einem zuerst die samtige Rückseite des Phones auf. Fasst sich sehr angenehm an und bietet guten Grip. Ich hoffe nur, dass das nicht irgendwann mal speckig wird. Wäre aber auch kein Drama, da man ja alternative Rückseiten kaufen kann. Die Bambus-Variante gefällt mir zum Beispiel ganz gut.

Da die Abmessungen des Oneplus mit denen des Note 2 relativ identisch sind ist für mich diesbezüglich keine große Umgewöhnung notwendig. Sogar meine Bouletta-Tasche kann ich weiter nutzten. Zwar schaut das One ein, zwei Millimeter oben raus, stört mich aber nicht. Muss mal ausprobieren, ob es auch in meine Autohalterung pass. Der Stromanschluss befindet sich ja auch an gleicher Stelle.

Samt und (be)sonders - die Rückseite des One (Bild: © O.Thiele)
Samt und (be)sonders – die Rückseite des One (Bild: © O.Thiele)

Den größten Big Win, den ich im Handling bis jetzt ausgemacht habe, dürften die Gesten sein, mit denen man das One im Stand-by steuern kann. Einen Kreis malen… Kamera öffnet sich. Zwei Finger von oben nach unten wischen… Musik geht an oder aus. Pfeil nach rechts oder links… Stück wiederholen oder nächstes Lied. V malen… Licht an/aus. Es wäre fein, wenn man sich da noch andere Gesten ausdenken könnte. Kommt vielleicht noch mal irgendwann. Habe mich aber schon sehr schnell dran gewöhnt.

Der größte langfristige Big Win dürfte die werksseitige Unterstützung von Cyanogemod sein. Das lässt hoffen, dass man schön lange immer recht flott mit einem aktuellen Android versorgt wird.

Der einzige Punktabzug, den ich bis jetzt ausmachen konnte, ist die Telefon und Kontakt-App. Die ist so gebaut, dass wenn man auf einen Kontakt klickt sofort ein Anruf gestartet wird. So habe ich durch reines rumscrollen in den Kontakten ausversehen jemanden angerufen, den ich schon seit Jahren nicht mehr gesprochen habe. Gut, war nett sich mal wieder unterhalten zu haben, aber etwas weniger zufällig und fremdbestimmt wäre mir lieber gewesen. Habe mir jetzt erst mal Rocket Dial als Ersatz installiert. Da ist es nicht ganz so gefährlich durch die Kontakte zu wischen.

Alles in Allem bin ich vom Oneplus One sehr angetan. Schaun mer mal, ob das auch so bleibt.

Ach ja, der größte Nachteil, den andere Sites ausgemacht haben, die Verfügbarkeit des Oneplus, ist natürlich ärgerlich. Man darf aber nicht vergessen, dass dadurch Lieferengpässe gar nicht erst aufkommen. Wie groß wäre das Geschrei, wenn Hundertausende bestellen und ihr Telefon erst zwei, drei Monate später erhalten würde. Daran kann doch auch keinem gelegen sein.

Das Einzige, was ich Oneplus bei dem Invite-System vorwerfen möchte ist das fehlende Gespür für die Kundschaft und eine gewisse Überheblichkeit, mit der sie ihre Aktionen an den Mann bringen. Von einem Storm of Invites zu sprechen, wenn 100 Einladungen an fünf bis sechsstellige Mengen an Interessenten werden ist entweder zynisch, ignorant oder einfach nur großkotzig. Aber besser schlechte Presse als gar keine Presse. So bleibt man zumindest in Erinnerung. Schade nur, dass der dadurch entstehende Ruf nicht mal ansatzweise dem Produkt, das es hier zu erwerben gilt, gerecht wird.

Übrigens, wer nicht mehr abwarten will, bis er eine Einladung bekommt kann sich problemlos bei Ebay ein Oneplus One ersteigern. Kostet dann im Schnitt zwar 50 bis 80 Euro mehr, ist aber trotzdem für das Gebotene noch sehr günstig.

You might also enjoy: