Ein weiterer Ringgeist - der Mota Smartring (Bild: indiegogo/ © Mota)
Ein weiterer Ringgeist – der Mota Smartring (Bild: indiegogo/ © Mota)

Wir hatten ja schon lange keine Smart-Ringe mehr. Und das aus gutem Grund. Die bis jetzt im Blog vorgestellten Smart-Ringe kämpfen nämlich alle noch mit der Umsetzung.

Am dichtesten dürfte da wohl die Ring Clock ihrem Ziel sein. Hier kämpft man noch mit dem Akku. Dafür gibt es aber schon wirklich funktionierende Prototypen zu sehen.

Beim Smarty-Ring ist man den indiegogo-Updates zufolge noch erheblich weiter vom Ziel entfernt. Und wenn ich das auf die Schnelle so überblicke ist das Volumen des Ringes mittlerweile so weit angeschwollen, als ob da ne Hornisse reingestochen hätte.

Wenn man sich solche Projekte anschaut kann man ungefähr vorhersehen, wo der Mota SmartRing landen wird. Da hilft es auch nicht, dass Mota vor kurzem auch schon auf indiegogo knapp erfolgreich gefundet worden ist. Ich finde es jetzt zwar nicht so verwerflich, beide Töpfe abzugrasen. Das Problem ist nur, dass hier mal wieder mit viel Luft um ein Produkt geworben wird, dass so vermutlich nicht umzusetzen ist.

Do was ist der Mota SmartRing? Ganz einfach. Mota ist ein Ring mit einem eingebauten Display, das diverse Benachrichtigungen von einem gekoppelten Smartphone anzeigen kann. Quasi eine Companion-Watch am Finger.

Eine der wenigen technischen Informationen, die die Kampagne enthält besagt, dass dies via Bluetooth 4.0 passieren soll. Die einzige Information, die ich zum Display aus der Kampagnenbeschreibung herausgelesen habe ist, dass es sich um ein LED Screen handeln soll. Interessant, denn die Renderings sehen eher nach OLED aus.

Da der Ring auch gleichzeitig eine Touch-Oberfläche enthalten soll ist dadurch die Navigation durch die Nachrichten möglich. Bezüglich nicht gewollter Eingaben, da man das Teil ja dauerhaft am Finger trägt, gibt es keine Informationen, wie das verhindert werden soll.

Auch wie sich das Display einschaltet ist noch ein Geheimnis oder schlicht und einfach noch nicht durchdacht.

Das Ganze scheint mir also dann doch noch sehr vage. Der gezeigte Prototyp (immerhin gibt es etwas in der Art) erinnert dann von der Form eher wieder an das aufgeschwollene aktuelle Design des Smarty-Rings und mehr als eine kleine, blinkende LED ist dort auch nicht zu sehen. Wie die Damen und Herren das in das finale Design in der kurzen Zeit quetschen wollen ist mir ein Rätsel.

Bis jetzt hat noch kein Crowdfundig-Projekt oder größerer Hersteller es geschafft, ein LCD-Display marktreif in einem Ring zu integrieren. Mir hat Mota jetzt nicht überzeugend darlegen können, warum die da jetzt mehr Erfolg haben sollten.

Der Platz für einen Akku ist minimal. Selbst wenn man einen Hersteller finden sollte, der das Format hin bekommt, kann man glaube ich davon ausgehen, dass die Laufzeit so eines Ringes eher verhalten ausfallen dürfte. Erst recht, wenn ein LCD-Display verbaut sein sollte.

Als letztes kommt mir dann der Preis auch noch zu niedrig vor. So ein Stück Technik für nur 75$ auf die Beine zu stellen? Glaub ich nicht dran.

Selbst, wenn man bei dem Betrag nun nicht Haus und Hof verpfänden muss kann ich allen nur davon abraten, dort mitzumachen. Ich vermute mal ganz stark, dass in frühestens einem Jahr die Unterstützer etwas in den Händen halten werden und das wird mit den gezeigten Renderings nicht viel gemein haben. Aber man lässt sich ja gerne eines Besseren belehren. Zeigts uns, Mota.

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