Eine Uhr aus einer Festplatte - die HDDWatch (Bild: indiegogo/© hddwatches.com)
Eine Uhr aus einer Festplatte – die HDDWatch (Bild: indiegogo/© hddwatches.com)

Habe ich nicht vor kurzem geschrieben, dass für meinen Geschmack ein bisschen die Luft aus dem Uhrenthema raus ist? Was schert mich mein Geschwätz von gestern. So sind gerade frisch ein paar interessante Ansätze eingetrudelt. Der Ansatz, der mich am meisten anspricht dürfte die HDDWatch sein, die man gerade bei indiegogo unterstützen kann.

Aber was ist an dem Teil so cool? Ist es ne Smartwatch, die die Applewatch in die Tasche steckt? Nein. Ist es endlich mal eine runde e-Ink-Uhr mit 2 Monaten Laufzeit? Auch nicht. Was ist es dann? Ganze einfach. Es ist eine Uhr. Eine Uhr, die wirklich nur die Uhrzeit anzeigen kann, und das nicht mal wirklich präzise, da sie ohne Ziffern daher kommt.Nicht mal Datum oder ne Stopuhr sind eingebaut.

Der Punkt der Geschichte ist das Gehäuse. Es wird nämlich eine Mirco-Festplatte genommen, geöffnet und mit einem Quarz-Uhrwerk versehen.

Als Ziffernblatt muss die Magnetscheibe der Festplatte herhalten. Dieser Aufbau garantiert natürlich neidische Blicke eines jeden technologisch interessierten Mitmenschen. Ein Must-Have für den Nerd und mit 100 Euro für den Early Bird sogar recht billig. Und da die Uhren in Frankreich endgefertigt werden muss man sich nicht mal Gedanken um Zoll und Steuern machen. Sogar der Versand innerhalb der EU ist inklusive.

Der technische Aufbau ist recht einfach. Die Festplatten existieren schon. Es wird ein handelsübliches Quarzwerk genommen und eingesetzt. Eine gute Entscheidung. Es ist ja leider Mode geworden, halbgare Automatik-Uhrwerke mit zweifelhafter Präzision zu verbauen, die dann 30 Sekunden am Tag verlieren. Mir ein Rätsel, warum da momentan alle drauf stehen. Erst recht, wenn man das Automatikwerk nicht sieht.

Über das Platinen-Layout der Armbandes kann man sich streiten. Aber ich denke, da an der Uhr eine Standardaufnahme für Armbänder angebracht ist kann man das ja nach Belieben austauschen. So eine Uhr verdient meines Erachtens auf jeden Fall ein Metall-Armband.

In Anbetracht der Tatsache, dass hier das Rad nicht neu erfunden wird und es um eine originelle Idee geht, die mit handwerklichem Geschick gut umsetzbar zu sein schein ist das Risiko bei der Geschickte glaube ich kalkulierbar. Lediglich der Liefertermin ist mir etwas zu knapp bemessen. Wenn die Kampagne am 17.12. endet ist ein Lieferdatum im Dezember doch sehr sportlich. Wobei nach angaben des Initiators momentan nur noch die Verpackung produziert werden muss. Die Teile für die Uhrenproduktion sind schon vorhanden und warten darauf, verbaut zu werden.

Wer die Uhr also zu Weihnachten verschenken möchte sollte vorab also mal nachfragen, ob er sein Exemplar auch ohne die Verpackung bekommen kann. Vielleicht klappt es dann ja noch.

Wer noch etwas mehr sehen möchte kann sich dieses Vorabreview noch mal anschauen:

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