Mal richtig über den Schreibtisch driften - Dr!ft (Bild: kickstarter/© drift-racer.com)
Mal richtig über den Schreibtisch driften – Dr!ft (Bild: kickstarter/© drift-racer.com)

Kleine Fernlenk-Fahrzeuge haben es mir ja schon immer angetan. Da kommen die kleinen Dr!ft-Renner doch genau richtig.

Ich habe ja schon ein paar Versuche in den Bereich RC-Mini-Fahrzeuge unternommen. Bis jetzt durchgehalten hat da eigentlich nur mein kleines ZipZap, das ich mir 2002 aus Boston mitgenommen habe. Fährt immer noch und macht mittlerweile meinem Nachwuchs Freude.

Die weiteren Versuche, hauptsächlich eher im Bereich Mini-Panzer, waren leider durch die Reihe weg Reinfälle. Habe es leider nie geschafft, mir richtige Combat-DigiQs zu organisieren. In der Regel kranken die kleinen Dinger ja meist daran, dass diese keine proportionale Steuerung besitzen. Sie kennen nur „an“ oder „aus“. Eine Dosierung des Tempos ist da nicht möglich. Außerdem ist das Tempo der Flitzer meist im Vergleich zur Größe albern hoch, so dass nur bedingt Fahrspaß aufkommt.

Von der Haltbarkeit der meisten China-Kracher will ich gar nicht erst anfangen.

Wie im echten Leben, Dr!ft!

Die Dr!ft Autos haben sich jetzt genau meiner beiden Haupt-Problemzonen  angenommen. Über eine entsprechende App und einem mit Sensoren vollgestopften Auto soll sich selbiges maßstabsgetreu genau so verhalten, wie es ein echtes Auto tun würde. Das geht so weit, dass man damit sogar um die Kurve driften kann. Blockierende Hinterräder mit angezogener Handbremse inklusive. Ok, das ist bei dem Namen jetzt keine Überraschung.

Die Autos sind im Maßstab 1/43 gefertigt und etwa 11cm lang. Das bedingt dann, dass auch das Tempo der Schüsseln genau 1/43 vom Original betragen soll. Und wenn man sich das Video der Prototypen so anschaut scheinen die Macher das auch wirklich gut hinbekommen zu haben.

Gesteuert wird mittels Bluetooth gekoppeltem Smartphone. Ich hoffe mal, dass hier auch eine Steuerung möglich sein wird, die nicht über Neigung funktioniert. Bin kein Fan von Neigungssteuerung. Zu ungenau.

Sound (leider nur aus dem Smartphone) und Licht dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Abgetastet

Auch die „Future Extensions“ klingen interessant. Durch die eingebauten Sensoren soll es möglich sein, den Untergrund zu analysieren und das Fahrverhalten entsprechend anzupassen. Das ist zwar nicht so spannend, wenn man nur über den Fischgrät-Parkett  in der Wohnstube flitzt. Hat man aber eine entsprechende Rennbahn unter den Reifen kann das spannend werden. Wir stellen uns aufgedruckte Öl-Flecken vor, die den Sensor entsprechend veranlassen, die Lenkung zu beeinflussen.

Wirklich viel Spaß wird Dr!ft vermutlich aber erst machen, wenn man gegen einen anderen Fahrer antreten kann. Bei 129 € für den Early Bird muss man da schon Freunde im Bekanntenkreis haben, die genauso bekloppt sind, wie man selbst.

Wie immer stellt sich auch bei Dr!ft die Frage, ob man denn überhaupt am Ende ein Brauchbares Produkt in Händen halten wird. Ein paar Punkt sprechen momentan für dafür, dass die Chancen hier durchaus gegeben sind. Zum einen sollen die Autos komplett in Deutschland hergestellt werden. Das ist zwar keine Garantie, macht die Abstimmungswege aber deutlich einfacher.

Über den Vorteil deutscher Ansprechpartner muss ich wohl kaum etwas sagen.

Zum anderen machen die Prototypen einen sehr guten Eindruck. Oft wird hier in der Präsentation ganz gerne mal getrickst. Auf mich machen die Aufnahmen aber einen sehr realen Eindruck.

Ob sich das Ganze dann aber letztendlich auch in die Serie überführen lässt und wie sich die Stabilität der kleinen Renner verhält kann man im Vorhinein freilich nicht beurteilen.

Trotzdem dürften in diesem Falle der Habenwollen-Reflex die üblichen Bedenken durchaus überwiegen können. Manchmal muss man auch mal etwas riskieren.

(Bild: kickstarter/© drift-racer.com)
(Bild: kickstarter/© drift-racer.com)

Tl;dr

The Dr!ft sind kleine fernsteuerbare Rennautos, die sich proportional zu ihren realen Vorbildern steuern lassen sollen.

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