Smartwatch in Armreifform - Eyecatcher (Bild: kickstarter/© LOOKSEE LABS)
Smartwatch in Armreifform – Eyecatcher (Bild: kickstarter/© LOOKSEE LABS)

Die smarten Armbänder scheinen ja gerade wieder envogue zu werden. Nach dem Wove Band erreicht jetzt das nächste Exemplar das Netz. Bei Kickstarter ist jetzt das Eyecatcher Smartband an den Start gegangen.

Ähnlich wie das Wove wird beim Eyecatcher auch ein e-Ink-Display verwendet. Das Display soll mit 150 dpi auflösen. Im Gegensatz zum Wove ist der Eyecatcher jedoch nicht flexibel aufgebaut sondern ein starrer Armreif. Auch eine Eingabemöglichkeit sucht man vergebens. Keine Knöpfe, kein Touchscreen. Wenn sich das bewahrheitet degradiert das Teil sich somit leider zum reinen externen Monitor und ist somit komplett auf ein per Bluetooth gekoppeltes Smartphone angewiesen, zumindest wenn das Band mehr machen soll als nur schöne Muster anzuzeigen.

Mit 8 MB Speicher sind auch nicht große Sprünge zu machen. Auch hier wird noch mal die Abhängigkeit vom Smartphone unterstrichen. Da passen dann auch nicht viele Bilder rein, mit denen man den Look des Bandes ohne Smartphone wechseln könnte.

Selbst beim Akku werden kleine Brötchen gebacken. 100 mAh sind nicht gerade viel. Immerhin ist es hier von Vorteil, dass so schmalbrüstige Hardware verbaut wird. Das dürfte der Laufzeit eindeutig zugutekommen. Ob es jedoch realistisch ist, mit einer Ladung wie beworben 1 Jahr Laufzeit zu schaffen, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Hier wird nämlich lediglich der Energieverbrauch des Displays beim Umschalten berechnet. Das dürfte bei der Laufzeit dann auch nur gut 20 mal am Tag passieren. Sobald das Band als Uhr oder für Nachrichtenanzeige genutzt wird sind die 20 Wechsel natürlich in erheblich kürzerer Zeit durch. Bei einem 10-Minuten-Intervall reduziert sich die Laufzeit laut Hersteller dann auch gleich schon auf 2 Monate.

Ein weiterer, nicht ganz so schöner Punkt ist die Art, wie das Gerät aufgeladen wird. Hierfür muss der gute, alte Micro-USB-Port herhalten. Ok, da hat man zumindest keine Probleme, eine Ladegerät für aufzutreiben. Ab dass der Wasserdichtigkeit zuträglich ist muss sich jedoch erst mal zeigen. Immerhin wird der Eyecatcher direkt am Handgelenk getragen. Regen und Hände waschen sollen machbar sein. Mehr sollte man jedoch nicht wagen.

Und noch was. Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe ist nur eine iPhone-App bis jetzt angedacht. Ob Android-Nutzer auch zu Zuge kommen wird ist noch nicht absolut bestätigt. „Es wird noch dran gearbeitet“.

Das Design scheint mir eher auf die modebewusste Kundschaft abzuziehlen. Es soll Versionen in Stahl mit Plastikeinlagen, Bronze und Silber, jeweils in drei Größen, geben. So ergeben dann auch die durchwachsenen technischen Eigenschaften auch ein bisschen Sinn. Mir scheint der Eyecatcher eher als modisches Accessoire gedacht und nicht als Informationszentrale am Handgelenk.

Ob man dafür dann ab 240 $ plus Nebenkosten auf den Tisch legen will muss jeder für sich entscheiden.

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