Unter den nicht ganz so utpoischen Produkten mein persönliches Highlight dr CES 2015, die Garmin Fenix 3 (Bild: © Garmin)
Unter den nicht ganz so utpoischen Produkten mein persönliches Highlight dr CES 2015, die Garmin Fenix 3 (Bild: © Garmin)

Warum habe ich eigentlich kein Artikelfeuerwerk zur CES gestartet? Eine gute Frage, die mir an der einen oder anderen Stelle schon gestellt worden ist. Die CES ist für mich so ein kleines Problem. Zum einen muss ein Hobby-Blogger natürlich nebenbei noch arbeiten. Wenn dann die News über neue Gadgets eintrudeln kann man natürlich nicht gleich loslegen und seine Meinung Kund tun. Vielmehr wartet man bis zum Abend, bis das Kind im Bett ist und hat bei sehr vielen neuen „Wunderwerken“ dann genügend Zeit zum nachsinnen gehabt, ob es sich dabei wirklich um ein Wunderwerk handelt.

Es wäre natürlich schön, sich eine CES mal direkt vor Ort anzuschauen. Dann würden sicherlich auch diverse Artikel kommen. Wäre auch erheblich einfacher mit der Bebilderung der Artikel, da man die Bilder selber machen könnte und nicht auf die Hoffnung angewiesen ist, dass die Hersteller der begehrten Neuheiten auch schon Pressebilder online gebracht haben.

Aber das eigentliche Problem dürfte folgendes sein: Wirklich innovatives ist auf so einer Messe in den letzten Jahren eher selten geworden. Bahnbrechende Produkte kleiner Startups sieht man meist vorab auf den üblichen Crowdfunding-Plattformen. Schönstes und spannendstes Beispiel der diesjährigen CES dürfte da The Dash sein. Da scheint die Entwicklung ja langsam soweit gediehen zu sein, dass die Auslieferung an die Backer kurz bevor steht. Zwar nicht ganz im Zeitplan, für ein so ambitioniertes Projekt aber mehr als erstaunlich. Hut ab und Gratulation für die Macher. Zwar gab es wohl ein paar technische Probleme auf der Messe, so dass heise die Ohr-Knöpfe nicht richtig in Aktion erleben konnte. Ein nettes Hands-On gibt es aber wieder mal bei dcrainmaker.com.

Die Produkte der alt eingesessenen Firmen waren bis auf wenige Ausnahmen eigentlich nur Weiterentwicklungen bestehender Produkte. So hat Sony ein Metall-Armband für seine Smartwatch 3 vorgestellt. Boah.

Withings stellt mit der Activite Pop eine billige Version seiner Activité- Fitnesstracker-Uhr her. Letztendlich auch nicht wirklich innovativ, auch, wenn sich so manch einer über einen günstigeren Preis bei der Uhr freuen wird. Mir persönlich sieht sie dann aber doch wieder zu sehr nach Plastik aus.

Withings Activite in
Withings Activite in “günstig” – die Pop-Version (Bild: © Withings)

Die Alcatel-Uhren mögen auf Grund ihres günstigen Preises auch noch eine Erwähnung wert sein.

Eine Runde mehr Innovation findet man bei Lenovos VIBE Band. Wobei, so richtig Innovation sind die auch nicht, wird hier ein Fitnesstracker mit e-Ink-Display gepaart. Erinnert dann doch etwas an die Pebbel. Das Format des VIBE Band’s finde ich etwas gewöhnungsbedürftig. So ganz schmal sieht mir etwas zu feminin aus. Müsste man aber mal am eigenen Handgelenk betrachte.

Konkurrenz für die Pebble? Das Lenovo VIBE Band VB10 mit e-Ink-Display (Bild: © Lenovo)
Konkurrenz für die Pebble? Das Lenovo VIBE Band VB10 mit e-Ink-Display (Bild: © Lenovo)

Und wo wir schon mal die Pebbel erwähnt haben… es ist doch sehr schade, dass hier kein neues Modell angekündigt worden ist. Die technische Plattform der Pebble ist ja nun schon zwei Jahre alt. Da wird es langsam mal Zeit, dass da etwas modernisiert wird. Der Speicher der Pebble könnte dringend etwas mehr Platz gebrauchen. Auch bezüglich Display-Größe und Auflösung wäre es endlich mal an der Zeit, etwas mehr Größe zu wagen. Pebble muss aufpassen, dass sie ihren Vorsprung nicht verspielen. Schade, schade.

Genauso schade fand ich auch, dass Oculus immer noch keinen Marktstart für die Rift angekündigt hat. Aber das entspringt dann wohl auch meiner Gier auf das Teil. Wer weiß, was die da noch alles reinbauen wollen. Die Immersion wird ja mit jedem Entwicklungsschritt größer. Der Rest, der bezüglich VR auf der CES durch die Presse gegeistert ist, dürfte meines Erachtens als nett, aber nicht wirklich weltbewegend sein. Die 105. Variante einer VR-Halterung für Smartphones, so einige Rift-Clones, die aber alle nicht an das Original heran kommen… eher nice to have. Aber Konkurrenz belebt das Geschäft. So gesehen nicht verkehrt, motiviert mich aber nicht, drüber zu schreiben.

Wenn wir mal von Activetainment’s Ebove B\01 smart bike und dem Sony Smart B-Trainer Headset absehen (über die habe ich ja schon geschrieben), gibt es eigentlich nur zwei Produkte, die bei mir den Habenwollen-Reflex angesprochen haben. Zum einen war das die vívoactive™-Smartwatch von Garmin und zum anderen die Fenix 3, auch von Garmin.

Garmins erste als Smartwatch psoitionierte Uhr, die VivoActive. Könnte was werden (Bild: © Garmin)
Garmins erste als Smartwatch psoitionierte Uhr, die VivoActive. Könnte was werden (Bild: © Garmin)

Die vivoactive finde ich spannend, weil Garmin endlich mal eine Uhr als Smartwatch positioniert. Garmin hat ja sehr viel Erfahrung beim Bau von Sportuhren, weiß also, wie man vernünftige und haltbare Hardware auf die Beine stellt. Das lässt hoffen, dass die vivoactive ein gut durchdachtes Produkt werden wird.

Die Fenix 3 hat es mir am meisten angetan, auch wenn es sich hier auch nur um eine Weiterentwicklung handelt. Sie nimmt die Features der Garmin FR920XT Triathlon Watch, verzichtet jedoch auf deren Kaugummiautomaten-Optik. Damit hätte Garmin dann auch meinen einzigen Kritikpunkt an der FR920XT ausgemerzt.

Viel mehr von CES 2015 ist bei mir nicht wirklich hängen geblieben. Aber wie es auf Messen ja immer so ist.. meist werden ja Prototypen vorgestellt oder die angekündigten Produkte sind erst ein paar Monate später wirklich zu erwerben. Ich vermute, dass uns dann das eine oder andere Kleinod, das mir jetzt entgangen ist hier noch mal über den Weg laufen wird.

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