Die Alphaversion der Avegant Glyp VR-Brille. Ich hatte Geordie La Forge anders in Erinnerung. (Bild: © Avegant)
Die Alphaversion der Avegant Glyp VR-Brille. Ich hatte Geordie La Forge anders in Erinnerung.
(Bild: © Avegant)

So als Hobby-Blogger hat man es ja nicht leicht, mit den Profis mithalten zu können. Da man nur abends dazu kommt, sein Mitteilungsbedürfnis auszuleben, ist man nur selten der Erste, wenn es etwas Spannendes oder Neues aus der Welt der Technik und Gadgets zu vermelden gibt. Umso schöner, wenn man sich einbilden kann, als erster etwas auf das Tablett gebracht zu haben. Konkret geht es um den Geordi Laforge-Vergleich aus meinen Artikel „Einmal Geordi La Forge sein – die Avegant Glyph VR-Brille“ aus dem Dezember.

Den gleichen Vergleich zieht jetzt nämlich Golem in seinem CES Hands On-Bericht über die Glyph. Gleich im Intro. Da ich mit dem Keyword Avegant Glyph zuweilen schon auf Seite vier (eine Laola-Welle bitte) bei Google komme, kann ich mit Fug und Recht behaupten, möglicher Weise vielleicht ein bisschen der Quelle der Inspiration gewesen zu sein. Gut, beweisen kann ich es nicht und so ein  Vergleich ist ja auch wirklich naheliegend. Aber Einbildung ist doch immer noch die beste Bildung und außerdem gut fürs Ego.

Lassen wir jetzt mal die persönlichen Befindlichkeiten außen vor und konzentrieren und auf die Fakten.

Die Avegant Glyph ist ja wohl die erste VF-Brille im Consumer-Bereich, die nicht mit einem Bildschirm arbeitet sondern anders herum das Bild auf die Netzhaut projiziert. Das soll zum einen ein besseres Bild ergeben und zum anderen Augenschonender sein.

Zwar wird mit zwei Funktionsmodi geworben (Kopfhörer solo und Video-Brille mit Tone), der Kopfhörer –Solo-Mode dürfte aber eher weniger von Interesse sein. Für den zu erwartenden Preis sollte man sich vermutlich erheblich bessere Klangerzeuger aufs Ohr holen können.

Einen guten Überblich über den aktuellen Prototypen, der den Renderings schon recht nahe kommt kann man sich bei Golem anschauen (wo wir wieder bei Geordi La Forge wären).

Neben dem neuen Prototypen beglückt uns Avegant außerdem mit neuem Bildmaterial, dass schön die Vorteile der Glyph aufzeigen soll.

So zeigt uns folgendes Bild, welches Erlebnis man als Vergleich heranzieht: Kino. Durch den Betrachtungswinkel von 45 Grad soll richtiges Kinofeeling aufkommen. Zum Filme schauen ist das wohl auch sehr gut, schließlich will man ja alles im Blickfeld haben und nicht alles, was am Rand passiert verpassen. Zum spielen ist dies jedoch nicht so perfekt. Hier leidet die Immersion. Wer eine reine Spielebrille will sollte also eher die Oculus Rift ins Auge fassen.

Wie im Kino (Bild: © Avegant)
Wie im Kino (Bild: © Avegant)

Einer der Hauptvorteile wie oben schonerwähnt ist die höhere Pixeldichte durch die Projektion. Daraus resultiert ein erheblich verringerter Fliegengitter-Effekt. Wer die aktuelle Rift oder eine Dive mit nem 1280×720-Smartphone schon als ausprobiert hat wird wissen, was ich meine.

Vergleich zwischen Projektion und herkömmlichen Displays. (Bild: © Avegant)
Vergleich zwischen Projektion und herkömmlichen Displays.
(Bild: © Avegant)

Und zum Schluss noch mal ein Blick auf die Funktionsweise der Glyph. Eine Low-Power LED bestrahlt ein Array aus Micro-Spiegeln. Die Technik dürfte vergleichbar mit den allseits bekannten DLP-Beamern sein. Diese etwas zwei Millionen Microspiegel lenken das Licht dann über die Optik der Brille direkt ins Auge des Betrachters und auf dessen Netzhaut. Sieht etwas gefährlich aus, soll aber ein sehr angenehmes Seherlebnis ermöglichen.

Einmal gebratene Netzhaut bitte. (Bild: © Avegant)
Einmal gebratene Netzhaut bitte.
(Bild: © Avegant)

Wenn man sich die Kommentare derjenigen anhört, die schon mal die Avegant Glyph in Aktion sehen könnten macht es eindeutig Lust, es auch mal auszuprobieren. Schade, denn ich befürchte, bis solche Brillen mal beim Elektronikmarkt zum testen rumstehen dürften noch Jahre vergehen. Kann man nur hoffen, so ein Teil mal auf einer Messe in die Hand zu bekommen. Oder man muss sich einfach mal eine kaufen.

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