Wo kann ich bestellen? Oculus Rift

Chic und leicht - die finale Version der Oculus Rift (Bild: © Oculus VR, LLC)

Chic und leicht – die finale Version der Oculus Rift (Bild: © Oculus VR, LLC)

Die Katze ist aus dem Sack. Eine schöne Katze. Die Consumer Rift ist heute vorgestellt worden und da kann ich ja nicht mit einem kleinen Kommentar sparen. Auf die verbaute Technik und die reinen Zahlen will ich da eigentlich gar nicht eingehen. Ohne das Teil in Aktion gesehen zu haben sind diese Zahlenspiele ja doch eher theoretischer Natur.

Was mir als erstes aufgefallen ist, dass die Art & Weise der Präsentation, die gefühlt Apple bekannt gemacht hat, sich ja wohl mittlerweile in der Branche durchgesetzt haben dürfte. Die einen machen es besser, die anderen nicht ganz so gut. Bei Oculus hätte es etwas flüssiger sein können. Die Herren auf der Bühne habe ja doch die eine oder andere Sprechpause eingelegt. Auch ist mir aufgefallen, dass doch sehr oft eher mit Standbildern gearbeitet wurde. Eine Livepräsentation wäre mir lieber gewesen. So hätte man doch mehr das Gefühl gehabt, ein finales Produkt vorgeführt zu bekommen.

Aber nichts desto trotz gefällt mir, was ich gesehen habe. Die Gestaltung der Rift gefällt und wenn man sich anschaut, wie diese gehoben und gehalten wurde scheint sie wirklich sehr leicht zu sein. Ich hätte auch gerne gesehen, wie leicht sie aufzusetzen ist. Entweder habe ich das übersehen oder es wurde auf der Bühne drauf verzichtet. Schade, besonders wenn man das Aufsetzen mit einer Baseball-Cap vergleicht.

Ein weiterer positiver Punkt neben der Gestaltung ist, dass nur ein Kabel notwendig ist, um die Rift an dem Rechner anzuschließen. Ich gehe mal davon aus, dass es sich um ein USB3-Kabel handeln wird. Aber bei den Rechneranforderungen sollte USB3 ja mittlerweile obligatorisch sein.

Ob es den X-Box-Controller wirklich braucht ist so eine Frage. Der ist zwar wirklich nicht schlecht, ab die doch eher verhaltenen Reaktionen im Publikum entlarven das dann doch als das was es ist: ein Marketing-Gag. Aber was soll‘s, wenn noch so ein Controller mit beigepackt wird kann ich damit leben.

Nintendo Nunchucks auf Steroiden - der Oculus Touch-Controller (Bild: © Oculus VR, LLC)

Nintendo Nunchucks auf Steroiden – der Oculus Touch-Controller (Bild: © Oculus VR, LLC)

Der eigentliche Start der Veranstaltung dürfte der Oculus Touch-Controller sein. In guter, alter Steve Jobs-Manier mit „One more thing“ angekündigt (wenn auch nicht so ganz eloquent) zeigte Palmer Luckey dann am Ende der Veranstaltung Oculus‘s Antwort auf das generelle Steuerungsproblem in der virtuellen Realität. Ok, die Dinger sehen ein bisschen aus wie Nintendo Nunchucks mit Spoiler. Dieser Spoiler ist mit LEDs zur Positionserfassung gespickt. Auch wenn Palmer ein bisschen wie ein Motivations-Trainer aus den guten alten Dot.Com-Zeiten aussieht, wenn er damit die Arme hoch streckt kann ich mir das Handling sehr gut vorstellen.

Die der E3 vorgezogene Veranstaltung ist sicherlich dem Geschuldet, dass man die ungeteilte Aufmerksamkeit erst mal auf sich ziehen möchte. Jetzt müssen Sony/HTC/Valve und wer da noch so alles kommt erst mal zeigen, was sie in der Schublade haben. Ich kann mir gut vorstellen, dass am Ende der E3 das Spiel wieder offener sein wird, als es jetzt den Anschein hat.

Mir stellt sich momentan nur noch folgende Fragen: Wann können wir vorbestellen und was wird uns der Spaß kosten. Aber bis Q1 haben wir ja auch noch etwas Zeit zu sparen und den betagten Rechner auf den aktuellen Stand zu bringen.

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