Von der Rolle – go-e ONwheel E-Bike-Antrieb zum nachrüsten

E-Motor zum Nachrüsten - go-e ONwheel (Bild: © go-e ONwheel)

E-Motor zum Nachrüsten – go-e ONwheel (Bild: © go-e ONwheel)

Scheinen ja gerade in Mode zu kommen. Nicht E-Bikes, die retten ja schon seit längerem der Rad-Branche den Jahresabschluss sondern E-Bike-Antriebe, die man nachrüsten kann. Zuletzt hatten wir hier im Blog den RELO-Antrieb angeschaut, bei dem das Getriebe am Tretlager angebracht werden musste.

Eine noch einfachere Nachrüst-Variante bietet jetzt das go-e ONwheel, das Ihr bei Kickstarter unterstützen könnt.

Die etwas älteren von Euch erinnern sich doch bestimmt nach an die alten Solex-Mofas, bei denen der Motor vorne über dem Vorderrad saß. Mit einer Rolle wurde hier das Rad angetrieben. Vorteil: Man konnte das Teil wie ein normales Fahrrad fahren, wenn der Moto aus war. Nachteil: Sah scheiße nicht so schön aus und je nach Wetter und Reifendruck konnte der Motor schon mal durchrutschen.

Mit dem gleichen Prinzip arbeitet das go-e ONwheel. Eine motorbetriebene Rolle wird an den Reifen gedrückt und treibt diesen an. Im Unterschied zu der Solex sitzt das go-e ONwheel jedoch nicht auf dem Vorderrad sondern wird dort montiert, wo normalerweise der Fahrradständer angebracht ist. Es sitzt also kurz hinter dem Tretlager unter dem Rahmen und treibt das Hinterrad an. Der eigentliche Antrieb wird hier auch nur auf eine Halterung angesteckt und ist somit sehr schnell an und abbaubar.

Der Strom wird über einen Akku in Form einer Getränkeflasche geliefert. Hat sich ja mittlerweile auch schon eingebürgert, diesen so am Rad unterzubringen.

Die Steuerung übernimmt eine kleine, eher rudimentäre Steuereinheit, die am Lenker befestigt wird oder eine Smartphone-App.

Die EU-Kunden werden bei Auslieferung mit einer 250 Watt-Einstellung und den üblichen 25 km/h Maximal-Tempo leben müssen. Dies scheint aber wohl auch überschreibbar zu sein. Insgesamt soll der Antrieb nämlich bis zu 800 Watt bei 45 km/h leisten können Wer das dann allerdings freischaltet, sollte sich entweder um ein Versicherungskennzeichen bemühen oder nicht erwischen lassen.

Der Spaß ist mit 499 € jetzt kein absolutes Schnäppchen. Aber immerhin scheint der Prototyp schon funktionsfähig zu sein. Die Initiatoren kommen aus Österreich. Ein deutschsprachiger Support sollte als vorhanden sein. Wer sich jetzt an Crowdfundig nicht heranwagen möchte sollte warten, bis die Geschichte normal an den Markt gegangen ist. Mit einem normalen Preis von 599 € hält sich die Kickstarter-Ersparnis bei dieser Kampagne in Grenzen.

Wer also ein z.B. gutes MTB noch im Keller hat und schon immer ein Pedelec haben wollte sollte sich das Teil mal genauer anschauen. Ist allemal günstiger als der Neuerwerb eines kompletten Bikes.

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