Daddel-Zwerg – Tiny Arcade Mini-Spielhallenautomat

Klein, kleiner, am kleinsten - Tiny Arcade (Bild: kickstarter/© Tiny-Circuits.com)

Klein, kleiner, am kleinsten – Tiny Arcade (Bild: kickstarter/© Tiny-Circuits.com)

Kleine Spielekisten scheinen bei Kickstarter ja gerade sehr beliebt zu sein. Neben Pixel Vision und Starforce PI kommt jetzt das dritte transportable Spielesystem innerhalb weniger Tage bei kickstarter an den Start.

Das Tiny Arcade ist im Gegensatz zu den anderen beiden Kandidaten jedoch nicht so ganz erst gemeint. Zumindest scheint es so, wenn man sich das Kampagnen-Video anschaut. Damit will ich jetzt nicht sagen, dass die Kampagne nicht ernst gemeint ist. Das System macht einen finalen Eindruck und scheint zu funktionieren. Nur ob die Größe dem Spielvergnügen zuträglich ist kann ein bisschen bezweifelt werden.

Die Automaten sind so klein, dass sich selbst die Mirco-SD-Card groß ausnimmt. Mit 0,96“ Bildschirmdiagonale hat man weniger Schirm als auf einer durchschnittlichen Smartwatch. Die Eingabegeräte sind entsprechend maßstabsgerecht und somit auch eher was für kleine Finger.

Vom verbauten Arduino Zero Prozessor kann man auch keine Höhenflüge erwarten. Gut, dass das Display nur mit 96×64 Pixeln auflöst. Fall Out 4 kann man also nicht erwarten.

Vielmehr ist gute, alte Space Invader-Kost angesagt. Aber das passt ja auch zum Thema Arcade sehr gut.

Drei verschiedene Gehäuse kann man erstehen. Acryl, Holz oder eine 3D-gedrucke Variante. Die Dimensionen schwanken zwischen 75x40x32mm für die Acryl und Holzversion und 90x48x31mm für die 3D-gedruckte Version aus ABS.

Holz, Acryl und 3d-gedrucktes ABS stehen zur Auswahl (Bild: kickstarter/© Tiny-Circuits.com)

Holz, Acryl und 3d-gedrucktes ABS stehen zur Auswahl (Bild: kickstarter/© Tiny-Circuits.com)

Ok, so richtig begeistert klingt das jetzt nicht. Wenn man aber den Niedlichkeitswert mit einberechnet dann sind die kleinen Kisten der absolute Knaller. Was hätte ich als Kind dafür gegeben, meinen Playmobil-Männchen eine echte Spielhalle spendieren zu können. Bei einem so hohen Geekfaktor kommt man gar nicht umhin das Teil cool zu finden.

Auf Grund der geringen Prozessorleistung ist die Spieleausstattung wie schon gesagt überschaubar. Space Invader, ein Out Run-Clone, einmal Flappy Bird und ein Doom-Verschnitt laden aktuell zum spielen ein. Etwa 20 klassische Titel soll es zum Start der Konsole geben.

Hergestellt wird Tiny Arcade übrigens von Tiny Circuits, den Initiatoren von Tiny Durino. Man kann also wohl davon ausgehen, dass die Hardwarebasis schon alle Kinderkrankheiten hinter sich gebracht hat. Außerdem dürfte es von Vorteil sein, dass die Initiatoren schon kickstarter-Erfahrung haben.

Wer ein wenig Geschick beweist kann sich für 60 $ den Bausatz holen. Komplex soll der Zusammenbau aber nicht sein. Einfach ein bisschen zusammenstecken und fertig. Zusammengebaut kosten Holz und Acryl 75 $. Das 3D gedruckte Gehäuse kommt mit 150 $ schon etwas teurer.

Eigentlich ein Must-Have. Auf geht’s…

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