Schlagwort: Garten

Schneckenschutzwall – ich bau mir ein Hochbeet

Ein Hochbeet macht das Pflanzen leichter (Bild: O. Thiele)
Schutz vor Schnecke – ein Hochbeet macht das Leben leichter (Bild: O. Thiele)

Was tun, wenn das Gemüse Opfer gefräßiger Schnecken wird? Einfach, wir bauen uns ein Hochbeet. Ja, ich weiß. Bauanleitungen gibt es wie Sand am Meer. Aber eine mehr kann da ja auch nicht schaden. Im Grund will ich nur zeigen, wie simpel die Geschichte ist.

Als erstes klären wir mal kurz, wozu so ein Hochbeet gut ist. Das ist im Grund schnell runtergebrochen. Zum einen muss man sich beim bestellen, jäten und ernten nicht mehr so tief bücken und zum anderen ist es in einem Hochbeet einfacher, gefräßigen Schnecken Einhalt zu bieten. Und wenn man sich minimal Gedanken macht kann die Geschichte auch noch ganz chic aussehen. Was will man mehr. ... weiter lesen

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Winter is coming – Spontanes Igel-Haus für den Garten

Willkommen im Igelhotel. Ein Igel-Haus, schnell gebaut (Bild: miy.de/© O.Thiele)

Was macht man, wenn man einen Haufen Kinder im Garten beschäftigen muss und das letzte Retro-Game, das man gespielt hat, Sonic, the Hedgehog war? Richtig, man baut ein Igelhaus. Der nächste Winter kommt bestimmt und die kleinen Stacheltiere haben ja auch gerne ein stabiles Dach über dem Kopf.

Bauanleitungen gibt es im Netz zu Hauf. Für das spontane Projekt musste bei mir der Bauplan vom Nabu herhalten. Igelhotel mit separatem Schlafzimmer. Luxus pur und durch den abgetrennten Schlafbereich macht man es Katzen und Co. etwas schwerer an den Igel heran zu kommen. My home is my castle.

So ein Häuschen ist schnell gezimmert. Die Menge Holz hält sich in Grenzen. Erst recht, wenn wie bei mir noch vom Bau des Hochbeets so einiges an Holz übrig geblieben ist.

Mit der Handkreissäge arbeiten besser die Erwachsenen (Bild: miy.de/© O.Thiele).

Igel-Haus, mach’s Beste draus

Zuerst steht eine Inventur der eigenen Holzreste an. Soll das Igel-Haus mehr als einen Winter halten, ist zu empfehlen, etwas höherwertigeres Holz zu nutzen. Praktisch, wenn man noch etwas Sibirische Lärche und Siebdruck-Platten übrig hat.

Die benötigten Bretter sind gemäß der Anleitung schnell gesägt. Zum Markieren würde ich einen guten Winkel empfehlen. Geschnitten wird am leichtesten mit der Handkreissäge. Lediglich für den Eingang muss die Stichsäge herausgeholt werden.

Da wir hier nun nicht das CERN nachbauen, muss man sich nicht unbedingt millimetergenau an die Maße halten. Schaden kann es zwar nicht, Improvisieren ist aber erlaubt. Je nachdem, wie der Holzvorrat aussieht.

Mise en place (Bild: miy.de/© O.Thiele)

Schrauben schrauben

Nach dem Zuschnitt ist es schicklich, die Sägekanten glatt zu schleifen. Macht dem Igel zwar nicht viel aus, aber man will sich selber keinen Splitter in den Finger jagen. Wenn man das mit dem Schleifblock und nicht dem Bandschleifer macht ist das eine Arbeit, die auch gerne vom Nachwuchs erledigt werden kann.

Beim Zusammenschrauben ist, je nach Holzhärte und Dicke, Vorbohren zu empfehlen. Es sei denn, man findet Gefallen an ausgerissenen Schraublöchern. Auch hier ist der Igel an sich recht entspannt. Mietminderung wird er vermutlich nicht androhen.

Da ich dickes Holz verwendet habe, war eine Verschraubung des Daches nicht nötig. Es ist schwer genug, dass auch die geneigte Katze und der nächste Herbststurm es nicht runtergewuchtet bekommt. Zwei Führungshölzer, damit das Dach nicht verrutscht, sollten dann auf jeden Fall mit eingeplant werden.

Juchee, mit Séparée (Bild: miy.de/© O.Thiele)

Nachts sind alle Katzen Igelhäuser grau

Der größte Zeitfresser beim Bau dürfte die Bemalung sein. Hier hängt es wieder von der Holzwahl ab. Mit der Sibirischen Lärche und den Siebdruckplatten bin ich fein raus. Die Lärche muss nicht unbedingt gemalt werden. Sie ist sehr robust und graut lediglich mit der Zeit aus, wenn sie nicht bemalt wird.

Die Siebdruckplatten sind das Stabilste, was man in dem Bereich kaufen kann. Der altgediente Musiker weiß, warum aus dem Zeug die meisten Flight-Cases gebaut werden.

Die Dachleisten verschraubt am am einfachsten, in dem man das Haus umgekehrt auf das Dach legt und die Leisten dann positioniert. (Bild: miy.de/© O.Thiele)

All Hands on deck

Ist das Haus fertig muss der richtige Ort gefunden werden. Igel mögen es gerne ruhig und schattig. In einem Gebüsch oder einer Hecke fühlen sie sich am wohlsten.

Hat man das richtige Grundstück gefunden wird das Haus am besten auf zwei Dachlatten positioniert und gestellt. Von Außen können ein paar Blätter und Reisigzweige nicht schaden. Wenn die Wände des Igel-Haus nicht sehr dick sein sollten, ist jedes bisschen Isolierung von Vorteil.

Stellt das Haus am besten auch so, dass es bei Regen nicht in einer Pfütze steht. Nasse Füße mag ein Igel nicht. Wer es dem Igel ganz angenehm machen möchte sorgt dafür, dass der Untergrund aus Kies oder Sand besteht. Für das kleine Geschäft geht er nämlich nicht vor die Tür.

Zack, fertig ist die Laube (Bild: miy.de/© O.Thiele)

 

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Die Lärche und nicht die Nachtigall – vom Bau einer Sockelumrandung

Hat zwar etwas länger gedauert, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der fertige Sockel aus Lärche. (Bild: miy.de/O.Thiele)

Die Sockelumrandung meiner Laube ist endlich fertig. Hat ja nur 3 Jahre gedauert. Wenn das nicht ein guter Grund ist, mit dem Blog mal wieder etwas mehr Fahrt aufzunehmen. Der „Sommer“ neigt sich ja leider so langsam dem Ende entgegen (sigh).

Unser Laube steht jetzt schon etwas länger. September 2014 wurde sie aufgestellt. Aber wie es nun mal so ist, gab es seit dem Zeitpunkt eine kleine Baustelle, die ich immer wieder aufgeschoben habe und die mich immer gewurmt hat.

Der professionelle Laubebauer neigt ja dazu, Gartenlauben heutzutage auf ein Punktfundament zu stellen. Dieses schaut etwa 20 cm auf dem Boden heraus und hat den Vorteil, dass die Laube gut von unten belüftet wird. Muff und Schimmel wird so verhindert. Das ist plausibel. Nur hat man dadurch das Problem, dass man quasi unter dem Haus hindurchschauen kann.

Keine Augenweide. Aber immerhin ist die Umrandung schon abgelegt. (Bild: miy.de/O.Thiele)

Dieser Luftraum ist im Großen und Ganzen eigentlich nur ein ästhetisches Problem. Ok, Unkraut neigt dazu, hier zumindest an den Rändern hoch zu wuchern und wenn man Pech hat, baut sich der eine oder andere Hase unter der Laube sein Quartiert. Sollte aber im Grunde genommen kein großes Drama sein. Aber trotzdem, das Auge isst ja mit.

Schaffe, schaffe, Sockelumrandung baue

So eine Sockelumrandung zu bauen ist im Grunde genommen eine recht simple Sache. Man sollte nur folgendes beachten:

Die Unterlüftung des Hauses sollte weiterhin gewährleistet werden. Damit sich die Luft und vor allem Feuchtigkeit nicht unter dem Haus staut müssen also Luftschlitze verbaut werden.

Das verwendete Holz für die Umrandung sollte recht Wasser-resistent sein. Zwar steht bei richtiger Konstruktion das Holz nicht permanent im Wasser, jedoch kann man nicht sicher stellen, dass sich unter dem Haus nicht der Maulwurf austobt und seine Haufen gegen die Umrandung von innen wirft. Man darf ja auch nicht vergessen, dass die Rückseite der Umrandung nicht ohne größeren Aufwand zu malen ist.

Zu guter Letzt sollte das nahe Umfeld der Umrandung am besten so gestaltet werden, dass sich dort zum einen kein Wasser sammelt und zum anderen nicht zu viel Grünzeug die Laubenwand hocharbeiten kann.

Drei Punkte, über die man gerne etwas nachgrübeln kann. Wobei der eigentliche Aufschieber bei mir die Holzbeschaffung war. Aber dazu gleich mehr.

Kantsteine und Flies sind verlegt (Bild: miy.de/O.Thiele)

Stein im Brett

Fangen wir am besten mal von hinten mit der Bodenvorbereitung an. Die Hausumrandung sollte zum einen dafür sorgen, dass kein Unkraut dicht am Haus hochwächst. Außerdem wollte ich eine klar definierte Kante habe, an der ich mit dem Rasenmäher und dem Trimmer entlanggehen kann. Als Kür muss das Ganze dann noch schön aussehen und für unseren Maulwurf nicht so leicht zu durchbrechen sein, trotzdem aber noch genügend Wasser ablaufen lassen, damit es bei einem Regen dort nicht zu einem Stausee kommt.

So habe ich dann im letzten Jahr in etwa 20 bis 30 cm Abstand zum Haus mit 1m Beton-Rasenkanten eine Umrandung gelegt. Diese schaut etwa 5 cm aus dem Boden heraus, damit der Rasen nicht drüber wächst und ich später den inneren Bereich mit Kieseln ausfüllen konnte. Der innere Bereich wurde vorher natürlich großzügig mit Unkrautflies ausgelegt. So sollte der Regen genügend Möglichkeit haben, abzulaufen.

Damit die Meng benötigter Kiesel sich in Grenzen hält und der Maulwurf sich zweimal überlegt, wo er seinen Hügel aufwirft, habe ich noch weitere Beton-Rasenkanten, diesmal flach, in die Umrandung gelegt. Ob das den Maulwurf wirklich schreckt werde ich allerdings wohl erst im Herbst erfahren.

Sieht schon ordentlicher aus. Aber man kann immer noch unten durch schauen. (Bild: miy.de/O.Thiele)

Holz vor der Hütte

Die Erd- und Steinarbeiten dürften dann wohl auch das Anstrengendste der Geschichte gewesen sein. Jetzt fragt Ihr Euch bestimmt, warum ich dann erst jetzt fertig geworden bin?

Tja, ich und mein Holz. Die Geschichte mit der Haltbarkeit beschäftig mich ja schon länger. Schon bei der Wahl der Schaukel war das ein Thema. So fiel natürlich meine erste Wahl auf Robinie. Dürfte so ziemlich das haltbarste europäische Holz sein. Ich habe seit zwei Jahren zwei unbehandelte Robinien-Stämme als Beet-Begrenzung halb im Erdreich liegen. Die sehen immer noch wie neu aus (jetzt mal von der Farbe abgesehen). Erstaunliches Material.

Endlich mal ordentlich Holz vor der Hütte. Aber keine Angst. Ist nicht alles für die Sockelumrandung. Das Gro ist für das noch zu bauende Hochbeet. (Bild: miy.de/O.Thiele)

Leider hat Robinie zwei Probleme. Da mein Haus ziemlich genau 20 cm über dem Boden steht wollte ich auch etwa 20 cm hohe Bretter haben. Zwei mal 10 wäre wieder mit nervigen gebastelt verbunden gewesen, die beiden Bretter übereinander zu montieren. In den Maßen war Robinie hier in Hamburger Umgebung nicht zu bekommen. Das zweite Problem ist natürlich der Preis. Mit über 20 Euro den laufenden Meter hätte mich die Umrandung gute 400 Euro gekostet. Ne Menge Schotter.

Also doch lieber ne Nummer kleiner und die gute, alte Lärche nehmen. Mit 6,35 den Laufenden Meter zwar auch noch teurer als die übliche Fichte, aber dafür deutlich stabiler. Und da mir ausgegrautes Holz gefällt muss ich noch nicht mal streichen. Außerdem hatte der Holzhandel meiner Wahl die Lärche in 5,10 Meter länge vorrätig. Da fehlten zwar 10 cm für die Längsseite der Laube, aber zumindest an den Kopfseiten brauchte ich nicht stückeln. Sehr angenehmen.

Da solche Bretter leider nicht in meinen Kofferraum passen musste das Holz geliefert werden. War aber auch kein Problem. Um auf den entsprechenden Betrag für die kostenfreie Lieferung zu kommen habe ich dann gleich noch Holz für das geplante Hochbett mitgeordert.

Nur das Rausfahren nach Ahrensburg, wo der Holzladen sich befindet, war so ein Thema. Habe das doch tatsächlich gut ein Jahr immer vor mich hergeschoben.

Der Rest war einfach. Akku-Kreissäge raus, Bretter abgelängt, rangeschraubt. Die schöne, graue Patina kommt von alleine.

Endlich am Haus. Noch sieht es recht frisch aus. Die Lärche wird sich jedoch recht schnell grau färben. Ich mag es. (Bild: miy.de/O.Thiele)

Wieviel Kies für Kies

Abgerundet wird die Geschichte durch etwa 200 kg (8 Säcke) Marmorkies mit 15 bis 25mm Steinen. Schon erstaunlich, was es dort für Preisunterschiede gibt. Beim Baummarkt kann man da locker über 50 Cent pro Kg loswerden. Im Garten/Restposten-Shop gab es die Steinchen für gerade mal 25 Cent pro Kg. Da lohnt sich das Vergleichen doch. Ok, das gesparte haben wir dann gleich für ne Extra-Portion Sushi beim Sushi-Mann neben an ausgegeben. Hat sich aber gelohnt.

Tadaaaa. Ich habe fertig. (Bild: miy.de/O.Thiele)

Und was kommt jetzt? Vermutlich erst mal das Hochbeet. Oder die Wegplatten vom Gartentor zur Laube? Mist, die Kabel, die noch vorne aus dem Dach herausschauen erinnern mich ja daran, dass wir auch noch eine Außenbeleuchtung anbringen wollten. Ach, irgendwie gibt es immer was zu tun. Würde ja sonst auch langweilig werden.

 

 

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Ab durch die Hecke – Hecken pflanzen für Anfänger

Ah, endlich mal wieder ein Garten-Artikel. Seit dem Schaukelaufbau im Juni waren zwar noch ein paar größere Projekte in der Pipeline, aber irgendwie muss man so einen Garten ja auch mal zur Erholung nutzen. Da kommt man dann nicht so ganz dazu, sein Jahressoll zu erfüllen. Neben der Schaukel waren dies Jahr noch die Sockelumrandung, das Legen einer Rasenkante um das Haus sowie die Errichtung eines Gartentors und das Pflanzen einer Hecke geplant.

Zumindest bei der Hecke kann ich jetzt Vollzug melden. Beim Tor gibt es auch berechtigte Hoffnungen. Aber zum Tor werde ich mich noch gesondert auslassen. Heute soll es kurz um die Hecke gehen.

Ein bisschen Wasser hat auch eine Hecke gerne (Bild: O.Thiele)

Ein bisschen Wasser hat auch eine Hecke gerne (Bild: O.Thiele)

Wir erinnern uns: bevor wir unsere Parzelle vor ziemlich genau 2 Jahren übernommen hatten bestand diese nur aus wilder Steppe. Wenige Jahre zuvor stand hier ein Behelfsheim das dann abgerissen wurde. Normalerweise sind in Kleingärten die Eingänge ja selten über einen Meter breit. Da gibt es bestimmt auch irgendwo einen Paragraphen für im Bundeskleingartengesetz (würde mich wundern, wenn nicht). Für Behelfsheime schein das aber wohl keine Anwendung gefunden zu haben… zumindest nicht in unserem Fall. So waren bei uns von etwa 12 Meter Grundstückbreite gut 6 bis 7 Meter zum Weg komplett offen. Hier stand nämlich früher die Einfahrt des Vorpächters… inklusive in die Einfahrt reinführendem Asphalt.

Für die Anlieferung der ganzen Muttererde war das natürlich sehr praktisch, weil die LKWs ihre Ladung einfach so abkippen konnten. Dass das sehr einladend für andere Leute war haben wir allerdings auch recht schnell erfahren. So wurde dann gleich am Anfang die eine oder andere Schubkarre mit Heckenschnitt bei uns entsorgt. Ein schnell mit dem Nachbar gezimmerter Holzlatten-Zaun schuf erste Abhilfe. Dieser wurde dann nach Rasenpflanzung durch einen Gitterdraht-Zaun abgelöst, der auch bis jetzt uns gute Dienste erwiesen hat. Der ist sogar stabiler, als ich gedacht habe. So hat er es ohne umzufallen verkraftet, dass irgendein Idiot uns eine Halterungsstange vom Zaun geklaut hat. Ist mir sogar vermutlich erst Wochen später aufgefallen, dass da einer fehlt.

Aber so ein Zaun ist natürlich zum einen sehr durchsichtig und zum anderen auch nicht ganz Regelkonform. Natürliches Grün sieht doch erheblich schöner aus. Da die Hecken zum Weg hin soweit ich verstanden habe Vereinseigentum sind haben wir dann die Hecke über den Verein kommen lassen. Und da Heckeverpflanzung im Sommer wohl der Hecke nicht so zuträglich ist  hat sich das dann natürlich auch wieder ein bisschen gezogen. Aber jetzt, Ende Oktober, war es dann soweit. 6 Meter Ovalblättriger Liguster fand den Weg auf unser Grundstück und wollte gepflanzt werden.

Ein letzter freier Blick auf den Weg (Bild: O.Thiele)

Ein letzter freier Blick auf den Weg (Bild: O.Thiele)

Meine Motivation hielt sich ein wenig in Grenzen. Das lag vor allem daran, dass ich mich noch zu gut an die Überraschungen erinnern kann, die ich bei den ganzen Grabaktionen auf dem Grundstück gefunden habe. Aber egal, wenn so eine Hecke erst mal dort ist muss sie in den Boden. Aufschieben gilt nicht.

Bevor man anfängt sollte man sich schon mal Spaten und Spitzhacke zurechtlegen. Außerdem sollten die Wurzeln der Hecke 1 bis 24 Stunde gewässert werden. Ausgetrocknete Wurzelteile soll man wohl entfernen. Dann kann es losgehen.

Der arme Rasen... aber die Hecke will ihren Platz (Bild: O.Thiele)

Der arme Rasen… aber die Hecke will ihren Platz (Bild: O.Thiele)

Als erstes hieß es bei mir, einen entsprechenden Streifen des Rasens zum Weg hin abzuschälen. Da kommen schon mal zwei Schubkarren zusammen. Mal schauen, was daraus wird. Aktuell ein Haufen neben dem Kompost. Die freigelegte Fläche zeigt dann auch schon ganz gut, wie die Hecke verlaufen wird. Auf Grund des herumgezogenen Asphalts kann diese nämlich nicht gerade verlaufen. Aber so ein leichter Schlenker in der Heckenführung sieht ja ganz kreativ aus. Der Verlauf wird dann auch gleich mit dem Spaten markiert. Ich habe dann einen Graben entsprechend der Spatenbreite ausgehoben. Zwar sagt man, dass der Aushub für eine Hecke etwa doppelt so breit und doppelt so tief wie die Wurzeln sein sollen, aber wenn man gleich mit der kompletten Breite anfängt fällt es einem schwerer die spätere Pflanzmitte einzuschätzen. Breiter und tiefer wird man dann im zweiten Durchgang.

So ganz ist dieser Plan wie zu erwarten bei mir natürlich aufgegangen. Die vermuteten Gesteinsmassen habe ich natürlich genau dort gefunden, wo ich sie erwartet hatte… dort wo ich graben wollte. So habe ich dann auch eine komplette, gehäufte Schubkarre voll alter Steinplatten und Ziegel aus dem Boden geholt. Immerhin nicht so schlimm wie beim Nachbar. Der hat nämlich zum gleichen Zeitpunkt etwa 10 bis 15 Meter Hecke bekommen um seine Grenze zu einem Stichweg dicht zu machen. Sein Aushub dürfte reichen um ein komplett neues Haus zu bauen.

Mit Spitzhacke und Spaten kommt man durch jeden Garten (Bild: O.Thiele)

Mit Spitzhacke und Spaten kommt man durch jeden Garten (Bild: O.Thiele)

Jedem, der eine Hecke in zweifelhaften Boden pflanzen will, rate ich wie oben erwähnt dazu einen guten Spaten bereit zu legen und auf jeden Fall eine Spitzhacke parat zu haben. Mit Spitzhacke bin ich doch recht gut durch den Schutt gekommen. Mit Spaten alleine hätte mich der Aushub vermutlich 2 bis 3 Stunden mehr Zeit und Nerven gekostet. Unter dem Strich sollte der Graben, den man für die Hecke aushebt, wie oben erwähnt wohl etwa doppelt so breit und doppelt so tief wie das Wurzelwerk der zu pflanzenden Hecke sein. So zumindest die Aussage diverser Ratgeber im Netz. Gesagt… getan.

Ist der Graben fertig ist es ratsam, den Aushub mit frischer Pflanzerde zu vermischen. Ein bisschen zusätzliche Nahrung für die neue Hecke kann nicht schaden. Erst recht nicht, wenn der Boden an sich schon von eher fragwürdiger Qualität ist. Hierfür habe ich die Pflanzerde in Säcken einfach auf den Aushub gelegt, die Säcke mit dem Spaten ausgeschlitzt und die Erde dann mit dem Aushub vermengt. Größere Steine sollte man natürlich vorher aussortieren.

4 oder 5 pro Meter? So irgend etwas dazwischen (Bild: O.Thiele)

4 oder 5 pro Meter? So irgend etwas dazwischen (Bild: O.Thiele)

Bezüglich der Pflanzdichte der Hecken habe ich leider mit unterschiedlichen Angaben zu kämpfen gehabt. Im Netz hieß es, dass man die Pflanzen mit etwa 30 cm Abstand pflanzen soll. Die Hecke kam jedoch in 5er Bündeln, von den ein ganzes Bündel für einen Meter reichen soll. 100 / 5 ergibt nun bekanntlich eher 20 und nicht 30. Naja, mit dem Millimetermaß kann man da eh nicht ran gehen und so habe ich mich wohl mehr oder weniger freiwillig irgendwo dazwischen eingependelt. Wird schon passen.

Nachdem man die Pflanzenwurzeln dann wieder mit der Erde bedeckt und leicht angetreten hat heiß es jetzt kräftig einschlämmen. Die ganzen Hohlräume um die Wurzeln müssen mit Erde gefüllt werden und das geht nun mal am besten mit Wasser. Durst haben die Hecken natürlich auch. Das sollte man nachdem alles Wasser versickert ist noch ein-, zweimal wiederholen. Sicher ist sicher. Ein kleiner Erdwall um die Stämme kann übrigens auch nicht schaden. So fließt das Wasser nicht irgendwo in den Garten ab sondern versickert dort, wo es hin soll.

Hecke steht. Jetzt kommt die Nachbereitung... (Bild: O.Thiele)

Hecke steht. Jetzt kommt die Nachbereitung… (Bild: O.Thiele)

Später soll man wohl auch noch gut dran tun, Rindenmulch zu streuen. Würde ich aber erst machen wenn abzusehen ist, dass durch das Einschlämmen nicht noch irgendwo Erde nachgekippt werden muss.

Am Schluss musste die frische Hecke in meinem Fall nach Anweisung des Gärtners noch um 1/3 gekürzt werden. Fertig.

Fertig? Nicht so ganz. Leider ist so eine frische Hecke ja dann doch noch etwas durchlässig. So habe ich den alten Zaun dann erst mal wieder aufgestellt. Zum einen kann der Wind die frische Hecke jetzt nur noch in eine Richtung wegdrücken (könnte man vielleicht auch noch mal ein Halte-Band spannen) und zum anderen nimmt der Zaun hoffentlich Hunden den Spaß durch das Grün in den Garten zu düsen. Bis jetzt hat‘s gehalten.

(Bild: O.Thiele)

Hau den Lukas… (Bild: O.Thiele)

Eigentlich fehlt jetzt nur noch das Tor. Das steht sogar schon im Schuppen und wartet darauf, einbetoniert zu werden. Aber das wird eine andere Geschichte.

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Der letzte Tag im Sommer – der liebe Garten

Garten (endlich) mit Haus (Bild: © O. Thiele)

Garten (endlich) mit Haus (Bild: © O. Thiele)

Heidwitzka, war das ein Endspurt. Wir befinden uns wieder im Garten und was vor nicht ganz einem Jahr mit einem „Parzelle zu verpachten“ auf 600 Quadratmeter Brachland anfing hat nun am 20.09. mit einer Geburtstagsfeier sein glückliches Ende genommen.

Eigentlich hätte ich fast jeden Tag der letzten zwei Wochen einen Artikel über den Garten schreiben können, aber interessanter Weise ist die Motivation, abends noch am Rechner zu sitzen erheblich größer, wenn ich den ganzen Tag vor dem Monitor verbracht habe als wenn ich mich mal wieder an der frischen Luft durch das Gelände wühlen muss.

Wie hier schon angedeutet, wurde das Häuschen von der Firma Ambrosius Holzbau letzte Woche in zwei Tagen aufgebaut. Junge, ging das fix.

Aufbaubeginn: 9 Uhr, um 13 Uhr steht schon der Rohbau (Bild: © O. Thiele)

Aufbaubeginn: 9 Uhr, um 13 Uhr steht schon der Rohbau (Bild: © O. Thiele)

Die Anlieferung der Einzelteile war etwas hakelig. Der LKW-Fahrer der Spedition hatte seinen Führerschein leider erst 4 Monate und das erste mal vom Chef nen Hänger an den LKW gehängt bekommen. Da kann man dann schon mal auf die Idee kommen, damit einfach in die recht schmale Einfahrt zum Parkplatz der Gartenanlage reinzufahren. Wie nicht anders zu erwarten ist er nicht mehr raus gekommen. Mit Hänger rückwärts ist dann wohl doch eher etwas für Fortgeschrittene. Ein Glück, dass unser Haus vorne auf dem LKW war. So konnte der Hänger abgekoppelt und das Haus eine Kreuzung weiter ausgeladen werden.

Raus ist der LKW-Fahrer dann wohl nur mit Hilfe eines Mitgärtners gekommen, der die nötige Erfahrung hatte.

Danach ging es jedoch flott und kompetent weiter. Das Team von Ambrosius hat die Laube super hingestellt. Danke schön…

So ganz fertig waren wir damit dann leider noch nicht. Die Laube muss noch außen gestrichen werden. Da die Grundierung außen jedoch erst mal 10 Tage einziehen muss, kommen die finalen Anstriche wohl erst nächste Woche an die Reihe.

Innen sieht es da schon etwas anders aus. Zuerst stand hier die Fußbodenversiegelung an. Zwei Lagen Hartwachs waren aufzutragen. Da hatten wir dann echt Glück mit dem Zeitplan. Montag und Dienstag wurde das Haus aufgestellt, Mittwoch erste Lage Bodenanstrich, Donnerstag zweite Lage Bodenanstrich und dann 4 Tage trocknen lassen. Perfekt, da wir am Donnerstag für 4 Tage Richtung Darmstadt zum Klassentreffen der Meinen abgedüst sind. Auch eine Erklärung, warum die Blog-Updates in den letzten beiden Wochen eher sporadisch waren.

Das wurde noch größer und tiefer. bergbau im Garten (Bild: © O. Thiele)

Das wurde noch größer und tiefer. Tiefbau im Garten (Bild: © O. Thiele)

Montag wieder in HH angekommen standen drei Aufgaben auf dem Plan: Wasser, Strom, Terrasse. Und alle drei Aufgaben hießen wieder: buddeln, buddeln, buddeln.

Da die Terrasse ursprünglich für einen anderen Haustypen gedacht war und somit andere Abmessungen hatte, musste ich nun noch einen halben Meter auf der Seite anbauen. Rasen abtragen, Vlies drunter, Sand drauf. Halber Vormittag durch.

Als Nächstes kamen Strom und Wasser dran. Das Ziel war, beim Nachbarn sich von hinten an die Wasserstelle ran graben und dort ein T-Stück zusetzen. Da der Stromverteilerkasten der Garten-Stromgemeinschaft direkt daneben steht, sollten sich hier doch prima Synergieeffekte einstellen.

Einfach gedacht, aber nicht einfach umzusetzen. Leider habe ich die Wasserleitung des Nachbarn nicht gefunden. Ohne massiv sein Grundstück zu untergraben wäre ich dort wohl auch nicht fündig geworden.

Glück im Unglück: Ich habe eine Hauptwasserleitung gefunden. Um daran zu kommen müssen wir zwar einen eigenen Schieber installieren lassen (unter dem Strich rund 700 Euro Mehrkosten), aber die Aussicht, sein eigener Wasserherr zu sein, nicht an anderer Stelle des Nachbars Garten verwüsten zu müssen und nicht die ganzen noch nicht am Haus angebrachten Leisten (sollen vor der Montage noch gestrichen werden) wegräumen zu müssen lassen das Portemonnaie lockerer sitzen. Macht den Kohl auch nicht mehr fett.

Der Strom war das nächste Thema. Leider sitzt so ein Verteilerkasten auch gut 60 cm tief im Erdreich. Und wieder hieß es Archäologe spielen. Das sogar fast im wahrsten Sinne des Wortes. Da ja die Grundeigenschaft eines Stromverteilerkastens die Verteilung von Strom ist, sind dort auch diverse Stromkabel in der Erde zu vermuten. Ist also nichts, mit einfach mal den Spaten in den Boden pfeffern. Das wäre mir zu spannend. Also mit kleinem Besteck sich vorsichtig zentimeterweise vorwärts tasten. Nervig, anstrengend und zeitraubend. Da kommt man dann doch das eine oder andere mal ins Zweifeln, ob das wirklich alles nötig ist. Wasser kommt ja vom Himmel und Strom gibt es als Batterien… vielleicht dann doch besser buddeln.

Wollen verlegt werden: 3 Paletten Steine (Bild: © O. Thiele)

Wollen verlegt werden: 3 Paletten Steine (Bild: © O. Thiele)

Auf diese Weise habe ich dann den Dienstag und Mittwoch vormittag verbracht. Die Meine hat derweil fleißig drinnen die Wände mit einer offenporigen Lasur gemalt. Ein sehr mühsames Geschäft, auch wenn Ihr die Freude über Sand im Haar und Blasen an den Händen entgangen ist. So ein Haus hat innen doch erstaunlich viel Fläche.

Neben Strom und Wasser stand ja auch noch die Terrasse auf dem Plan. Die Steine wurden am Dienstag nachmittag geliefert. 3 Einwegpaletten voll Platten und Steine. Was für ein Glück, dass wir dort einen verständnisvollen und guten Fahrer hatten, der uns die Paletten direkt vor den Zaun gestellt hat. Wenn ich die noch per Sackkarre vom Parkplatz zur Parzelle hätte rollen müssen, wäre ich nächste Woche noch nicht fertig.

Am Mittwoch wurde die Terrasse dann gelegt. Gut, wenn man Freunde hat, die einem dabei helfen und gleichzeitig auch noch Ahnung von dem Metier haben. Ist echt schön geworden und endlich mal ein Punkt, den wir von der Liste streichen können. Für die Feier am Samstag vielleicht der wichtigste Punkt, da man Wasser und Strom zur Not auch vom Nachbar holen könnte.

Weiter im Text. Nach dem erfolgreichen Mittwoch kam am Donnerstag der Elektriker. Klappte wie am Schnürchen. Das mittwochs gegrabenen Mini-Loch in den Stromkasten reichte aus um das 5x4er Erdkabel in den Kasten zu ziehen. Schon beim ersten Versuch konnte der Elektriker von der anderen Seite das Kabel greifen und durchziehen. Jubel, jubel, freu, freu. Der Rest ist professionelles Installieren der Stromverteilung, Schalter und Steckdosen. Schön, wenn man mal etwas nicht selber machen muss. Strombetriebene Dinge nutzen und drüber schreiben ist ja ne feine Sache. Daran rumbasteln ist mir dann doch etwas zu heikel.

Der letzte Punkt auf dem Zettel ist das Wasser. Nach einer kurzen Betrachtung von Wasserwart und Klempner wurde das auf Samstag, 9 Uhr terminiert. Könnte gerade noch so klappen.

Küchenzeile im Rohbau. Mal schauen, ob wir die fehlenden Teile noch zusammen bekommen (Bild: © O. Thiele)

Küchenzeile im Rohbau. Mal schauen, ob wir die fehlenden Teile noch zusammen bekommen (Bild: © O. Thiele)

Fein, so hatten wir den Freitag quasi frei. Naja, natürlich dann doch nicht. Im letzten Dezember hatten wir schon Elemente für die Küchenzeile beim großen Schweden gekauft. Jeder, der schon mal eine Ikea-Küche zusammengebaut hat wird wissen, dass das nicht in 5 Minuten geht, erst recht nicht, wenn man sich erst jetzt daran erinnert, dass noch eine Schublade fehlt, man drei Seitenteile zu viel gekauft und zwei Einlegeböden zu kurz gekauft hat. Also ab zu Ikea. Das Zurückgeben war kein Problem, nur die richtigen Teile sind, wie nicht anders zu erwarten, nicht mehr zu bekommen. Es ist eine Faktum-Küche und die ist im Juni 2014 ausgelaufen. Prima. Im Netz soll man jedoch noch Teile bekommen. Schaun mer mal. Erstaunlicher Weise ist so ein Ikea-Besuch dann doch fast genau so anstrengend wie das Buddeln im Garten… nur auf eine andere Art und Weise. Aber was muss, dass muss.

So, nun schnell die Einkäufe in die Gartenlaube bringen und noch mal los, um Biertische und Bänke abzuholen. Prima, wenn man die sich leihen kann und dann sogar noch mit rumgefahren bekommt. Danke, Jürgen. In einen Honda Jazz passt zwar viel, aber leider nicht alles. Der alte Werbespot mit dem Tetris-Spiel hinkt ja ein bisschen, da komplette Reihen nicht verschwinden. Vielleich aber auch besser so.

Letzter Punkt für Freitag auf dem Zettel: eine Küchenplatte kaufen. Noch so ein spannender Punkt, da auch hier die Frage im Raum steht, ob ich die ins Auto bekomme. Genau 2,22 Meter soll sie lang sein und ja, sie passt. So fügt sich dann auch eins der letzten Puzzleteile ins Spiel ein. Der Samstag kann kommen.

Schieber und 2. Wassersäule sitzen. Endlich kein Lock mehr im Garten (Bild: © O. Thiele)

Schieber und zweite Wassersäule sitzen. Endlich kein Loch mehr im Garten (Bild: © O. Thiele)

Und der Samstag kommt. Bei den ganzen Häuslebau-Anstrengungen darf man ja nicht vergessen, dass am Nachmittag auch eine Party steigen soll. So wird also früh um 8 als Erstes der Getränke-Markt geenter. Während die Meine mit der Kleinen weitere Einkäufe tätigt, radle ich mit dem Rad ab in den Garten um Wasserwart und Klempner in Empfang zu nehmen. Gut gelaunt und mit geübter Hand wird dann der Schieber gesetzt. Sogar der alte, schon sehr verrottete Schieber der zuführenden Leitung schließt, so dass der Montage nichts mehr im Wege steht. Knapp eine Stunde später heißt es denn Wasser marsch im Garten. Jetzt noch das 2 Quadratmeter große und 1 Meter Tiefe Loch wieder zuwerfen und wir sind komplett. Das Ende einer Odyssee.

Der Rest ist allseits bekannte Partyvorbereitung. Einkaufen, eindecken, dekorieren, hoffen, dass die Gäste den Weg durch den Kleingarten finden. Aber das dürfte jedem, der schon mal eine Party ausgerichtet hat bekannt sein.

Und die Party selber? Ein voller Erfolg. Mit dem letzten Tag des Sommer hatten wir nicht nur kalendarisch sondern auch meteorologisch des große Los gezogen. Wer hätte vor zwei Wochen gedacht, dass wir Ende September noch bis 23 Uhr bei sternenklarem Himmel draussen sitzen können. Man hat jede Sekunde das Gefühl, dass die ganzen Strapazen sich dann doch komplett gelohnt haben. So hat ein Happy End auszusehen.

(Bild: © O. Thiele)

(Bild: © O. Thiele)

Unter dem Strich fühle ich mich ein bisschen wie der kleine Bär im Janosch Buch „Riesenparty für den Tiger“. Am Ende nach der Party sagt dort der kleine Tiger: „Jetzt weißt du, was eine Party ist. Und irgendwann werde ich sagen, dass du Geburtstag hast und dann müssen wir wieder eine Party feiern…“. „Da bin ich aber hochbegeistert“ sagte dann der kleine Bär und war schon längst eingeschlafen, denn es war doch verdammt viel Arbeit für ihn gewesen.

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Wasser marsch – eine Wasserstelle handgedengelt

Eine Wasserstelle für den Garten... selbst gemacht (Bild: © O.Thiele)

Eine Wasserstelle für den Garten… selbst gemacht (Bild: © O.Thiele)

Einmal werden wir noch wach, heißa, dann ist Hausbau-Tach. Jawohl, Geschichte wird gemacht, es geht voran. Warten ja auch erst ein dreiviertel Jahr drauf. Morgen beginnt tatsächlich der Aufbau unserer Gartenlaube und wer es nicht glaubt… die Punktfundamente sind schon da. Das gibt einen schönen Eintrag für den Blog. Aber so wie ich mich kennen werde ich wohl noch ein bisschen brauchen, bis ich den fertig habe. Um die Zeit bis dahin zu überbrücken zeige ich euch jetzt erst mal, wie ich mir eine Wasserstelle für den Garten gezimmert habe.

Eins vorweg: die fertigen Dinger waren mit a) zu teuer und b) zu hässlich. Eine Plastiksäule aus gefaketem Stein muss ich mir nicht in den Garten stellen. Und wenn es denn mal etwas schicker wird muss man gleich drei Scheine auf den Tisch legen. Für nen Pfosten, ein Rohr und ein Wasserhahn? Haben sie wohl nicht mehr alle. Also selbst ist der Mann.

Was brauchen wir also? Als erstes benötigen wir einen schönen Pfosten. Unsere Wahl viel auf einen 120x9x9 cm Lerchenpfosten, oben abgerundet. Problem bei der gewünschten Konstruktion: Wir wollen die Leitung hinten am Pfosten verlegen. Die simple Methode wäre vorne. Aber einfach kann ja jeder. Also brauchen wir noch einen 80 cm Nippel (heißt wirklich so und ist eigentlich nur ein verzinktes Rohr mit zwei Gewinden), einen 90 Grad-Winkel, ein Reduzierstück von ¾“ auf ½“, da das PE-Rohr, das ich Anfang des Jahres verlegt habe ¾“ Durchmesser hat, der Nippel aber nur ½“. Außerdem noch ein Verbindungsstück von PE-Rohr auf Gewinde, noch einen 10cm Nippel, um durch den Pfosten zu kommen, einen Konterring und den Wasserhahn. Eine Boden-Einschlaghülse 9x9x75 cm sollte man auch nicht vergessen. Fehlt noch was? Ja, Hanf und Fermit zum abdichten, einen Rohrschneider und Entgrater, einen fetten Bohrer mit 22mm Breit, Rohrzange und noch ein bisschen Gedöns.

Ein paar Dinge muss man schon kaufen... (Bild: © O.Thiele)

Ein paar Dinge muss man schon kaufen… (Bild: © O.Thiele)

Auf geht’s. Zuerst legen wir fest, wo der Hahn angebracht werden soll. Das gute, alte Geodreieck hilft die Mitte zu finden. Jetzt wird gebohrt. Tut nicht weh. Man sollte nur versuchen, möglichst gerade zu bohren. Abweichung nach links oder rechts sind zwar optisch nicht so schön aber bei weitem nicht so ärgerlich wie nach oben oder unten. Im letzteren Fall bekommt man nämlich der 90 Grad Winkel nicht mehr richtig hin und man muss nacharbeiten. Ist mir bei Pfosten 2 passiert. Bei über 50 Metern Grundstückslänge kann man sich ja gerne zwei Wasserstellen gönnen.

Immer schön gerade bohren (Bild: © O.Thiele)

Immer schön gerade bohren (Bild: © O.Thiele)

Ist das Loch gebohrt werden erst mal alle Rohrbestandteile zusammengeschraubt. Wer da den Überblick beim Einkauf verliert… ist keine Schande. Ohne Hilfe eines hilfreichen Kollegen (Danke, Marco 🙂 ) würde ich vermutlich immer noch im Baumarkt vor dem Regal stehen.

Worauf man auf jeden Fall achten muss: Sobald ein Gewinde im Spiel ist sollte man das Dichtmittel nicht vergessen. Gibt sonst nen nassen Rasen und ne hohe Wasserrechnung. Wer es einfach will nimmt Teflonband. Das hat aber wohl den Nachteil, dass man, wenn man sein Rohr/Fitting/Wasserhahn zu weit gedreht hat, komplett noch mal neu eindichten muss. Rückwärtsdrehen mag es wohl nicht. Da ist Hanf flexibler und nein, rauchen sollte man das Zeug nicht. Einfach ein paar Hanffasern von unten aus dem Knäuel zupfen und mit dem Gewinde nach oben drehen. Danach mit Fermit einschmieren und ruff mit dem Teil. Wer sich da unsicher ist sollte es sich am besten noch mal zeigen lassen. Auch hier noch mal ein Dank an den Kollegen.

Haben wir uns nun ein schönes L zusammengeschraubt stecken wir es durch das gebohrte Loch und hoffen, dass es gerade geworden ist. Nun richten wir das Rohr mittig aus, um das Rohr mit Schellen zu befestigen. Schellen? Ja, hatte ich oben vergessen. Zwei Stück sollten reichen. Die Schellen, die ich genommen habe sind zum einnageln. Um die Nachbarn nicht zu sehr zu stören habe ich vorweg noch etwas vorgebohrt.

Wassersäule auf dem Trockenen (Bild: © O.Thiele)

Wassersäule auf dem Trockenen (Bild: © O.Thiele)

Schelle rein, Rohr drauf, festschrauben. Jetzt können wird das Konterstück von vorne wie die anderen Teile dranschrauben. Zuletzt kommt der Wasserhahn. Hier muss man dann entweder Hahn oder Konterstück noch etwas justieren (es sei denn, man steht nicht auf rechte Winkel und findet schiefe Hähne schräg).

Ich habe fertig (Bild: © O.Thiele)

Ich habe fertig (Bild: © O.Thiele)

Fertig ist die Wasserstelle. Jetzt muss der Pfosten via Bodenhülse in den Rasen. Bei mir ging es mit Arbeitsschuhen und ein paar kräftigen Tritten. Wer Pech hat muss einen größeren Hammer zu Hilfe nehmen.

Steckt die Hülse muss jetzt das PE-Rohr aus dem Boden entsprechend gekürzt werden. Lieber erst mal nicht zu viel. Den Witz „fünfmal geschnitten und immer noch zu kurz“ spare ich mir mal. Am besten nimmt man zum Kürzen einen PVC Rohrschneider. Kostet bei Amazon nicht die Welt und ist Hölle-scharf. Geht wie Butter durch das Rohr. Entgraten kann nicht schaden.

Das war es eigentlich schon. Mit ein paar Rundsteinen drum rum sieht es dann auch schnell ganz manierlich aus. Schön, wenn mal etwas klappt und unter dem Strich kein 30 Euronen gekostet hat.

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Für Garten-Noobs mit braunen Daumen – Parrot Flower Power-Pflanzen-Überwachung

Garten-Anfängers Glück - Pflanzenüberwachung mit dem Parrot Flower Power (Bild: © Parrot SA)

Garten-Anfängers Glück – Pflanzenüberwachung mit dem Parrot Flower Power (Bild: © Parrot SA)

Wenn man den Firmennamen Parrot hört denkt der geneigte Geek ja erst einmal an Drohnen. Dass die aber auch anders können sieht man am Parrot Flower Power. Der Gartenprofi wird jetzt zwar eher mit dem Kopf schütteln, der technikaffine Anfänger mit wenig Pflanzen oder viel Geld dürfte aber voll gepleased sein.

Eigentlich ist der Parrot Flower Power vergleichbar mit dem Edyn Bodensensor, den man vor ein paar Wochen bei Kickstarter unterstützen konnte. Der Parrot Flower Power ist ein kleines, mit Sensoren vollgestopftes Gerät, mit dem man die wichtigsten Umgebungsparameter einer Pflanze aufzeichnen und analysieren kann. Hieraus leitet das Gerät Pflegeempfehlungen für das Grünzeug ab.

Eine Datenbank mit mittlerweile mehr als 7000 Pflanzen soll dafür sorgen, dass man auch der richtigen Pflanze die richtige Behandlung angedeihen lässt. Die Anweisungen erhält der Nutzer, wie nicht anders zu erwarten, über eine entsprechende App. Der Flower Power koppelt sich nämlich via Bluetooth 4.0 mit dem Smartphone. Apps stehen für IOS und Android bereit.

Folgende Parameter kann der Flower Power erfassen:

Es geht doch nichts über eine feine, kleine App (Bild: © Parrot SA)

Es geht doch nichts über eine feine, kleine App (Bild: © Parrot SA)

  • Bodenfeuchtigkeit
  • Düngungsgrad des Bodens (elektrische Leitfähigkeit des Bodens)
  • Lichtmenge und Dauer
  • Boden- und Lufttemperatur

Sehr schön ist das Vorhandensein des Lichtsensors, da man so auch endlich mal mitbekommt, ob die Pflanze zu wenig, zu viel oder genau richtig Licht bekommt. Das ist ja sonst eher ein Ratespiel.

Im Gegensatz zum Edyn wird der Flower Power mit einer Batterie mit Strom versorgt, d.h. man muss alle 6 Monate selbige austauschen. Auch bei der Kommunikation hat der Edyn die Nase vorn, da er via WiFi die Daten weiter gibt. Die Bluetooth-Variante des Flower Powers hat natürlich nicht die Reichweite und setzt voraus, dass man aktiv die Runde im Haus durch die Blumenkästen oder durch die Beete im Garten macht um die Daten aktiv vom Sensor abzuholen. Da könnte man dann auch gleich mal die Gießkanne mitnehmen.

Insofern ist die versprochene Warnung in Echtzeit, wen die Pflanzen etwas brauchen nur relativ. Wer nicht regelmäßig seine Pflanzen besucht darf sich dann nicht wundern, wenn sie das Zeitliche segnen.

Es gibt gegenüber den Edyn zwei extrem große Vorteile, die man nicht unterschätzen sollte. Erstens, das Flower Power wird von einer etablierten Firma hergestellt, die schon ein bisschen am Markt ist und genügend Manpower haben dürfte, das Produkt zu pflegen und zweitens, man kann’s jetzt direkt schon kaufen. Kein Kickstarter-Gerümpel, das erst ein halbes Jahr zu spät ausgeliefert wird, nur die Hälfte der versprochenen Features hat und dann noch mal ein halbes Jahr braucht um einsatzfähige Software spendiert zu bekommen. Sollte man echt nicht unterschätzen. Erst recht, da man den Flower Power direkt in DE bestellen kann und somit dann auch die hier vorgeschriebenen zwei Wochen Rückgaberecht hat. Probiert das mal bei nem Kickstarterprojekt.

Ich denke, für den zahlenverrückten Garten-Nerds klingt das Parrot Flower Power sehr interessant. Ein Blick auf die Amazon-Bewertungen zeigt auch, dass es durchaus eine Menge Leute gibt, die Spaß an dem Teil gefunden haben. Natürlich gibt es allerdings auch Kunden, die nicht so begeistert waren. Schwierig, schwierig. Leider ist der Preis mit aktuell knapp 45 Euro auch kein Schnäppchen, zumal man bei mehreren Beeten und unterschiedlicher Bepflanzung auch mehrere Sensoren braucht.

Wer traut sich und probiert das Teil mal aus?

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Sonnige Aussichten – Edyn Bodenanalysator für den Garten

Clever den Garten analysieren - Edyn (Bild: kickstarter/© Edyn)

Clever den Garten analysieren – Edyn (Bild: kickstarter/© Edyn)

Endlich mal wieder ein Gadget für den Garten. Kommt ja auch nicht oft vor. Wie oft fragt sich der geneigte Hobbygärtner, ob er nun raus muss, um sein Grün oder was auch immer für Farben in seinem Garten vorherrschen, zu wässern damit daraus kein Braun wird? In den sonnigen Monaten sicherlich fast täglich. Hat es in der Nacht geregnet? Ist der Boden vom letzten rasensprengen noch nass genug? Gibt es Regen?

Da kommt es sicherlich nicht selten vor, dass man gießt, obwohl es gar nicht not tut oder die falschen Stellen im Garten bevorzugt. Wer seinen Garten komplett verkabeln und untertunneln möchte kann auf Systeme wie den DropLet zurückgreifen. Gärtner, die jetzt keine Lust haben, der Grasnarbe erst einmal weitere Narben zuzufügen und sich einfache Hilfe bei der Analyse der Bodenfeuchtigkeit wünschen können mal einen Blick auf Edyn werfen.

Bei Edyn handelt es sich um ein per Solar-Energie betriebenes System, das Lichteinfall, Luft- und Bodenfeuchtigkeit, Temperatur und Nähstoffgehalt des Bodens analysiert und diese Informationen dann mit den Informationen aus Wetterdatenbanken und einer 5000 Pflanzentypen umfassenden Pflanzendatenbank kombiniert.

Anhand dieser Informationen empfiehlt das System dann die richtigen Pflanzen für den Standort, die richtige Pflanzzeit und sogar welche Pflanzengruppen man am besten gemäß der Bodenbeschaffenheit zusammensetzen kann. Tipps für die man entweder jahrelange Erfahrung braucht oder tonnenweise Bücher wälzen muss.

Edyn gibt Hinweise, wenn die Umweltverhältnisse für die vorhandenen Pflanzen nicht ideal sind, z.B. wenn mehr Wasser benötigt wird und gibt Tipps, was wann gedüngt werden sollte. Wer jetzt zum wässern nicht in den Garten möchte kann zum Edyn-Sensor auch noch per Edyn gesteuerte Ventile kaufen, die eine automatische Wässerung des Gartens erlauben. Ob das in die hierzulande vertretenen Systeme a la Gardena passt kann ich allerdings nicht sagen. Müsste sich mal jemand erkundigen, ob die mit GHT 1 1/16th“ Fittings kompatibel sind.

Eine Menge Features, die dem Gartenfreund sicherlich so einige Sorgen nehmen können.

Der Sensor verbindet sich via WiFi mit einem Cloud-Server von Edyn. Von dort werden die entsprechenden Informationen an die Smartphone-Apps der Besitzer übermittelt. IOS und Android sind geplant. Hier sehe ich auch den einzigen Nachteil des Systems. Schrebergärtner dürfte so meist in die Röhre gucken, da die wenigsten Häusle wohl mit W-Lan ausgestattet sein dürften. Aber man kann sich ja auch aus nem ausgedienten Smartphone einen W-Lan-Hot Spot basteln.

Strom zieht das Gerät wie oben erwähnt aus Solarzellen. Damit es auch nachts funktioniert wird die Energie in einem Lithium-Polymer-Akku zwischengespeichert.

Automatisch geregelte Wasserzufuhr (Bild: kickstarter/© Edyn)

Automatisch geregelte Wasserzufuhr (Bild: kickstarter/© Edyn)

Ein Sensor soll für etwa 23 m² Fläche reichen. Nicht viel, aber man darf ja auch nicht vergessen, dass die Reichweite so eines Sensors lokal sehr begrenz sein dürfte. Da er ohne Stromkabel auskommt dürfte es aber wohl kein Problem sein, ihn ab und zu mal umzustecken.

Die Edyn-Geräte sollen keine Probleme mit Wasser, Sonne, Feuchtigkeit, Dünger und Pestiziden haben.

Für einen Sensor muss man momentan 99$ plus Nebenkosten auf den Tisch legen. Ausgeliefert werden die Teile im März 2015, also pünktlich zum Start der Saison. Die Prototypen sehen jedenfalls schon mal ganz chic aus. Bin mal gespannt, was am Ende dabei he

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Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten – von Gartenhäusern und Zäunen

Keine Mauer, aber immerhin ein Zaun (Bild: © O.Thiele)

Keine Mauer, aber immerhin ein Zaun (Bild: © O.Thiele)

Die Sonne lacht und ich sitze im Garten. Zwar nicht der eigene aber immerhin… Was ist da naheliegender als ein kleines Garten-Update in die Tastatur zu hacken.

Der Rasen wächst und wächst. Nach der doch so einfach beendeten Rasenmäher-Odyssee  hat sich die gewählte Form der Rasenrasur bis jetzt gut bewährt. Mit dem Handrasenmäher kommt man immer noch ganz gut durch, obwohl der Rasen nun langsam kräftiger wird. Das Geheimnis ist wohl das regelmäßige Mähen. Wobei ich mit regelmäßig jetzt nicht regelmäßig einmal im Monat sondern eher ein- bis zweimal die Woche meine. Das klappt dann aber gut. Ist zwar schon etwas anstrengender als mit einem Elektromäher, aber die Laufstrecke ist die Gleiche und das bisschen mehr an Kraftaufwand trainiert ja auch ein bisschen. Solange das Schnittgut liegen bleiben kann werden wir am Handmäher also wohl festhalten.

Ein Zweithaus Modell Othmarschen ist unser Ziel. Wird aber wohl leider nichts. (Bild: © O.Thiele)

Ein Zweithaus Modell Othmarschen ist unser Ziel. Wird aber wohl leider nichts. (Bild: © O.Thiele)

Woran wir aber wohl nicht festhalten werden können ist das geplante Gartenhaus von Zweithaus, welches ich im ersten Garten-Artikel angepriesen hatte. Eine etwas unsägliche Geschichte. Die grundlegende Idee bei der Neuanlage des Gartens war ja, dass wir uns eine vom Landesbund der Gartenfreunde finanzierte Gartenlaube aufstellen lassen wollten. Das Modell stand schnell fest, nämlich Othmarschen der Firma Zweithaus. Sehr stylisch, mit viel Licht und über den Landesbund mit gut 10.000 Euro durchaus bezahlbar.

Leider zieht die Finanzierung über den Landesbund so einige verwaltungstechnische Geschichten mit sich. So musste u.a. ein Abweichungsantrag bei der Baubehörde gestellt werden, da der Kleingarten hier noch keine Dauergrünfläche ist. Soll er erst noch werden. Was genau eine Dauergrünfläche von einer Nichdauergrünfläche unterscheidet vermag ich an dieser Stelle nicht wirklich erklären zu können. Ich habe mir zwar mittlerweile so einiges zusammen gereimt, möchte aber keinen verwirren, falls sich das als kompletter Quatsch herausstellen sollte. Wie auch immer, der Antrag wurde gleich Anfang des Jahres gestellt. Nach drei Monaten ist dann aufgefallen, dass noch ein Auszug aus der Katasterkarte fehlte. Ärgerlich. Hätte man auch früher drauf hinweisen können. Nach zwei Monaten kam den der Bescheid, dass kein Bescheid benötig wird. Super. Hat nur 5 Monate gebraucht. Naja, ich jammere hier jetzt mal nicht zu aktiv. Hätte ich die Rückseite des ersten Briefes richtig verstanden hätte ich mir wohl zwei Monate sparen können.

Nichtsdestotrotz wurde mit dem hochoffiziellen Bescheid über die Unnötigkeit des Bescheides dann beim Landesbund angerufen. Hurra, endlich kann es weiter gehen. Denkste, denn da nun naheliegender Weise gerade Hochsaison für Häuslebauer ist kam von dort die nicht ganz so schöne Nachricht, dass Zweithaus nicht mehr mit dem Landesbund zusammen arbeitet. Die freudige Erregung über den Behördenzettel weicht schlagartig einer gewissen Ärgerlich- und Ratlosigkeit.

Qual der Wahl

Die Alternative heißt Niendorf und wird von der Firma Ambrosius hergestellt (Bild: © O.Thiele)

Die Alternative heißt Niendorf und wird von der Firma Ambrosius hergestellt (Bild: © O.Thiele)

Die momentan zur Verfügung stehen Alternativen sehen wie folgt aus:

1) Das Zweithaus ohne den Landesbund aufstellen. Nachteil: Mehrkosten von mindestens 2000 Euro. So genau kann man das wohl nicht sagen. Zumindest hat der Häuslebauer bei jedem Telefonat einen anderen Preis genannt. Keine Ahnung, ob das nun schwankende Holzpreise oder Unwissen über die eigene Preistabelle ist. Wartezeiten von mindestens 8 Wochen, eher noch mehr sind mit einzurechnen. Schön für Zweithaus, dass die so gut ausgelastet sind. Handwerk scheint sich wohl doch noch zu lohnen.

2) Ein Haus eines anderen Herstellers nehmen, der noch mit dem Landesbund zusammen arbeitet. Hier bietet sich die Firma Ambrosius an. Leider entsprechen die Lauben, die über den Landesbund finanziert werden nicht 100 % unserem Geschmack. Dafür macht die Firma aber eine sehr kompetenten Eindruck und könnte die Laube vermutlich erheblich früher als Zweithaus aufstellen. Man könnte sich von Ambrosius natürlich auch Lauben aufstellen lassen, die keinen Wunsch mehr übrig lassen würden, aber das hätte dann seinen nicht gerade geringen 5stelligen Preis.

3) Man wartet die Saison ab und hofft, dass Zweithaus dann vielleicht doch wieder mit dem Landesbund zusammen arbeitet. Recht spekulativ. Könnte man das Geld auch in Genussrechte für Ökostromanlagenherstellerbaubetreiber stecken.

Und wofür sollen wir uns nun entscheiden? Momentan tendieren wir zur Lösung 2 mit dem Hausmodell Niendorf von Ambrosius. Das trifft noch am ehesten unsere Vorstellungen. So langsam gewöhnen wir uns dran. Gegen Lösung 1 spricht, dass wir von Zweithaus zwar ein Angebot angefordert aber trotz Telefonate und mittlerweile zwei Emails immer noch keine Rückmeldung erhalten haben. Da hat es wohl jemand gerade nicht so nötig oder ist so sehr ausgelastet, dass er keine weiteren Aufträge bedienen kann. Aber das könnte man uns dann doch auch gerne mal mitteilen. Durch Aussitzen verspielt man nur unnötig Sympathie-Punkte. „Merkeln“ funktioniert halt nicht immer.

Schöner Rasen. Fehlt nur noch das Haus. (Bild: © O.Thiele)

Schöner Rasen. Fehlt nur noch das Haus. (Bild: © O.Thiele)

Ihr seht: Bis hier ein Haus steht vergehen wohl noch ein paar Wochen/Monate. Das ist jetzt aber kein Grund, den Kopf in den Rasen zu stecken. Es gibt ja noch genug zu tun.

Die letzten beiden Projekte möchte ich deshalb noch eben erwähnen.

Nicht für die Ewigkeit. Aber optisch doch erheblich schöner als verrostete Stahlstangen mit Flatterband. (Bild: © O.Thiele)

Nicht für die Ewigkeit. Aber optisch doch erheblich schöner als verrostete Stahlstangen mit Flatterband. (Bild: © O.Thiele)

Die Mauer muss weg

Eine Baustelle war noch die Abzäunung des Geländes. Zum Weg nach vorne fehlt ja noch gut 7 Meter Hecke, die aber erst dann gepflanzt wird, wenn das Haus steht. Damit nun nicht die nächsten Monate nur zwei Eisenstangen und etwas Flatterband die Leute davon abhalten soll, auf unserem Grundstück Partys zu feiern, haben wir nun schnell einen kleinen Zaun gebaut. Da der eher temporärer Natur sein soll geht das quick und dirty.

Man nehme etwas Gitterdrahtzaun, vier Holzpfähle und ne Menge Krampen. Einen großen Gummihammer und einen normalen Hammer sollte man auch dabei haben. Ein Seitenschneider kann auch nicht schaden.

Das teuerste bei der Geschichte ist der Zaun. Ist echt erstaunlich, was das kosten kann. Gut, dass ich da noch ein Max Bahr-Schnäppchen im Keller hatte. 25 x 1,2 Meter für normalerweise 120 Euro. Heidewitzka, so viel für so ein bisschen Draht? Schwer nachvollziehbar. Gut, dass ich dafür nur 30 Euro ausgegeben habe. Man braucht auch mal Glück im Leben. Die Holzpfähle a 1,5 Meter mit 5 cm Durchmesser sind mit 3 Euro pro Stück da echt ein Schnäppchen. Die normalen Stahlstangen kommen mit gut 9 Euro pro Stück sowie Einschlaghülsen, da wir das noch nicht einbetonieren wollen erheblich teurer. Die Holzvariante wird zwar nicht so lange halten, muss sie aber ja auch nicht.

Der Aufbau geht recht flott vonstatten. Pfahl mit Hammer in den Boden, Zaun mit Krampen an den Pfahl. Das letzte Ende des Zauns wir nur an eine Latte befestigt. So kann man an der Stelle den Zaun auch ohne Tür auf und zu machen. Praktisch und günstig.

Platte Platte

Bis der Geräteschuppen fertig ist ein prima Platz für den Sonnenstuhl (Bild: © O.Thiele)

Bis der Geräteschuppen fertig ist ein prima Platz für den Sonnenstuhl (Bild: © O.Thiele)

Projekt 2 ist eigentlich die Vorbereitung für das nächste Großprojekt. Da das Haupthaus ja noch etwas auf sich warten lässt muss natürlich erst mal ein Geräteschuppen her. Der Stellplatz ist ja schon etwas länger durch entsprechend versenkte Bodenplatten markiert und mit Sand aufgefüllt. Damit das Ganze nun nicht von Unten mit Unkraut durchwuchert wird und manierlich aussieht haben wir die Fläche jetzt mit Unkrautplane und Steinplatten versehen.

Bitte nicht darüber lästern, dass der Spaß nicht so ganz gerade ist. Zum einen ist das ein bisschen der Plan, denn wenn es plan wäre, würde sich dort eventuell Wasser sammeln können. Zum anderen spielt das dort eh nicht so ganz die Rolle, da die Hütte einen eigenen Boden bekommen wird und man so das Meister der Steinfläche später eh nicht mehr sehen wird.

Und während wir nun so langsam vor uns hin basteln scheint die Sonne vom Himmel, ein laues Lüftchen weht uns um die Nase und man kann sich fast fragen, ob man überhaupt ein Gartenhaus braucht. Schaun mer mal.

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Von einem der auszog, einen Rasenmäher zu kaufen – ein Nicht-Review des Ryobi RLM36X50H

Das soll er sein. Ein RLM36X50H Akku-Mäher von Ryobi. (Bild: © O.Thiele)

Das soll er sein. Ein RLM36X50H Akku-Mäher von Ryobi. (Bild: © O.Thiele)

Der Rasen wächst und wächst. Das Unkraut zwar auch, aber trotzdem erfreut mittlerweile eine schöne, fast geschlossen grüne Fläche das Auge des Neu-Kleingärtners. Die letzten Wochen haben wir primär mit Rasen-sprengen und Unkraut zupfen verbracht. Damit der Rasen uns nun nicht über den Kopf wächst ist die Anschaffung eines Rasenmähers natürlich naheliegend. Schafe sind da in der Haltung dann doch etwas zu aufwendig. Vor allem stellt sich da dann ja die Frage, wo man die im Winter zwischenlagert. Kommt das Wort Mäher eigentlich vom „Mäh“ der Schafe? Muss ich bei Gelegenheit mal googeln.

Wie bekommt man nun so einen Rasen kurz? Von der biologischen Methode mal abgesehen gibt es drei primäre Möglichkeiten. Manueller Handrasenmäher (auch Spindelmäher genannt), Elektro-Mäher und Benzin-Mäher. Die Elektromäher unterscheiden sich dann noch in Kabel- und Akku-Mäher.

Wenn man sich jetzt im Netz so umschaut wird je nach Grundstücksgröße ein anderer Typ empfohlen. Kleine Flächen, sagen wir mal bis 100 m² können mit dem Spindelmäher bearbeitet werden. Elektromäher ergeben bis 500 m² Sinn und da drüber werden Motormäher empfohlen.

Unser Claim hat nun eine Größe von 600 m². Wirklich mit Rasen versehen dürften aber wohl nur gut 400 bis 500 m². Der Rest geht für Haus, Terrasse und die ersten Beete drauf. Da liegen wir also genau zwischen E-Mäher und M-Mäher und dient also nur bedingt zur Entscheidungsfindung.

Ein schneller Blick auf Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Typen schafft vielleicht etwas mehr Klarheit.

Alles von Hand – der Spindelmäher

Wer unabhängig von Strom sein möchte greift auf einen Handrasenmäher zurück. Im Gegensatz zu den motorbetriebenen Mähern schlägt hier kein um den eigenen Mittelpunkt rotierendes Messer das Gras ab. Ein drehendes Spindelmesser schneidet das Gras.

Vorteil: Das Gras wird nicht ganz so ruppig behandelt und das Schnittbild soll schöner sein. Außerdem hat man nach dem Mähen so schöne Fußballfeld-artige Streifen auf dem Rasen, da die Mäher i.d.R. hinter dem Mähwerk eine kleine Walze haben, die das Gras in einer Richtung legt. Auf Grund des fehlenden Motors ist das Mähen mit dem Spindelmäher ein gutes Training. Spindelmäher sind klein, gut zu verstauen, unabhängig von Strom und Benzin, stinken nicht und machen so gut wie keinen Lärm. Kann man auch bei geräuschempfindlichem Nachbarn sonntags einsetzen. Ach ja, „wartungsarm“ sollte man nicht vergessen.

Nachteil: Auf Grund des fehlenden Motors ist das Mähen mit dem Spindelmäher ein gutes Training (kommt mir irgendwie bekannt vor). Je nach Geländegröße und Grashöhe kann das vermutlich recht anstrengend werden. Außerdem ist der Grasfang bei den meisten Modellen (wenn überhaupt vorhanden) nicht so gut gelöst wie bei Motormähern. Das Nachschleifen der Spindel wäre so teuer, dass sich das nicht lohnt. Wenn er regelmäßig genutzt wird hält so ein Mäher nach Aussage der Fachberatung im Baumarkt 5 bis 6 Jahre.

Hier mal ein beliebiges Beispiel-Video für einenSpindelmäher:

Achtung! Kabel – der Elektromäher

Klein und leise trifft auch auf viele Elektromäher zu. Gut, so leise wie ein Spindelmäher sind sie nicht. Trotzdem hält sich die Lautstärke in Grenzen. Im Gegensatz zum Spindelmäher befindet sich unter dem E-Mäher unten drunter ein flaches, langes Messer, das sich mit hoher Drehzahl im Kreis dreht. Hier wird das Gras eher abgeschlagen und nicht geschnitten. Der Strom kommt via Kabel aus der Steckdose.

Vorteil: Elektromäher sind noch ansatzweise leicht, wendig, einigermaßen leise und leicht zu bedienen. Die Messer können ab und zu geschliffen werden. Viel mehr Wartung haben die Teile nicht nötig.

Nachteil: Das Kabel nervt. Gerade bei etwas längeren Grundstücken geht es einem relativ schnell auf den Senkel, dass man andauernd das Kabel hin- und herzuppel muss. Und kaum ist man mal etwas im Flow drin und sinniert beim Mähen über den Sinn des Lebens macht es „poff“ und der Mäher geht aus, weil man über das Kabel gemäht hat. Darauf folgt dann entweder die Vernichtung finanzieller Ressourcen durch Neuanschaffung des Kabels oder das No-Risk-No-Fun-Spiel mit laienhaft selbst geflicktem Elektrostrang.

Voll geladen – der Akku-Rasenmäher

Strom ist eine feine Sache zum Antrieb eines Mähers. Warum also nicht auf das nervige Kabel verzichten und stattdessen einen Akku nehmen? Bis vor kurzem war das noch etwas problematisch. Die guten, alten Blei-Akkus waren schwer und hatten keine große Lebensdauer. Mit der aktuellen Lithium-Ionen-Technologie sieht das schon etwas anders aus. Allerdings sollte man bei dem Kauf eines Akku-Mähers darauf achten, dass der Akku möglichst viel Volt und noch wichtiger, viel Ampere-Stunden (Ah) hat. Je mehr desto besser. Mittlerweile sind ja sogar Modelle mit 5 Ah bei 36 Volt zu bekommen. Aber dazu später etwas mehr.

Vorteil: Alle, die ein Kabel-Elektromäher auch hat plus Ungebundenheit auf Grund des fehlenden Kabels.

Nachteil: Akkus halten nicht lange. Momentan ist wohl bei 500 bis 600 m² Schluss. Je nach Beschaffenheit des Rasens und Werbeversprechen des Herstellers mal mehr oder weniger. Kosten erheblich mehr als Kabel-Mäher.

Gib Gas – der Moto-Mäher

Ist das Gelände zu groß oder spielt man gerne mit Benzinmotoren rum kommen Benzin-Mäher ins Spiel. Die gibt es je nach Geldbeutel auch mit Antrieb und Autostarter. Kann man locker 4-stellige Summen für ausgeben. Man sollte darauf achten, sich einen 4-Takter zuzulegen. Anderenfalls muss man sich seinen Treibstoff selber an mischen.

Vorteil: Gibt es mit sehr breiten Messern (= hohe Flächenleistung), kommt ohne Kabel aus und kann je nach Modell selber fahren.

Nachteil: Laut und schwer. Zwar bringt der Radantrieb auf gerader Strecke den Mäher leicht voran. Man darf aber nicht vergessen, dass der Mäher ja auch gewendet werden muss. Je verwinkelter der Garten umso anstrengender wird es. Bei manchen Modellen mit Radantrieb hat man schon damit zu kämpfen, wenn man den Mäher mal zurückziehen will. Da heißt es denn erst auskuppeln.

Mäher mit Verbrennungsmotoren sind wartungsintensiv. Man muss den Ölstand beachten und hat immer einen Kanister mit Benzin im Geräteschuppen stehen. Ist der leer darf man den Kanister schultern und zur nächsten Tankstelle wandern.

Man muss sogar darauf achten, auf welche Seite man den Mäher kippt, wenn man ihn von unten säubern will. Liegt er auf der falschen Seite läuft der Luftfilter voll Öl und nichts geht mehr.

Das Anlassen mit Starterseil ist zuweilen recht Kraft-aufwendig. Nichts für zarte Personen. Laut Auskunft des Baumarktpersonals kann man sich nicht mal unbedingt auf Elektrostarter verlassen. Bei warmem Motor sollen diese nämlich nicht sehr zuverlässig sein.

Hier mal ein Beispiel, was bei einer Inspektion so alles anfällt:

Jack in the Box - ein jungfräulicher Rasenmäher in der Kiste. Wird wohl erstmal auch jungfräulich bleiben. (Bild: © O.Thiele)

Jack in the Box – ein jungfräulicher Rasenmäher in der Kiste. Wird wohl erstmal auch jungfräulich bleiben. (Bild: © O.Thiele)

Die Qual der Wahl

Ihr seht schon, die Auswahl des richtigen Mähers ist nicht leicht. Ich habe mich dem gewünschten Modell mit dem Ausschlussprinzip genähert. Handmäher? Grundstück zu groß. Elektromäher? Keine Lust auf Kabel. Motormäher? Zu laut, zu wartungsintensiv, zu schwer….

Übrig bleib: der Akku-Mäher. Ja, so einige werden jetzt sagen, dass das bei der Grundstückgröße nicht reichen wird. Andere werden sagen, dass das Preisleistungsverhältnis nicht stimmt. Egal, jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen. Das ist ja das Schöne am Garten. Ich darf meine eigenen Fehler machen.

Meine Wahl fiel schnell auf den Ryobi RLM36X50H. Der schein momentan nur beim Bauhaus zu bekommen zu sein. Im Netz gibt es nur den Ryobi RLM36X40H. Der Unterschied liegt im beigelegten Akku. Der vom 50H hat 5Ah, der vom 40er nur 4 Ah. Viel hilft viel und wenn Ryobi und Bauhaus mit bis zu 750 m² werben sollten die 400 -500 m² bei mir auch machbar sein. Noch habe ich ja ein relativ einfaches Viereck, das gemäht werden muss. Der Boden ist auch relativ eben. Da kenne ich nun jeden Zentimeter genau.

Warum kein Bosch? Ist doch die in Deutschland viel bekanntere Marke und gerne mal Testsieger. Gute Frage. Hauptsächlich des Akkus wegen. Die Bosch-Akku-Mäher gibt es nur mit maximal 4 Ah. Außerdem hat mir die Radhöhenverstellung beim Ryobi einen wertigeren Eindruck gemacht. In den Test und Nutzerbewertungen im Netz ist er auch ganz gut davon gekommen. Bezüglich Firmengröße braucht Ryobi sich auch vor Bosch nicht zu verstecken.

Ein bisschen muss man aber bei Ryobi aufpassen. So gibt es von denen auch einen Akkumäher, der mit zwei 4 Ah-Akkus daher kommt. Ein Ersatz-Akku ist doch was feines, könnte man jetzt denken. Der ist aber eine kleine Mogelpackung, da vermutlich beide Akkus gleichzeitig genutzt werden. Es handelt sich nämlich nur um 18 V Akkus, der Mäher läuft aber mit 36 V. Zwei Akkus heißt bei Defekt dann doppelt Ersatz kaufen. Würde ich eher von abraten.

Entscheidung steht, ab ins Bauhaus. Der Karton mit Mäher bring so einige Kilo auf die Wage. Da es momentan noch kein Haus (eine leidige andere Geschichte) und keinen Geräteschuppen (Bauplan ist schon angedacht) gibt, muss der Mäher also erst mal in den 3. Stock. Man will das Unpacking ja etwas zelebrieren.

Der Blick durch den frisch geöffneten Karton ist schon mal viel verheißend. Sieht ganz chic aus, das Teil. Akku und Ladegerät sind als erstes an der Reihe. Beide machen einen wertigen Eindruck. Der Akku ist am Gewicht des Kartons nicht unschuldig.

Am Ladegerät gibt es eine LED, die über Ladezustand Auskunft gibt. Sie kann grün und/oder rot leuchten oder blinken. Je nach dem, wie sie leuchtet wird der Akku entweder geladen oder ist voll. Blöd ist nur, wenn die Lampe abwechselnd rot und grün blinkt. Damit wird ein defekter Akku angezeigt.

Kleine Störenfriede. Akku und Ladegerät verderben den Spaß. (Bild: © O.Thiele)

Kleine Störenfriede. Akku und Ladegerät verderben den Spaß. (Bild: © O.Thiele)

Der Akku ist schnell aus seiner Plastiktüte befreit. Ladestand aus der Box wir mit einem Balken angezeigt. Ab in die Ladestation und… es blinkt rot und grün. Die Begeisterung hält sich in Grenzen. Akku oder Ladegerät sind laut Anleitung also defekt. So packe ich dann alles wieder ein und ab zum Bauhaus.

Der Umtausch ist simpel, die Verkäufer gut gelaunt. Wenn ich mir vorstelle, dass ich das Teil jetzt wieder einschicken müsste…. stationärer Handel ist manchmal auch von Vorteil. Ein Ryobi ist noch da und wird gleich wieder mitgenommen. Bevor ich den jetzt noch mal durch die Weltgeschichte schleppe nehme ich zuhause nur Ladegerät und Akku mit nach oben. Und was erwartet mich dort? Richtig. Rotes und grünes Blinken. Super. Mach ich was falsch oder ist das ne defekte Charge? Zurück zum Bauhaus. Da die netten Damen und Herren vom Service-Schalter und aus der Gartenabteilung die Anleitung genau so deuten wie ich geht auch das zweite Gerät zurück. Geld gibt es natürlich wieder.

Ein bisschen hege ich die Vermutung, dass die 5 Ah Akkus nicht mit dem Ladegerät harmonieren, da alle anderen den Mäher nur mit 4 Ah verkaufen. Das ist jetzt aber wirklich nur ein reines Bauchgefühl, bar jeglichen Beweises oder technischen Sachverstandes.

Da der Tag schon fortgeschritten und sich meine Motivation, das Teil an einem Samstag im anderen Bauhaus direkt vor Ort ausprobieren zu lassen, sehr gering ist, geht es erst mal ohne Mäher in den Garten. Da gibt es nämlich noch eine Methode der Rasen-Rasur, die ich eigentlich schon ausgeschlossen hatte.

In unserem Garten-Asyl, schräg gegenüber unserer Parzelle, steht nämlich noch ein guter, alter Gardena-Spindelmäher. Ein Versuch ist es wert. Und siehe da, der geht über den Rasen wie ein Lichtschwert durch Butter. Wird natürlich primär an den 4 cm Schnitthöhe und dem jungen Rasen liegen, aber schneller wäre ich mit nem Elektro- oder Benzinmäher auch nicht. Den Handmäher bekommt sogar meine Kleine geschoben. Naja, ein bisschen Hilfe ist schon dabei, aber mit 4 Jahren ist das ja auch noch statthaft.

Und die Moral von der Geschichte?

Wenn es weiterhin so einfach bleibt, den Rasen mit dem Spindelmäher kurz zu halten, werde ich erst mal dabei bleiben. Trainiert ja auch und ist gut für die Umwelt. Außerdem scheint mir die meist angegebene Flächengröße von 100 m² eher etwas für Weicheier zu sein. Traut euch mal was. Bringt doch auch Spaß und schöne Muster auf den Rasen.

Schade für den Ryobi-Mäher, denn den hätte ich wirklich gerne mal etwas länger betrachtet, zumal es zu dem Teil im Netz nicht so viele Informationen gibt. Aber vielleicht kommt das ja noch. Wenn der Rasen es braucht werde ich dem Teil wohl noch mal eine Chance geben.

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