Sonnige Aussichten – Edyn Bodenanalysator für den Garten

Clever den Garten analysieren - Edyn (Bild: kickstarter/© Edyn)

Clever den Garten analysieren – Edyn (Bild: kickstarter/© Edyn)

Endlich mal wieder ein Gadget für den Garten. Kommt ja auch nicht oft vor. Wie oft fragt sich der geneigte Hobbygärtner, ob er nun raus muss, um sein Grün oder was auch immer für Farben in seinem Garten vorherrschen, zu wässern damit daraus kein Braun wird? In den sonnigen Monaten sicherlich fast täglich. Hat es in der Nacht geregnet? Ist der Boden vom letzten rasensprengen noch nass genug? Gibt es Regen?

Da kommt es sicherlich nicht selten vor, dass man gießt, obwohl es gar nicht not tut oder die falschen Stellen im Garten bevorzugt. Wer seinen Garten komplett verkabeln und untertunneln möchte kann auf Systeme wie den DropLet zurückgreifen. Gärtner, die jetzt keine Lust haben, der Grasnarbe erst einmal weitere Narben zuzufügen und sich einfache Hilfe bei der Analyse der Bodenfeuchtigkeit wünschen können mal einen Blick auf Edyn werfen.

Bei Edyn handelt es sich um ein per Solar-Energie betriebenes System, das Lichteinfall, Luft- und Bodenfeuchtigkeit, Temperatur und Nähstoffgehalt des Bodens analysiert und diese Informationen dann mit den Informationen aus Wetterdatenbanken und einer 5000 Pflanzentypen umfassenden Pflanzendatenbank kombiniert.

Anhand dieser Informationen empfiehlt das System dann die richtigen Pflanzen für den Standort, die richtige Pflanzzeit und sogar welche Pflanzengruppen man am besten gemäß der Bodenbeschaffenheit zusammensetzen kann. Tipps für die man entweder jahrelange Erfahrung braucht oder tonnenweise Bücher wälzen muss.

Edyn gibt Hinweise, wenn die Umweltverhältnisse für die vorhandenen Pflanzen nicht ideal sind, z.B. wenn mehr Wasser benötigt wird und gibt Tipps, was wann gedüngt werden sollte. Wer jetzt zum wässern nicht in den Garten möchte kann zum Edyn-Sensor auch noch per Edyn gesteuerte Ventile kaufen, die eine automatische Wässerung des Gartens erlauben. Ob das in die hierzulande vertretenen Systeme a la Gardena passt kann ich allerdings nicht sagen. Müsste sich mal jemand erkundigen, ob die mit GHT 1 1/16th“ Fittings kompatibel sind.

Eine Menge Features, die dem Gartenfreund sicherlich so einige Sorgen nehmen können.

Der Sensor verbindet sich via WiFi mit einem Cloud-Server von Edyn. Von dort werden die entsprechenden Informationen an die Smartphone-Apps der Besitzer übermittelt. IOS und Android sind geplant. Hier sehe ich auch den einzigen Nachteil des Systems. Schrebergärtner dürfte so meist in die Röhre gucken, da die wenigsten Häusle wohl mit W-Lan ausgestattet sein dürften. Aber man kann sich ja auch aus nem ausgedienten Smartphone einen W-Lan-Hot Spot basteln.

Strom zieht das Gerät wie oben erwähnt aus Solarzellen. Damit es auch nachts funktioniert wird die Energie in einem Lithium-Polymer-Akku zwischengespeichert.

Automatisch geregelte Wasserzufuhr (Bild: kickstarter/© Edyn)

Automatisch geregelte Wasserzufuhr (Bild: kickstarter/© Edyn)

Ein Sensor soll für etwa 23 m² Fläche reichen. Nicht viel, aber man darf ja auch nicht vergessen, dass die Reichweite so eines Sensors lokal sehr begrenz sein dürfte. Da er ohne Stromkabel auskommt dürfte es aber wohl kein Problem sein, ihn ab und zu mal umzustecken.

Die Edyn-Geräte sollen keine Probleme mit Wasser, Sonne, Feuchtigkeit, Dünger und Pestiziden haben.

Für einen Sensor muss man momentan 99$ plus Nebenkosten auf den Tisch legen. Ausgeliefert werden die Teile im März 2015, also pünktlich zum Start der Saison. Die Prototypen sehen jedenfalls schon mal ganz chic aus. Bin mal gespannt, was am Ende dabei he

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