Sicher im Sattel – Seatylock Sattel-Schloss-Kombination

Das Schloss sitzt - das Seatylock (Bild: kickstarter/© Seatylock)

Das Schloss sitzt – das Seatylock (Bild: kickstarter/© Seatylock)

Fahrradschlösser sind entweder leicht, klein und mit einer Nagelschere zu öffnen oder wiegen ein Drittel des Rades, benötigen einen Rucksack oder umfangreiche Anbauten am Rad um transportiert zu werden. So clevere Lösungen wie beim Denny, dass das diesjährige bike design projekt gewinnen konnte, sind am freien Markt entweder noch nicht zu kaufen oder nur mit Kleinkredit zu erwerben. Kleine Ausnahme dürfte da das Van Moof mit eingebautem Schloss sein. Hier ist man jedoch darauf angewiesen, das Fahrrad mittig anzuschließen. Mal kurz nur das Hinterrad irgendwo anbinden geht damit nicht.

Außerdem dürfte nichtgleich jeder ein komplett neues Rad kaufen wollen, nur um das Schlossproblem zu lösen.

Eine erheblich variablere und vor allem nachrüstbare Lösung gibt es jetzt bei Kickstarter. Das Seatylock ist eine Kombination aus Sattel und Schloss. Die Entwickler sind auf die coole Idee gekommen, ein Faltschloss so unter einen Sattel zu montieren, dass es dort schnell arretiert und wieder abgenommen werden kann. Der Sattel sieht dadurch an der Basis zwar etwas bullig aus, aber letztendlich kommt es ja auf die Funktionalität an. Und die scheint durchaus gegeben zu sein. Das Seatylock ist mit einem Hebelgriff aus der Halterung genommen und genauso schnell wieder eingesetzt. Weiterer Vorteil der Kombination: Selbst wenn jemand das Schloss knacken sollte hat er keinen Sattel mehr, um losradeln zu können. Für den Dieb doch eher unbequem und ein Grund doch eher zu einem anderen Rad zu greifen.

Das Projekt scheint mir schon recht weit fortgeschritten zu sein. 15 funktionsfähige Prototypen wurden schon gebaut. Deren Sicherheit wurde schon recht eindrucksvoll im Video bewiesen. Da am Seatylock wie bei einem guten, alten Fahrradschloss keine Technik verbaut ist, dürfte die Herstellung auch nicht so komplex werden. Vermutlich kommt man sogar ohne China-Ware aus. Wobei das jetzt nur eine Vermutung von mir ist.

Die einzige Frage, die sich stellen dürfte, ist, ob die Sättel denn auch bequem genug sind. Aber das kann letztendlich wohl nur jeder für sich selber entscheiden. Zwei Formen gibt es zur Wahl. Eine klassische Breiter-Hintern-Form und eine etwas schmalere Trecking-Form.

Wer dem Seatlocky eine Chance geben will muss momentan 85 $ plus 15 $ Shipping auf den Tisch legen. Das ist letztendlich auch nicht viel mehr, als wenn man sich ein gutes Abus-Faltschloss plus einen Sattel zulegen würde.

Die Lieferung ist für März, 2015 angekündigt. Könnte vielleicht sogar klappen.

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