Angesteckt – ein kleines RELO Pedelec-Antrieb Update

Das sieht doch schon sehr final aus - RELO Pedelec-Antrieb zum nachrüsten (Bild: RELO)

Das sieht doch schon sehr final aus – RELO Pedelec-Antrieb zum nachrüsten (Bild: RELO)

Erinnert Ihr euch noch an den ansteckbaren Pedelc-Antrieb RELO, über den ich im Juli berichtet habe? Da gibt es jetzt weiteres Futter zu. Nein, zukaufen ist er noch nicht. Da heißt es immer noch auf 2016 warten. Und auch die in dem Segment „Neues Produkt am Markt“ übliche Kickstarter-Kampagne müssen wir nach aktuellem Stand der Dinge nicht ertragen, da immer noch der Vertrieb über Fachhändler im Fokus steht. Balsam für die geschundene Crowdfunding-Opfer-Seele.

Wir erinnern uns: RELO ist ein Elektro-Antrieb, der nachträglich an ein Bike angebaut werden kann. Hierfür wird ein Getriebe an das Tretlager angesetzt. Der Eingriff ist wieder komplett reversibel. Wer also sein altes Rad verkaufen möchte kann den Antrieb problemlos ans neue Rad umbauen. An das Getriebe werden dann der 250 Watt-Motor und Akku aufgesteckt. Das wiegt dann alles zusammen nur etwa 3 Kg und sieht auf den Bilder finde ich schon mal richtig amtlich aus.

Akku und Motor werden durch einen kurzen Dreh am Getriebe arretiert. Das soll so stabil sein, dass es auch abseits asphaltierter Wege halten soll. Ok, ich denke, zu extrem sollte man die Kombi jetzt nicht quälen. Scheinen die RELO-Macher auch nicht zu wollen. Immerhin nimmt der Mountainbiker im Video vor dem Downhill den Antrieb vorsichtshalber ab. Ich schätze mal, dass bei einem Downhill, besonders bei einem Sturz der Antrieb sich dann doch lösen können wird. Wer will das Teil dann auch schon irgendwo im Gehölz oder am Abhang suchen gehen. Sicher ist sicher. Ich persönlich fahre eh lieber Berg auf.

Man darf ja auch nicht vergessen, dass es auch weitere sicherheitstechnische Aspekte gibt, den Antrieb abnehmen zu können. Wird zum Beispiel das Rad geklaut muss man neben dem Rad dann nur das Getriebe ersetzen und nicht den kompletten Antrieb. Das könnte den einen oder anderen Euro sparen.

Entwicklung und Produktion finden übrigens komplett in Nürnberg statt. Kurze Wege und direkte Eingriffsmöglichkeiten in den Produktionsprozess sollten sich auf jeden Fall positiv auf das Produkt auswirken. Das kann bei einer Produktion im fernen Osten ja durchaus problematisch werden.

Ok, ne Wasserflasche passt da nicht mehr - aber mit Motor ist es ja auch nicht so anstrengend (Bild: RELO)

Ok, ne Wasserflasche passt da nicht mehr – aber mit Motor ist es ja auch nicht so anstrengend (Bild: RELO)

Die aktuellen Bilder vom RELO sehen schon sehr final aus. Das hat nichts von 3D-gedrucken, handgedengelten Prototypen, die man doch sehr oft bei Neuentwicklungen präsentiert bekommt. Das Finish macht auf mich den Eindruck, so auch im Laden stehen zu können.

Behalten wir einfach mal weiter im Auge.

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