Wohl keine Nullnummer – R-Kade Zero

Retro-Emulator mit integriertem Stick in Kleinstform - R-Kade Zero (Bild: kickstarter/ © DTronixs)

Retro-Emulator mit integriertem Stick in Kleinstform – R-Kade Zero (Bild: kickstarter/ © DTronixs)

Zum Start des Wochenendes und des Coleco Chameleons komme ich nicht umhin, Euch mit dem R-Kade Zero noch mal eine kleine Alternative zum Chameleon vorzustellen.

Wir befinden uns wieder im Themenbereich Retro-Emulator-Konsolen. Kinder der 70er/80er sollten sich also angesprochen fühlen. Wenn es um Emulator-Kisten geht gibt es eigentlich zwei Konzepte.

Zum einen gibt es die Geräte, die die originalen Prozessoren mithilfe von FPGA nachbauen. Dabei handelt es sich um Prozessoren, deren Funktionsstrukturen umkonfiguriert werden können. Da hatte ich im Informatikstudium viel Spaß mit. Leider ist der Fahrradcomputer, den wir damals damit realisieren mussten nicht so ganz praxistauglich gewesen. Immerhin haben wir damit einen funktionierenden Taschenrechner gebaut. Wenn man mal selber einen gebaut hat ist das dann doch irgendwie die ultimative Erlaubnis, einen richtigen Rechner nutzen zu dürfen anstatt im Kopf rechnen zu müssen. Aber zurück zu Thema.

Das zweite Konzept der Emulatoren nimmt sich einen verbreiteten Prozessor und emuliert die alten Kisten auf reiner Softwarebasis. Das ist nicht ganz so elegant, dürfte in der Regel den meisten Anwendern aber nicht wirklich auffallen. Während das Chameleon wohl ein Vertreter des ersten Konzeptes ist, fällt das R-Kade Zero in zweite Kategorie.

Das R-Kade Zero setzt auf einen Raspberry Pi Zero. Diese günstige und sehr kleine Version des Raspberry Pis erlaubt eine insgesamt sehr kleine Bauweise, was am R-Kade Zero eindrücklich deutlich wird. Auf dem eigentlichen Pi-Mainboard ist einfach noch eine weitere Platine aufgebockt, die dann je nach Version einen Analog-Stick mit 4 Buttons oder 2 Analog-Sticks beherbergt. Kleines Plastikgehäuse drum rum. Fertig. Wenn das erste Stretchgoal erreicht werden sollte wird es wohl auch noch eine Version mit D-Pad geben.

Was auf den Bildern leider nicht ganz so deutlich zu sehen ist, dürfte die ganze Kabellage sein, die man an die kleine Kiste stöpseln muss. Ob sich das R-Kade Zero mit eingestecktem HDMI-Kabel und Stromversorgung noch gut in der Hand halten lässt? Gute Frage. Erst recht, wenn man dann noch per USB eine Tastatur anschließen sollte wird es wohl eng werden.

Zu fett sollten die Kabel nicht sein... (Bild: kickstarter/ © DTronixs)

Zu fett sollten die Kabel nicht sein… (Bild: kickstarter/ © DTronixs)

Die Software wandert per Micro-SD-Karte in den Pi. Die Retropi-Suite, die der Emulation alter Computer und Konsolen dient, soll auf dem Prototypen auf jeden Fall schon erfolgreich zum Laufen gebracht worden sein. An PiPlay PES wird noch gestest.

Mit 38 Pfund plus Nebenkosten für ein zusammengebautes R-Kade Zero sind die Anschaffungskosten erfreulich gering. Die Bastler unter Euch dürfen sich über die Einzelteile des Controllerboards für gut 15 Pfund freuen.

Der Pi Zero ist jetzt zwar keine Rennkiste, für alte 8bit und vermutlich auch 16bit-Kisten sollte er aber wohl ausreichen. Wer eine wirklich kleine Lösung sucht und die finanziellen Ausgaben flach halten will sollte also mal einen Blick riskieren.

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