Quickguard – das etwas andere Rennrad-Schutzblech

Sieht auch am Rennrad cool aus – Quickguard Schutzbleche (Bild: kickstarter/ © Chris Howard)

Schutzbleche an Rennrädern sind ja selten eine Augenweide. Mit Quickguard, dem Schutzblech zum Nachrüsten, soll sich das jetzt ändern.

Es gibt ja nicht wenige Räder, die von Werk her ohne Schutzbleche auskommen müssen. Da wären nicht nur die oben schon erwähnten Rennräder sondern auch Fixis, Fitness-Bikes, MTBs und was weiß ich nicht zu nennen. Immer dann, wenn es auf Gewicht und Sportlichkeit geht ist das erste, was die Hersteller weglassen, das Schutzblech.

Für denjenigen, der nicht gerade in Kalifornien wohnt (ein Hoch auf das Hamburger Wetter) und das Rad auch mal nicht als reinen Sportgerät sondern als Transportmittel einsetzen will, ist das ein Problem. Wer will schon selbst bei leichtem Regen mit einem Streifen Matsch auf dem Rücken am Supermarkt/Arbeitsplatz/Date/Vorstellungsgespräch ankommen.

Angesteckt

Bis jetzt gab es eigentlich nur halbherzige Lösungen. Man kann natürlich normale Schutzbleche montieren. Das geht jedoch nur, wenn entsprechende Anlötsockel vorhanden sind. Ja, ja, es gibt natürlich auch welche, die mit Klemmen arbeiten. Nur haben beide gemein, dass die Optik des Rades danach doch stark leidet.

Alternativ kann man auch zu Steck-Schutzblechen greifen. Nur sehen die sowohl schei suboptimal aus und bieten dabei oft noch weniger Schutz als die fest montierten Lösungen. Außerdem besteht bei Steckblechen die Chance, dass man ob des schönen Wetters am Morgen diese zuhause lässt und Nachmittags dann durch den Regen darf.

Quickguard orientiert sich eher an den fest montierten Blechen. Neu ist allerdings die Konstruktion.

Dank einarmiger Konstruktion schnell zu montieren. (Bild: kickstarter/ © Chris Howard)

Quickguard macht’s anders

Statt auf Anlötsockel oder Klemmen zu setzen ersetzt Quickguard einfach die Mutter der Schnellspanner-Achse. Sehr clever und ich frage mich, warum da noch keiner vorher auf die Idee gekommen ist. Gerade bei Carbon-Rahmen hat man ja das Problem, dass es weder Anlötsockel gibt noch die Rohre für die Aufnahmen von Schellen und Klemmen taugen.

Man schraubt einfach die alte Mutter der Achse ab und Quickguard dran. Jetzt muss nur noch die Position justiert und fixiert werden. Der Abstand zwischen Reifen-Mitte und Ausfallende des Rahmens kann mittels Distanzstücken justiert werden.

Die Konstruktion bedingt natürlich, dass es sich hier um ein einarmiges System handelt. Cannondales Lefty sei gegrüßt. Das sorgt natürlich für eine sehr coole und spaßige Optik, die gerade der etwas radikaleren Timetrial- oder Triathlon-Schüssel á la Cervelo sehr gelegen kommt.

Einziger Nachteil aktuell ist, dass es den Quickguard nur für 700c Bereifung gibt. 29er MTB und MTBs mit dicken Profilen bleiben also außen vor. Ich kann mir aber vorstellen, dass bei erfolgreicher Kampagne auch noch andere Größen realisiert werden.

Bleib trocken

(Bild: kickstarter/ © Chris Howard)

Bei umgerechnet 25 Euro plus Nebenkosten für den Early Bird für ein einzelnen Quickguard bzw. 45 Euro für das Doppelpack (für Vorder- UND Hinterrad) hält sich das finanzielle Risiko in Grenzen. Wie stark die einarmige Konstruktion zu Vibrationen neigt ist vor ab allerdings schwer zu beurteilen.

Das Lieferdatum mit April 2018 kling einigermaßen realistisch. Es werden ja keine elektronischen Komponenten benötigt und die Anzahl an Spritzguss-Elementen ist überschaubar.

Wer also trocken nach Hause kommen möchte, ohne dabei sein Rad zu verschandeln sollte mal einen genaueren Blick riskieren.

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