Konkurrenz für die modulare Bocks-Smartwatch – Pebble Smartstraps

Modulares Armband aus Xadows-Modulen von Seed Studio für die Pebble Time (Bild: kickstarter/Pebble/Seeed Studio)

Modulares Armband aus Xadows-Modulen von Seed Studio für die Pebble Time (Bild: kickstarter/Pebble/Seeed Studio)

Dass die Pebble Time abgegangen ist, wie ein Kilo Mentos in einer Badewanne Cola ist ja kein Geheimnis mehr. Die Gründe dafür sind vielfältig. Eine clevere Marketing-Strategie war dem sicherlich nicht abträglich. Die technischen Idee, die mittlerweile bekannt sind, tragen aber auch einen erheblich Anteil daran. So lecker das Eye-Candy durch das Farbdisplay auch aussieht würde ich persönlich aber die Möglichkeit, „smarte“ Armbänder an die Uhr anzudocken, als das eigentliche Highlight ansehen.

Die Idee, ein modulares Device auf dem Markt zu bringen, bei dem man ja nach Bedarf die entsprechenden Teile an das Gerät anschließt dürfte durch Googles Projekt Ara wohl den größten Unterstützer haben. Ara ist jedoch ein reines oder zumindest überwiegen auf Smartphones ausgerichtetes Konzept.

Die Übertragung auf das Thema Smartwatch wurde bis jetzt hauptsächlich durch die Blocks Smartwatch vorangetrieben. Diese ist zwar noch nicht erhältlich, aber immerhin konnte man schon mit dem Fan Award bei der 2014er Intel Make it Wearable challenge erste Erfolge verzeichnen. Das Konzept kommt also an.

Wird es schwer haben- Blocks Smartwatch (Bild: © Blocks)

Wird es schwer haben- Blocks Smartwatch (Bild: © Blocks)

Ein bisschen können einen die Blocks-Macher aber jetzt leidtun. Durch das Smartstrap-Konzept der Pebble bekommt das Thema modulare, nachrüstbare Funktionen an der Smartwatch einen neuen Spieler auf dem Markt, der für Blocks durchaus ein Problem werden könnte.

Pebble hat jetzt angekündigt, Startups, die interessante Lösungen für die Smartstrap-Armbänder entwickeln wollen, mit 1 Mio $ zu unterstützen. Und die ersten Konzepte wurden beim letzten Kickstarterupdate auch schon gleich gezeigt.

Am spannendsten dürften hier Xadows Module von Seed Studio sein. Über 20 verschiedene Module, von NFC bis hin zu GPS hat man schon entwickelt und ist nun bemüht, diese so weiterzuentwickeln, dass sie als Module zu einem Armband zusammengesteckt werden können. Damit würde man Blocks erheblich den Wind aus den Segeln nehmen.

Wieso? Blocks erstell ein komplett neues System und muss deshalb erheblich mehr entwickeln als Pebble und deren Smartstrap-StartUps. Das größte Problem dürfte bei „Smart“-Geschichten immer das Betriebssystem sein. Bis das vernünftig läuft und alle Funktion hat, die es braucht vergeht immer so einiges an Zeit. Selbst Pebble hat etwas gebraucht, bis sie den jetztigen Stand erreicht haben. Die zwei Jahre Vorsprung dürften nur schwer aufzuholen sein, zumal die Manpower bei einem kleinen StartUp bei weitem nicht so stark vorhanden sein dürfte wie bei einer Firma, die das StartUp-Dasein mittlerweile weit hinter sich gelassen und finanziell ganz andere Möglichkeiten hat.

Einziger Vorteil von Blocks dürfte sein, dass dort alles aus einer Hand kommt. Die Smartstraps bei der Pebble müssen erst mal beweisen, dass die Integration in das System auf funktioniert. Aber selbst, wenn es da haken sollte hat man ja immer noch eine etablierte Smartwatch. Das Risiko ist also kalkulierbarer. Auch im Hinblick auf Garantie und Service.

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