Für Garten-Noobs mit braunen Daumen – Parrot Flower Power-Pflanzen-Überwachung

Garten-Anfängers Glück - Pflanzenüberwachung mit dem Parrot Flower Power (Bild: © Parrot SA)

Garten-Anfängers Glück – Pflanzenüberwachung mit dem Parrot Flower Power (Bild: © Parrot SA)

Wenn man den Firmennamen Parrot hört denkt der geneigte Geek ja erst einmal an Drohnen. Dass die aber auch anders können sieht man am Parrot Flower Power. Der Gartenprofi wird jetzt zwar eher mit dem Kopf schütteln, der technikaffine Anfänger mit wenig Pflanzen oder viel Geld dürfte aber voll gepleased sein.

Eigentlich ist der Parrot Flower Power vergleichbar mit dem Edyn Bodensensor, den man vor ein paar Wochen bei Kickstarter unterstützen konnte. Der Parrot Flower Power ist ein kleines, mit Sensoren vollgestopftes Gerät, mit dem man die wichtigsten Umgebungsparameter einer Pflanze aufzeichnen und analysieren kann. Hieraus leitet das Gerät Pflegeempfehlungen für das Grünzeug ab.

Eine Datenbank mit mittlerweile mehr als 7000 Pflanzen soll dafür sorgen, dass man auch der richtigen Pflanze die richtige Behandlung angedeihen lässt. Die Anweisungen erhält der Nutzer, wie nicht anders zu erwarten, über eine entsprechende App. Der Flower Power koppelt sich nämlich via Bluetooth 4.0 mit dem Smartphone. Apps stehen für IOS und Android bereit.

Folgende Parameter kann der Flower Power erfassen:

Es geht doch nichts über eine feine, kleine App (Bild: © Parrot SA)

Es geht doch nichts über eine feine, kleine App (Bild: © Parrot SA)

  • Bodenfeuchtigkeit
  • Düngungsgrad des Bodens (elektrische Leitfähigkeit des Bodens)
  • Lichtmenge und Dauer
  • Boden- und Lufttemperatur

Sehr schön ist das Vorhandensein des Lichtsensors, da man so auch endlich mal mitbekommt, ob die Pflanze zu wenig, zu viel oder genau richtig Licht bekommt. Das ist ja sonst eher ein Ratespiel.

Im Gegensatz zum Edyn wird der Flower Power mit einer Batterie mit Strom versorgt, d.h. man muss alle 6 Monate selbige austauschen. Auch bei der Kommunikation hat der Edyn die Nase vorn, da er via WiFi die Daten weiter gibt. Die Bluetooth-Variante des Flower Powers hat natürlich nicht die Reichweite und setzt voraus, dass man aktiv die Runde im Haus durch die Blumenkästen oder durch die Beete im Garten macht um die Daten aktiv vom Sensor abzuholen. Da könnte man dann auch gleich mal die Gießkanne mitnehmen.

Insofern ist die versprochene Warnung in Echtzeit, wen die Pflanzen etwas brauchen nur relativ. Wer nicht regelmäßig seine Pflanzen besucht darf sich dann nicht wundern, wenn sie das Zeitliche segnen.

Es gibt gegenüber den Edyn zwei extrem große Vorteile, die man nicht unterschätzen sollte. Erstens, das Flower Power wird von einer etablierten Firma hergestellt, die schon ein bisschen am Markt ist und genügend Manpower haben dürfte, das Produkt zu pflegen und zweitens, man kann’s jetzt direkt schon kaufen. Kein Kickstarter-Gerümpel, das erst ein halbes Jahr zu spät ausgeliefert wird, nur die Hälfte der versprochenen Features hat und dann noch mal ein halbes Jahr braucht um einsatzfähige Software spendiert zu bekommen. Sollte man echt nicht unterschätzen. Erst recht, da man den Flower Power direkt in DE bestellen kann und somit dann auch die hier vorgeschriebenen zwei Wochen Rückgaberecht hat. Probiert das mal bei nem Kickstarterprojekt.

Ich denke, für den zahlenverrückten Garten-Nerds klingt das Parrot Flower Power sehr interessant. Ein Blick auf die Amazon-Bewertungen zeigt auch, dass es durchaus eine Menge Leute gibt, die Spaß an dem Teil gefunden haben. Natürlich gibt es allerdings auch Kunden, die nicht so begeistert waren. Schwierig, schwierig. Leider ist der Preis mit aktuell knapp 45 Euro auch kein Schnäppchen, zumal man bei mehreren Beeten und unterschiedlicher Bepflanzung auch mehrere Sensoren braucht.

Wer traut sich und probiert das Teil mal aus?

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