11 Gänge-Feinkost – pakiT Faltrad

Nicht das kleinste Faltrad, aber dafür sehr leicht - pakiT (Bild: kickstarter/ © Bike Friday)

Nicht das kleinste Faltrad, aber dafür sehr leicht – pakiT (Bild: kickstarter/ © Bike Friday)

Für ein gescheites Faltrad-Konzept ist in meinem Blog immer Platz und so möchte ich Euch heute das pakiT City Bike vorstellen. Wenn man sich die Spezifikationen so anschaut wird hier schnell klar, wen man sich als Gegner ausgewählt hat. Das gute, alte Brompton.

Klar, den „Kult“ eines Bromptons wird ein Neueinsteiger aus dem Stand eh nicht erreichen können und so muss sich das pakiT als erstes an den Packmaßen eines Bromptons messen.  Mit 96cm x 61cm x 25cm bleibt man leider ein ganzes Stück über den 57cm x 59cm x 27cm des Vorbilds. Immerhin haben die Leute von bikefriday.com es geschafft, 2 cm schmaler zu bleiben.

In wie weit die größeren Abmessungen ein Ausschlusskriterium darstellen muss jeder selber entscheiden. Entscheiden für mich ist, dass es hier mit dem angebotenen Rucksack gleich eine passable Transportmöglichkeit gibt, wenn man das pakiT nicht in der Hand tragen will. So sind es mal wieder weniger die cm auf die es ankommt sondern eher das Gewicht, und da kann das pakiT voll auftrumpfen.

pakiT = Leichtgewicht

Ab 6,8 kg geht es los. Da muss man sich schon strak mit dem Zubehörmarkt beschäftigen, wenn man sein Brompton auf so ein Gewicht drücken will. Unter 7 kg geht natürlich mit einem stolzen Preis (2300$) einher und auf Gangschaltung und Schutzbleche muss man dann natürlich verzichten.

Aber selbst, wen man die Version mit der 11 Gang-Alfine-Schaltung nimmt, bleibt man immer noch unter 10 Kg (auch wenn man dann immer noch keine Schutzbleche hat).

Mooooment, 11 Gang-Alfine? Ja, richtig gehört. Endlich scheint mal jemand auf die Idee gekommen zu sein, einen Faltradrahmen zu bauen, der auch normale Nabenschaltwerke mit 135mm Breite aufnehmen kann. Mir ein Rätsel, warum Brompton & Co sich die 5 bis 15 mm immer sparen müssen, damit man ja nur eine eingeschränkte Schaltungsauswahl hat. Wer 11 Gänge am Brompton haben will braucht starke Nerven und den Mut, den Hinterbau aufzudehnen.

Angetrieben wird das Hinterrad wartungsarm mit einem Zahnriemen. Wobei Zahnriemen ja durchaus gerne mal diskutiert werden.

Trotz etwas größeren Abmessungen schnell verstaut (Bild: kickstarter/ © Bike Friday)

Trotz etwas größeren Abmessungen schnell verstaut (Bild: kickstarter/ © Bike Friday)

Flatter, flatter

Zwei Haare in der Suppe sind leider auch zu finden. Mir missfällt die Abwesenheit von Schutzblechen. Hier würde ich gerne von Anfang an sehen, wie sich der Hersteller das gedacht hat, da für Pendler Schutzbleche essentiell sind. Wer mit Anzug durch den plötzlich einsetzenden Regen muss, wird das vermutlich schnell genau so sehen.

Das zweite Problem (welches ich allerdings auch mit dem Brompton habe) sind die kleinen 16“-Laufräder. Für mich ist das eher ein Kinderspielzeug. Die Fahreigenschaften von Brompton, Birdy & Co mit Laufrädern unter 20“ sind mir einfach zu flatterig. Kann man sich vielleicht dran gewöhnen, will ich aber nicht. Da bleibe ich lieber bei meinem 24er Dahon IOS. Das fährt sich zumindest wie ein echtes Fahrrad, auch wenn es gepackt etwas größer und auf der Waage auch etwas schwerer ist. Aber ich muss es ja auch nicht regelmäßig mit in die Bahn schleppen.

Tl;dr

Das pakiT ist ein sehr leichtes Faltrad, dass zwar nicht so kleine Packmaße wie ein Brompton hat, dafür aber mit er 11 Gang Nabenschaltung ausgestattet werden kann.

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