Auf den Zeiger – OMATA One, der analoge GPS-Bike-Computer

Analoge Anzeige mit GPS-Genauigkeite - OMATA One, der analoge Bikecomputer (Bild: kickstarter/© omata.com)

Analoge Anzeige mit GPS-Genauigkeite – OMATA One, der analoge Bikecomputer (Bild: kickstarter/© omata.com)

Als ich Ende der 70er, Anfang der 80er mit meinem Kinderrad um den Block geheizt bin war das coolste Gadget, dass ein Kind am Rad haben konnte, ein Tachometer. Damals waren die Teile freilich noch rein analog aufgebaut. Eine Welle führte von einem Mitnehmer am Rad zur Geschwindigkeitsanzeiger, der dann ganz wie in Pappas Auto mit der Tachonadel das vermeintliche Tempo angezeigte. Genau war anders.

Heutzutage tendiert ja alles dazu, die gute, alte Mechanik weg zu optimieren. Selbst die größte Bastion der analogen Armaturen, die Automobil-Branche, geht immer mehr auf aktuelle digitale Displaytechnik. Umso cooler ist es, dass es mit dem OMATA One jetzt einen Fahrradcomputer gibt, der das klassische Tempo-Eisen zurück an das Rad holt.

Die Technik hinter dem OMATA One ist freilich nicht mit der aus den 70ern zu vergleichen. Ein modernes 72 Kanal GPS-System ermittelt alle notwendigen Daten. Diese werden dann über eine Mechanik von Seiko auf vier Zeiger umgesetzt. Angezeigt werden können Tempo, Distanz, Höhenmeter, Uhrzeit und Fahrzeit. Vielleicht nicht ganz so variabel und umfangreich wie ein am Lenker geklebtes Smartphone, dafür aber 1000-mal stylischer und bei jedem Licht gut ablesbar.

Der Spaß soll natürlich ausreichend wasserdicht sein. In wie weit dies mit dem USB-C-Port möglich ist muss sich freilich zeigen. Sollte der im Laufe der finalen Entwicklung doch noch wegfallen bleibt zur Datenübertragen aber immer noch Bluetooth übrig. Auch ANT+-Geräte können mit dem OMATA One gekoppelt werden. In wie weit sich dieses dann zu einer Anzeige der entsprechenden Daten überreden lässt ist allerding offen. Ich vermute hier eher, dass das OMATA hier dazu dient, die Daten zu sammeln und dann gebündelt an das Smartphone oder den Rechner weiterzugeben.

Zeigt nicht viele In formation an, dafür aber sehr stylisch (Bild: kickstarter/© omata.com)

Zeigt nicht viele In formation an, dafür aber sehr stylisch (Bild: kickstarter/© omata.com)

Eine Akkuladung soll das Gerät je nach Nutzung bis zu 24 Stunden betreiben können. Sollte für die meisten Radler ausreichen. Meine längste nonstop-Fahrt waren 14 Stunden. Das fand ich allerdings schon grenzwertig. Langdistanz-Fahrer müssen sich dann halt mit einer Powerbank helfen.

Wirklich billig ist der Spaß nicht. Ist ja leider immer so, wenn filigrane Mechanik mit ins Spiel kommt. Man muss schon 499$ auf den Tisch legen. Die üblichen Nebenkosten kommen natürlich noch oben drauf. Dass für so ein Gerät aber ein Markt auch trotz der Preisklasse vorhanden ist, wird dadurch deutlich, dass es schon bereits zwei Tage nach Start erfolgreich gefundet wurde.

Die gezeigten Prototypen machen auf mich einen ehrlichen Eindruck. Bei dem geplanten technischen Aufwand halte ich auch den Liefertermin von Februar 2017 für plausibel. Wenn euch 499 $ für eine Crowdfunding-Kampagne zu riskant sind könnt Ihr aber auch noch etwas warten. Mit 599 $ ist der angepeilt finale Preis nicht so viel höher. Wobei sich der natürlich durchaus noch ändern kann. Man weiß ja nie, welche Fallstricke sich bei einer Produktentwicklung sich noch offenbaren.

Es ist immer wieder beruhigend, wenn auch ein paar Prototypen gezeigt werden (Bild: kickstarter/© omata.com)

Es ist immer wieder beruhigend, wenn auch ein paar Prototypen gezeigt werden (Bild: kickstarter/© omata.com)

Tldr;

Der OMATAO One vereint analoge Anzeige mit digitaler Präzision (GPS, Bueltooth, ANT+). Mit 499$ ist er allerdings kein billiger Spaß.

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