Nachgerüstet – Extradisplay für Cmoar-VR-Brille

Display zum nachrüsten - Cmoar-Addon-Screens (Bild: kickstarter/©cmoar)

Display zum nachrüsten – Cmoar-Addon-Screens (Bild: kickstarter/©cmoar)

Es gibt eine interessante Neuigkeit von der Cmoar-VR-Brille. Die modulare VR-Brille, die Einsätze sowohl für VR als auch für 3D-Kino und 2D-Kino besitzt, ist ja vor einiger Zeit bei Kickstarter an den Start gegangen. Das clevere Konzept reihte sich bis dahin in die illustre Reihe von VR-Brillenhaltern für Smartphones ein. Im Gegensatz zu den billigen Vertretern will Cmoar jedoch auch Bewegungssensoren in der Brille verbauen. Man möchte also Richtung Samsung Gear VR gehen.

Dass man mit dem Konzept erfolgreich sein kann dürfte beweisen, dass man fast vor dem Fundingziel von 100.000 steht und die Kampagne noch 22 Tage läuft. Für VR-Brillen eine recht hohes Fundinggoal. Aber wie uns vor kurzem Pebbel mit der Time Steel so eindrucksvoll gezeigt hat kann es nicht verkehrt sein, noch ein Ass im Ärmel zu haben, um die Verkäufe auch in der Mitte der Kampagne noch etwas anzukurbeln.

Dieses Spiel spielt cmoar nun auch. Sie sind auf die doch eigentlich recht naheliegende Idee gekommen, Displays für die Brille anzubieten. Eigentlich recht verwunderlich, dass da noch kein anderer drauf gekommen ist.

VR-Brillen auf Smartphonebasis sind zwar alle kabellos und recht variabel, haben aber in der Regel das Problem, dass man halt nur Smartphone-Apps nutzen kann. Die Rechenleistung aktueller Smartphones ist zwar beachtlich, kommt aber auch auf absehbarer Zeit nicht an PC oder PS4 heran. Ganz davon abgesehen dürfte die Qualität der Software auf den großen Systemen auch langfristig gesehen den Apps überlegen sein.

Wie bekommt man nun die Displayausgabe vom Rechner auf das Smartphone? Leider haben die wenigsten Phones (wenn es überhaupt welche gibt) einen Videoeingang. So bleibt eigentlich nur Streaming übrig. Hier kämpft man dann aber doch in der Regel mit Ruckeln und unschönem Lag. Nicht wirklich befriedigend.

Die Displays, die cmoar nun anbietet, können wie ein ganz normaler Monitor mittels HDMI-Kabel an den PC angeschlossen werden. Somit mutiert die cmoar von einem reinen Smartphone-Vergnügen zu einem Gerät, dass in den Jagdgründen vom Oculus Rift, Morpheus und Valve wildert.

In wie weit die Cmoar sich hier bezüglich des Trackings schlägt muss sich zeigen. Durch das modulare Konzept hat sie jedoch eindeutig einen USP, den die anderen Vollwert-Vertreter der Zunft nicht bieten. Die Cmoar ist quasi das Projekt Ara der VR-Brillen.

Es werden zwei Display angeboten. Ein 5.98” 60Hz Full HD Display (1920×1080 – 368ppi) und ein 5.98” 60Hz 2K-Display (2560×1440 – 491ppi). Mit 99$ bzw. 149$ Aufpreis bewegt man sich in einem durchaus günstigen Rahmen. Man kommt so für unter 300 $ an eine vollwertige VR-Brille mit 2K-Auflösung. Nicht schlecht, Herr Specht. Und wenn irgendwann mal 4K-Displays in der Größe Verfügbar sind sollte sich dass schnell nachrüsten lassen. Bei Rift & Co. hilft da nur der komplette Austausch des Systems.

Lassen wir uns überraschen, ob cmoar auch bezüglich des Trackings mit den Großen mithalten kann. Spannend ist die Kombo auf jeden Fall.

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