Anders rund – Moment-Smartwatch Update

Die Unterseite der Moment Smartwatch in ihrer ganzen Pracht (Bild: kickstarter / ©Momentum Labs )

Die Unterseite der Moment Smartwatch in ihrer ganzen Pracht (Bild: kickstarter / ©Momentum Labs )

Die Moment-Smartwatch kann jetzt seit ein paar Tagen bei Kickstarter unterstützt werden und hat auch schon die Mindestsumme zum erfolgreichen Projekt erreicht. Läuft nicht schlecht, die Kampagne, obwohl in der eigentlichen Projektbeschreibung noch diverse inhaltliche Lücken zu finden sind, die sich aber nun so langsam füllen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ich in Zukunft des Öfteren noch über die Moment berichten werde ist durchaus gegeben, da ich nämlich das Glück hatte, mir einen der ersten 99$ Early Birds zu sichern. Das steigert mein Langzeitinteresse an dem Teil natürlich ungemein.

Momentan findet die Kommunikation der Entwickler primär über die Kommentare ab. Da wird dann aber rege an der Diskussion teilgenommen. Schauen wir doch mal, was da bis jetzt an zusätzlichen Informationen herausgekommen ist.

Die Bauweise:

Die Uhr wird wohl in sechs unterschiedlichen Größen zur Verfügung stehen. Wessen Handgelenk einen Umfang zwischen 13 cm und 23 cm hat sollte fündig werden.

Die Dicke der Uhr am Rand beträgt 0.9mm. Zur Mitte hin erreicht sie 6mm. Die Uhr ist oval geformt, auch wenn sie in manchen Bildern eher rund aussieht.

Alle Farbversionen werden aus rostfreiem Stahl gefertigt. Dieser biete den besten Kompromiss aus Haltbarkeit und Optik. Das dadurch leicht höhere Gewicht solle auch ein bisschen die Wertigkeit des Produktes unterstreichen. Sehe ich ähnlich.

Auf Grund der Bauweise sind die Akkus nicht tauschbar. Ich gehe mal davon aus, dass das Gehäuse verklebt werden wird. Und selbst wenn man das nachträglich geöffnet bekommen sollte ohne die Uhr zu zerstören, dürfte es sich als vermutlich unmöglich erweisen, die gebogenen Akkus irgendwo nachzukaufen. Die Haltbarkeit der Uhr ist also endlich.

Das Keyboard:

Das Keyboard ist als extra physikalischer Layer geplant. Dadurch ist eine nachträgliche Änderung des Layouts nicht möglich. Es ist also von vornherein festgelegt. Ob eine Version mit QWERTZ-Layout angeboten wird machen die Moment-Leute davon abhängig, wie viele Backer aus Europa mitmachen. Da die Uhr ja wohl recht erfolgversprechend gelauncht ist halte ich das aber für gut möglich.

Eine Frage, die ich zwar gestellt habe, die aber nur ausweichend beantwortet wurde ist, wie man denn Sonderzeichen eingeben kann. Die sind nach den Bildern und im Video zu sehen nämlich nicht auf der Tastatur vorhanden. Ich hoffe mal, dass ich nicht der erste bin, dem dies auffällt. Wenn sich die Zeichen nicht ändern lassen wird vermutlich nichts anderes übrig bleiben, als Sonderzeichen über den e-Ink-Touchscreen einzugeben. Das ist also noch ein kleines Fragezeichen.

Ein Ausblick auf das UI der Uhr  (Bild: kickstarter / ©Momentum Labs )

Ein Ausblick auf das UI der Uhr (Bild: kickstarter / ©Momentum Labs )

Die Uhr:

Die Uhr auf der Oberseite kann auf allways on gestellt werden, verbraucht dann aber Strom. Von etwa 30% Reduzierung der Akkuleistung wird geschrieben. Währen bei 30 Tagen Normalleistung würde eine Ladung dann also immer noch 18 Tage durchhalten. Damit könnte ich leben. Welche Alternativen es gibt, die Uhr anzuschalten, wurde noch nicht genauer beleuchtet.

Die Uhr ist genau wie die Tastatur fest verdrahtet und kann nicht geändert werden. Lediglich die Farbe der Beleuchtung kann eingestellt werden. Die Uhr ist wohl nicht über e-Ink realisiert, sondern mit dünnen Lichtröhren (Light-Pipes) aufgebaut. Das erklärt dann auch den erhöhten Stromverbrauch bei allways on. Schade, hier hätte eine e-Ink-Uhr mehr Sinn ergeben und auch eine erheblich höhere Flexibilität gebracht.

Hoffen wir mal, dass die Uhr a) vernünftig mit nur einer Hand aktiviert werden kann und b) so gestaltet wird, dass man die Zeit auch ablesen kann. Mit einer Ich-Schätze-Mal-Die-Zeit-Anzeige dürfte keinem gedient sein.

Software:

Als Betriebssystem kommt ein eigenes OS zum tragen. Ein SDK soll es geben. Wer für die Moment entwickeln will muss sollte sich mit c/c# auskennen.

Als zu koppelnde Smartphones können momentan IOS und Android-Geräte verwendet werden. Windows 8 ist noch nicht auf dem Fahrplan.

Zur Auslieferung wird die Moment nur englisch können. Andere Sprachen sollen später unterstützt werden.

So sollen die Snapware-Module aussehen  (Bild: kickstarter / ©Momentum Labs )

So sollen die Snapware-Module aussehen (Bild: kickstarter / ©Momentum Labs )

Snapware:

Die Snapware-Module sind noch etwas nebulös. Mit Abmessungen von 1″ x 1″ x 0.15″ sind sie sehr klein. Theoretisch soll sich über die Module sogar mehr Prozessorpower realisieren lassen. Der angedachte Preis für Snapware-Module ist zwischen 10 $ bis 35 $ angepeilt. Dürfte aber stark vom Modul abhängig sein.

Als Modul-Ideen geistern gerade ein Biometric-Modul für die Erfassung biometrischer Daten wie Puls, Speicher für MP3s, ein Mikrophon und ein GPS durch die Kommentare. Möglich ist da sicherlich noch so einiges. Mal sehen, was daraus wird. Wäre aber nicht der erste Erweiterungsslot der Geschichte, der nie richtig genutzt wird.

Sonstiges:

Die Entwicklung soll zwischen 90 und 95% fertig sein. Wenn ich mir die ausweichende Antwort zu den Sonderzeichen so anschaue oder die noch etwas deutlichen Snapware-Module bin ich mir bei der Prozentangabe allerdings nicht so sicher. Schaun mer mal.

Schön ist jedoch dass die Moment-Leute Probleme bei Lieferungen nach DE sind auf dem Zettel haben. Insofern hat sich das Pebbel-Desaster dann doch etwas gelohnt, wenn dadurch andere Projekte auf das Thema aufmerksam gemacht worden sind.

macht worden sind.

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