Und Abflug – die META Pro 3d VR-Brille

VR-Brillensystem META Pro (Bild: © meta)

VR-Brillensystem META Pro
(Bild: © meta)

Weihnachtszeit, Saure-Gurken-Zeit, zumindest für einen Sport und Gadgetblog. Da die Tüftler dieser Welt momentan ihre Zeit wohl eher auf dem Weihnachtsmarkt totschlagen ist mal an der Zeit, ein paar alte Bekannt wieder aufzusuchen. Heute werfen wir einen Blick auf die Spaceglasses, die wir uns im September angeschaut haben. Die Spaceglasses sind ein VR-Brillensystem, dass die virtuellen Inhalte ähnlich wie die Google Glass direkt in das Sichtfeld einblenden. Im Gegensatz zur Glass sitzen die Head-Up-Displays der Spaceglasses aber direkt im Sichtfeld und über beiden Augen, so dass man hier von einem echten Augmented Reality-System sprechen kann.

Des Pilotens Liebling

Sah die META.01 Developer Edition, die wir uns im September angeschaut haben noch etwas grobschlächtig aus hat Meta, die Firma, die hinter der Geschichte steckt, jetzt den Preorder für die „schöne“ Version gestartet. Diese heißt nicht mehr wie ursprünglich angegeben META.01 Streamlined Edition sondern schlicht und einfach nur META Pro.

So viel Technik auf so kleinen Raum zu quetschen ist nicht einfach. So verwundert es auch nicht, dass die META Pro an eine etwa überdimensionierte Pilotenbrille erinnert. Um die Immersion (das Eintauchen in die virtuelle Welt) zu steigern ist es bei VR-Brillen notwendig, so viel vom nicht bearbeiteten Umfeld auszublenden. Auch das sorgt dafür, dass die Brille recht groß geraten ist. Aber wenn man sich aktuelle Fotos von Boulevard-Größen wie Paris Hilton anschaut liegt man mit überdimensionierten Brillen ja gerade nicht so verkehrt. Bin jetzt aber keine Modekenner. Gibt zu wenig Klamotten, die man mit Strom betreiben kann.

Die technischen Daten lesen sich ganz lecker. Jedem Auge wird eine Auflösung von 1280×720 Pixel gegönnt. Beschleunigungssensoren, Gyroskop und Kompass dürfen natürlich auch nicht fehlen. Verbindung mit Medienlieferanten nimmt die META Pro via Wifi, Bluetooth 4.0 und USB auf.

Gradwanderung

Blickwinkel / Field of view der META Pro im Vergleich zur Google Glass (Bild: © meta)

Blickwinkel / Field of view der META Pro im Vergleich zur Google Glass
(Bild: © meta)

Meta positioniert die Brille eindeutig gegen die Google Glass. So hat die Pro ein Gesichtsfeld (Field of view) von 40 Grad. Das ist im Vergleich zu den 14 Grad der Glass erheblich mehr. Den Vergleich mit der Oculus Rift sollte man hier aber lieber nicht antreten. Die spielt mit 110 Grad Field of view in einer ganz anderen Liga. Das Anwendungsgebiet dürfte aber auch ein anderes sein.

Damit die META Pro auch wirklich in der freien Wildbahn als Augmented Reality Device eingesetzt werden kann und nicht nur in den eigenen vier Wänden versauert wird bei der Pro noch ein kleiner, vollwertiger PC mitgeliefert. Der ist bei den vermutlich sehr kleinen Abmessung recht beeindruckend ausgestattet. Core i5 mit 1.5 GHz, 4GB Ram und 128 GB SSD… da kann man schon etwas mit anfangen.

Interessant ist jetzt, in wieweit Bedienung des Rechners einem mit dem eingebauten Handtracking von der Hand geht.

Der zur META Pro gehörende Mini-PC (Bild: © meta)

Der zur META Pro gehörende Mini-PC
(Bild: © meta)

Leider gibt es bei der META Pro einen ganz großen Nachteil. War die Developer Edition mit 667 $ noch im ansatzweise zahlbaren Bereich steht auf dem Preisschild der META Pro fast 3000 $. Das ist sicherlich auch dem Mini-PC geschuldet aber leider so teuer, dass der spontane „Das bestell ich mal eben“-Reflex gleich im Keim erstickt wird. Eigentlich schade, da das Konzept wirklich sehr sexy ist. Wer jetzt sein Geld riskiert wird mit etwas Glück im Juni seine Brille erhalten.

Ich werde auf jeden Fall ein Auge drauf behalten.

Getagged mit: , ,