Heut löt ich mir einen – MAKERbuino, der Handheld-Konsolen-Bausatz

Klein und man kann ihn selber zusammen löten – der MAKERbuion (Bild: kickstarter/© makerbuino.com)

Es geht doch nichts über ein kleines Bastelprojekt wie den MAKERbuino. Endlich mal wieder den Lötkolben schwingen, ohne allzu viel drüber nachdenken zu müssen, was man da eigentlich macht. Ok, und wenn es sich dann auch noch um eine kleine Spielkonsole á la Gameboy handelt… da kann man doch nicht nein sagen.

Beim MAKERbuino handelt es sich nämlich grundsätzlich erst einmal um einen Haufen elektronischer Bauteile. Neben diversen Wiederständen, Schaltern und Schrauben dürfte die ATmega328P-PU CPU wohl das Herz der Geschichte sein.

Diese wird wohl auch im Arduino UNO eingesetzt, so dass man für die Programmierung hier gleich auf eine brauchbare IDE zurückgreifen kann. Freilich kann man hier nicht viel Rechenpower erwarten. An einen Raspiboy mit einem Raspberry Pi Zero wird der  MAKERbuino nicht ansatzweise heran kommen.

Back to the basics mit dem MAKERbuino

Bei 2kb Ram und einem 84×48 Pixel auflösendem monochromen Display (übrigens wohl vom Nokia 5110 stammend) werden hier spieletechnisch wohl eher die richtigen Retroliebhaber der Microvision und Atari 2600-Generation auf ihre Kosten kommen. Genau meine Zielgruppe.

Der einfache Aufbau hat zwei Vorteile. Zum einen sollte der Zusammenbau mit ansatzweise vorhandenem Geschick machbar sein. Was genau wo hin gehört wollen die Hersteller des MAKERbuino detailliert mit Videos und Tutorials nachvollziehbar machen.

Der andere Vorteil ist, dass Programmier-Anfänger oder Kandidaten, bei denen der letzte Einsatz in diesem Bereich schon etwas her ist, durchaus in der Lage sein sollten, selber für den MAKERbuino Software zu schreiben. Man wird sich mit dem kleinen Teil also vermutlich ein interessantes , kleine Hobby ins Haus holen, das einen mehr als nur ein, zwei Stunden fesseln wird.

Aber keine Angst, wer den MAKERbuino einfach nur so haben will und sich nicht Code herumschlagen möchte, kann für einen kleinen Aufpreis einen bereits zusammengebauten MAKERbuino ordern. Und auch fertige Software ist bereits vorhanden. Aber natürlich entgeht einem dann der Hauptteil des ganzen Spaßes.

Der Preis macht die Geschichte erst recht zu einem absoluten No-Brainer. Bei 35$ plus Nebenkosten für den Bausatz muss man nicht lange überlegen. Natürlich gibt es auch noch ein paar weitere Kits, zum Beispiel ein Bundle mit Lötkolben und Co. für Freunde der Materie, die das erste Mal sich an Elektronikbasteleien versuchen wollen.

Auch ein Satz Spiele ist schon vorhanden. Wer mehr will kann sich aber gerne selber noch welche schreiben (Bild: kickstarter/© makerbuino.com)

No risk, no but fun

Das Risiko hält sich bei der Geschichte glaube ich sehr in Grenzen. Zum einen ist der Betrag, den man riskiert, doch sehr überschaubar. Man muss nun nicht gleich sein Haus verpfänden, damit man sich das gute Stück leisten kann.

Des Weiteren kommt hinzu, dass hier keine komplexe Spritzgussformen erstellt werden müssen. Es müssen lediglich die Platine (PCB) und die Acryl-Platten  speziell für das Projekt hergestellt werden. Die restlichen Teile sind Standardware, die man bei jedem Elektronik-Höker um die Ecke bekommen sollte.

Die Teil-Liste ist überschaubar uns setzt bis auf wenige Ausnahmen auf Standardware (Bild: kickstarter/© makerbuino.com)

Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.

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