Luftgitarre – JACK – The WiFi Guitar Cable

Gitarrenfunk per W-Lan - JACK (Bild: kickstarter/©wifi-guitar.com)

Gitarrenfunk per W-Lan – JACK (Bild: kickstarter/©wifi-guitar.com)

Jetzt sollen die Gitarristen auch mal wieder zu Worte kommen. Als ich noch meine aktive Zeit hatte war das mit der kabellosen Übertragung der Gitarrensignale so seine Sache. Entweder hat man viel Geld ausgegeben, um sich ein Sendersystem zu kaufen, dass a) den Klang möglichst wenig verfälscht b) eine brauchbare Reichweite und Sendesicherheit hatte und c) bezüglich der genutzten Frequenzen sich im legalen Raum bewegt hatte.

Kein billiger Spaß, zumal ich es damals auch erlebt habe, dass ein paar Combos sich erst mal Gitarrenkabel ausleihen mussten, weil der Club-Besitzer sich dann doch mal die Frequenzen der Sender angeschaut hat.

Heutzutage läuft das natürlich etwas anders. Zum einen stelle ich mir die Fragen, ob die Frequenzbereiche von Damals überhaupt noch genutzt werden dürfen. Meine da mal was gelesen zu haben, habe jetzt aber keine Lust, das nachzugoogeln.

Nun gibt es Wireless-Systeme ja immer noch in den verschiedensten Preisklassen. Im Gegensatz zu den üblichen Kandidaten arbeitet das JACK – The WiFi Guitar Cable wie der Name schon sagt mittels wlan. WiFi an sich ist ja nun eine recht gut beherrschbare Technik. Aber warum Wifi und nicht Bluetooth oder andere Funksysteme?

Mal ganz davon abgesehen, dass Wifi verschlüsselt ist und durchaus brauchbare Reichweiten bietet, soll der JACK noch einige andere Vorteile bieten. Die Gefahr von Einstreuungen ist minimal. Außerdem soll die Latenz erheblich geringer als bei Bluetooth-Lösungen sein. Wichtig, damit das Spielgefühl natürlich bleibt. In der Effektkette hat man eh schon mehr Lag drin als man eigentlich möchte (zumindest, wenn man ein Kühlschrank-großes Rig spielt). Wenn ich es richtig verstanden habe sollen alle Geräte, die WiFi schon an Bord haben, das Signal vom JACK endfangen können. Wer gerne virtuelle Amps auf dem Tablet oder dem Smartphone nutzt könnte davon sehr begeistert sein.

Will man den Sender mit einer herkömmlichen Anlage spielen braucht man zwei davon.

Die gehobene Soundqualität soll dadurch erreicht werden, dass der JACK die Audiosignale unkomprimiert überträgt. Eine 24-bit Audioauflösung soll sein weiteres dazu tun. Man darf ja nicht vergessen, dass trotz fehlender Kompression noch eine Wandlung des Signals von analog auf digital stattfinden muss. Sonst könnte man die Daten nicht per WiFi versenden.

Ein einfacher JACK kommt aktuell auf 95 Pfund. Wer das Teil mit seiner Anlage betreiben möchte sollte zum Doppelpack greifen und 190 Pfund auf den Tisch legen. Wenn die Klangqualität stimmt ist das nicht zu viel Geld für die Lösung. Da es sich um eine englische Firma handelt vermute ich mal, dass keine zusätzlichen Ausgaben für Zoll und Steuern anfallen werden.

Liefern will man im Mai, 2015. Mal wieder ein sportlicher Termin. Na gut, die Welt wird technologisch hier nicht neu erfunden. Schaun mer also mal, ob die das Datum halten werden.

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