Ich mach dich NES – KEYTENDO-Schlüsselhalter und Pi3Cart

KEYTENDO und Pi3Cart holen NES-Style zurück ins Haus (Bilder: Kickstarter/© keytendo.com/© William Mauldin)

KEYTENDO und Pi3Cart holen NES-Style zurück ins Haus (Bilder: Kickstarter/© keytendo.com/© William Mauldin)

Heute mal ein Doppelpack. Nachdem Nintendo ja nun mit seinem NES Classic Mini das gute, alte NES wieder in den Fokus gerückt hat, dürften der KEYTENDO-Schlüsselhalter und Pi3Cart, der Raspberry Pi3 im NES-Modul-Gehäuse sicherlich den einen oder anderen Retro-Fan glänzende Augen bescheren.

Halt mal kurz, KEYTENDO

Der KEYTENDO ist eigentlich eine recht simple Idee. Die Macher bauen einfach die Front des NES nach, so dass man es an die Wand schrauben kann. Das Modul-Fach dient dann als Schlüssel-Ablage. Und da man ja auch durchaus etwas dickere Schlüsselbunde hat, dienen die beiden Gamepad-Ports gleich auch noch als Aufnahme für die Schlüssel.

Dort werden dann freilich Schlüsselanhänger gebraucht, die die gleiche Form der normalen Gamepad-Stecker des NES haben. So stöpselt man also statt seines Pads einfach den Schlüssel ein. Viel nerdiger am Eingangsbereich geht’s wohl kaum.

(Bild: Kickstarter/© keytendo.com)

(Bild: Kickstarter/© keytendo.com)

Es versteht sich von selbst, dass man sowas selber nicht nachbauen kann. Kein Mensch wird es wagen, sein geliebtes NES durchzusägen. Auch wenn es defekt sein sollte. Sowas macht man einfach nicht.

Einziger Wehrmutstropfen ist, dass weder die Knöpfe noch die Power-LED Funktion haben. Dies wird damit begründet, dass an den Stellen, wo das KEYTENDO in der Regel montiert wird, kein Stromanschluss vorhanden ist und man nicht mit Batterien hantieren möchte. Nachvollziehbar, aber doch etwas schade. Immerhin hält das den Preis niedrig und erhöht die Chance, dass das Projekt auch erfolgreich ausgeliefert wird. Und wer basteln kann wird da sicherlich den einen oder anderen Tweak finden.

Ich könnte mir zum Beispiel das KEYTENDO gut als Türöffner und Gegensprechanlage vorstellen. Man muss halt nur ein Telefonhörer finden, der in das Schlüsselfach passt.

Mit 29$ für den Early Bird ist auch der Preis in einer Region, den man sich trotz Crowdfunding-Risiko einfach mal gönnen kann. Versand und Nebenkosten sollte man natürlich nicht in der Kalkulation vergessen.

Der Auslieferungszeitpunkt ist allerdings mit Januar 2017 sehr knapp bemessen. Ich würde hier noch ein paar Monate Verzug erwarten.

Modular, Pi3Cart, der Raspberry Pi im NES-Modul

(Bilder: Kickstarter/© William Mauldin)

(Bilder: Kickstarter/© William Mauldin)

Das Pi3Cart ist zwar leider aktuell nur für US Amerikaner zu bestellen, verdient aber trotzdem eine Erwähnung.  William Mauldin hat es nach eigenen Aussagen geschafft, einen Raspberry Pi 3 in ein NES-Modul zu quetschen.

Das ist umso erstaunlicher, da ein Raspberry Pi 3 durch die Netzwerk-Buchse und den USB-Port von der Höhe eigentlich gar nicht passen würde.  Es sind also ein paar Umbauten an der Platine notwendig. Wer das 20 $ Diy-Kit ersteht sollte also gut mit dem Lötkolben umgehen können.

Ich würde jedem eher empfehlen, die Komplett-Fertig-Variante zu nehmen. Ist mit 75$ für den Early Bird immer noch recht günstig und wenn man sich die Preise für Raspberry Pi3s inklusive Gehäuse anschaut ist das jetzt auch nicht so viel mehr.

Jetzt fragt man sich natürlich, warum kein Pi Zero zum Einsatz kommt. Die Antwort liegt auf der Hand. Die Rechenpower des 3er ist einfach deutlich größer. Außerdem ist er umfangreicher mit Anschlüssen nach draußen ausgestattet, so dass man sich doch recht viele Adapter sparen kann.

Das zu erwartende Hitzeproblem wird durch einen aktiven Lüfter gelöst. Hoffen wir mal, dass die Lautstärke sich in Grenzen halten wird.

Wer also die Möglichkeit hat, sich etwas in den Staaten zukommen zu lassen kann mal einen Blick drauf werfen. Ein Eye-Catcher dürfte es auf jeden Fall sein.

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