Keine halbe Sache – FUBi fixie Faltrad

Auf dem ersten Blick nicht von einem normalen Rad zu unterscheiden - das FUBi fixie Faltrad (© fubifixie.com)

Auf dem ersten Blick nicht von einem normalen Rad zu unterscheiden – das FUBi fixie Faltrad (© fubifixie.com)

Mit Falträdern ist das ja so eine Sache. Die meisten Bikes sehen doch etwas gnubbelig aus. Das FUBi fixie, das man jetzt bei Kickstarter unterstützen kann, will es anders machen.

Die meisten Leute, die sich nicht genauer mit dem Thema Faltrad beschäftigt haben, denken bei dieser Fahrrad-Kategorie ja noch an die velocipetären Verbrechen der 70er, wo ein Faltrad noch aus mindestens 30 Kg Stahl, schnell ausleiernden Schraubverbindungen und unbequemen Sättel zu bestehen hatte. Mit modernen Falträdern hat das freilich nichts mehr zu tun. Nichts desto trotz sehen Falträder doch immer noch etwas gewöhnungsbedürftig aus. Das liegt meist an den recht kleinen Laufrädern und bei den Exemplaren mit Räder zwischen 26” und 28” oft an recht originellen Rahmenformen, die das Falten ermöglichen. Nicht jedemans Sache.

Beim FUBi fixie geht man bezüglich des Rahmens einen eher klassischen Weg. Der Rahmen kommt im nicht gefalteten Zustand einem guten, alten Diamantrahmen am nähesten. Lediglich eine kleine Querstrebe weicht hier von der üblichen Optik ab.

Die Klappmaße sind auf Grund der 28” Laufräder natürlich nicht mit einem Brompton zu vergleichen. Klappbare Laufräder hat halt noch keiner erfunden. Für den Gelegenheitsfalter sollte es aber reichen. Hauptsache, es passt noch in den Kofferraum.

Die Grundausstattung ist relativ spartanisch. In der günstigsten Version (wenn man sich nicht für das reine Frame-Set entscheiden sollte) bekommt man ein Rad mit Flip-Flop-Hinterrad. Man kann also, je nachdem wie herum man das Laufrad einsetzt, entweder das Rad als Fixi oder als Freilauf nutzen. Der Klassiker quasi. Wer etwas mehr Komfort sucht kann sich für eine 3-Gang-Nabenschaltung von Sturmey-Archer entscheiden. Sollte zumindest für das Flachland ausreichen.

Was dem Fixi-Puristen vielleicht nicht gefallen wird ist der Umstand, dass das Rad prinzipiell nur mit Bremsen ausgeliefert wird. Halt ich aber für sehr sinnvoll. Wer sein Leben nicht liebt und keine Bremsen möchte muss sich entweder mit dem Frameset begnügen oder die Bremsen wieder demontieren. Immerhin sind die Bremsen 105er von Shimano. Gute Funktion bei schöner Optik ist hier also gewährleistet.

Viel mehr ist davon abgesehen aber an dem Rad nicht dran. Da es jedoch auf die üblichen Standards setzt sollte man es nach Wunsch selber aufbrezeln können. Lediglich auf eine Kettenschaltung wird man verzichten müssen. Dafür ist der Hinterbau nicht breit genug. Schade, wäre spannend, aus dem Rahmenet sich ein Rennrad zusammen zu bauen. Ist bei weiter weg gelegenen Triathlons ja doch immer etwas nervig, das Rad ins Auto zu stopfen.

Nicht unbedingt Brompton-Klappmaße, sollte aber für die meisten Anwendungen reichen (Bild: © fubifixie.com)

Nicht unbedingt Brompton-Klappmaße, sollte aber für die meisten Anwendungen reichen (Bild: © fubifixie.com)

Was ich mich allerdings ein bisschen frage ist, in wie weit man Schutzbleche an das FUBi fixie anbauen kann. Anlötsockel habe ich hier so auf Anhieb nicht ausmachen können. Auch wenn Schutzbleche im geklappten Zustand der Rollbarkeit des FUBi fixie zuwider laufen würde sind diese für mich essentiell. Zumindest wenn man in einer Stadt wie Hamburg lebt, wo es ja doch ab und zu mal Regnen soll.

Davon abgesehen macht das FUBi fixie für mich einen sehr coolen Eindruck. Erst recht, wenn man einen Blick auf den Preis wirft. Das Rahmenset kostet 250 Euro, die Fixi-Version im Early Bird nur 440 Euro und für die 3-Gang-Variante muss man nur 580 Euro auf den Tisch legen. Da bekommt man nicht mal ein halbes Brompton für.

Veröffentlicht in Allgemein, Crowdfunded, Sport

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