An-plugged – JamStack, Gitarrenverstärker zum anstecken

Gitarrenverstärker to go - JamStack (Bild: kickstarter/©jamstack.io)

Gitarrenverstärker to go – JamStack (Bild: kickstarter/©jamstack.io)

Den 4x12er Full-Stack mit Kühlschrank-Rack hat man als geneigter Gitarrist ja nun leider eher selten griffbereit, wenn man mal die Klampfe in die Hand nehmen will. Die Nachbarn werden es einem aber vermutlich auch danken, wenn man so ein Teil nicht im Schlafzimmer ausfährt, sondern stattdessen lieber zum Beispiel einen JamStack nutzt.

Kleine Verstärker gibt es ja nun zu genüge und selbst Smartphones glänzen heutzutage mit recht coolen Amp-Simulationen. Leider kämpft man da jedoch meist mit einem Handling-Problem. Das Smartphone auf dem Knie ist ja doch eher eine wackelige Angelegenheit.

Halt man kurz, JamStack

So ist denn beim JamStack aus meiner Sicht weniger die Technik das eigentliche Highlight.

Die Möglichkeit, den kleinen 10 Watt-Amp mit einem Handgriff an den Gurt-Pin zu stöpseln ist das erste Highlight, die JamStack uns bietet. Gitarre aus dem Kasten, Amp angestöpselt, los geht’s. Ich frage mich nur, wie stabil die Verbindung zwischen Amp und Gitarre ist. Für den Sofa-Mucker sollte das auf jeden Fall reichen. Wer beim Spielen etwas mehr abgeht sollte erst mal die Stabilität abchecken.

Der Gitarrengurt wird bei montiertem JamStack an der hinteren Halteplatte angebracht. Ob das Mehrgewicht am Ende der Gitarre das Handling erschwert ist schwer zu beurteilen. Mit einem Gewicht unter 1 Kg wiegt er zwar weniger als der Gewichtsunterschied zwischen Fender Strat und Les Paul. Aber es kommt ja auch auf die Verteilung an. Ein Punkt, den man bedenken sollte.

Das zweite Highlight dürfte die Smartphone-Aufnahme sein. Diese lässt sich nämlich so drehen, dass das Smartphone nicht platt an der Gitarre klebt sondern gut von oben betrachtet und bedient werden kann. Das sollte erheblich komfortabler als der Knie-Tango sein.

Kling, JamStack, klingelingeling

Das Smartphone sollte auf jeden Fall mit eingeplant werden. Die eigentliche Soundmodulation wird nämlich von diesem übernommen. JamStack hat soweit ich es überblicken kann keine eigene Preamp-Sektion an Bord.

Wirklich viel mehr über die Klangeigenschaften ist anhand der Kampagne übrigens nicht zu berichten. Ein wenig kauft man also die Katze im Sack. Besser als die reinen Smartphone-Speaker sollte es aber auf jeden Fall klingen.

(Bild: kickstarter/©jamstack.io)

(Bild: kickstarter/©jamstack.io)

Mit ca. 130 Euro plus Nebenkosten für den Early Bird haben es hier mit keinem Schnäppchen aber immerhin doch mit einem guten Gegenwert für das verlangte Geld zutun… wenn denn auch erfolgreich geliefert werden kann.

Die technischen Anforderungen an das Projekt sind überschaubar. Funktionierende Prototypen existieren. So gesehen halte ich den Liefertermin August 2017 für durchaus plausibel.  Die üblichen Crowdfunding-Risiken darf man natürlich nicht außer Acht lassen.

Tl;dr

JamStack ist ein Gitarrenverstärker zum andocken an den Gitarrengurt-Pin.

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