Immer schön gerade machen – OnCourse Goggles Schwimmbrille mit Navigationshilfe

Schwimmbrille mit Geradeaus-Hilfe - Oncourse Google (Bild: kickstarter / ©OnCourse Goggles)

Schwimmbrille mit Geradeaus-Hilfe – Oncourse Google (Bild: kickstarter / ©OnCourse Goggles)

Der ambitionierte Open-Water-Schwimmer und alle Triathleten, die zuweilen auch mal vorne mitschwimmen, dürften das Problem kennen: einen möglichst geraden Kurs bis zum nächsten Wendepunkt halten. Mit dem allseits beliebten Heranmäandern mittels Zickzackkurs verschenkt man ja so einige Sekunden. Da wäre natürlich eine kleine Navigationshilfe sehr willkommen. Im Schwimmbad helfen die Bahnmarkierungen am Beckenboden. Im See…

Ein Navi muss also her. Hatten wir natürlich mit dem IOLITE auch schon mal hier im Blog. Allerdings schlug damals die entsprechende Kickstarterkampagne fehl. Nichtsdestotrotz haben die IOLITE-Leute weiter gemacht und bieten das Teil jetzt zu zum kauf an. Da DCRainmaker durchaus positive Seiten an dem Prototypen finden konnten also eine Option,

Wer eine Alternative Sucht kann sich jetzt mal die OnCourse Goggles bei kickstarter anschauen. Das Navigationsprinzip ist hier ähnlich. Mittels LEDs wird dem Schwimmer signalisiert, ob er sich auf Kurs befindet oder abweicht. Allerdings unterscheiden sich die OnCourse Goggles technisch erheblich vom IOLITE. Während IOLITE ein Zusatzsystem ist, das an eine bestehende Schwimmbrille angebracht wird, ist die OnCourse eine komplette Brille mit integrierter Technik.

Auch die Art und Weise der Kursermittlung unterscheidet sich erheblich. Die IOLITE setzt auf ein GPS-System. Vorteil: Man kann den Track nachher analysieren und vorab sich schon mal geplante Schwimmrouten in das Gerät laden. Nachteil dürfte der recht große GPS-Empfänger sein, den man sich hierfür an den Hinterkopf schnallen muss. Nicht jedermanns Sache.

Die OnCours setzt auf eingebaute Beschleunigungssensoren und Kompass. Dadurch passt alles in das Brillengehäuse und die Brille kann wie eine normale Brille genutzt werden. Wie genau das letztendlich ist lässt sich aus der Kickstarterkampagne heraus freilich schwer beurteilen.

Zwei weitere Punkte fallen mir auf Anhieb auch noch ein die eher gegen die OnCourse sprechen. Um der Brille nach einer Wende zu sagen, dass man ein anderes Ziel ansteuert, muss man einen recht großzügig angelegten Knopf an der Brille drücken. Der ist zwar sicherlich gut zu treffen, jedoch muss man dafür dann natürlich seinen Schwimmrhythmus unterbrechen. Wenn es darum geht, wer als erstes aus dem Wasser kommt kann das schon mal ne Sekunde kosten. In wie weit das stört müsste jetzt jedoch mal ein Schwimmer beurteilen, der vorne mitschwimmt. Ich persönlich könnte nebenbei auch ein Kaffee kochen und würde wohl trotzdem nicht viele Plätze verlieren. Ein Vorteil, wenn man das Enten-Dümpeln perfektioniert hat.

Kurskorrekturanweisung per LED (Bild: kickstarter / ©OnCourse Goggles)

Kurskorrekturanweisung per LED (Bild: kickstarter / ©OnCourse Goggles)

Ein zweiter Nachteil könnte sein, dass die komplette Technik in der Brille verbaut ist. Wer also gerne mal die Brille nach einer Saison austauschen möchte muss hier tief in die Tasche greifen. Mit 149$ für den Early Bird ist das kein doch kein Schnäppchen. Der spätere normale Preis soll wie die IOLITE bei 200 $ liegen. Letztendlich muss dann aber doch jeder selbst entscheiden, ob er lieber GPS mit Kiste am Kopf oder lokale Sensoren in der Brille haben möchte. Für mich lohnt sich beides nicht. Könnte unterwegs auch problemlos nach dem Weg fragen.

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