Ich seh Sterne – StarVR mit 5K-Auflösung und 210 Grad FOV

5K ist mal ne Ansage - die StarVR VR-Brille (Bild: ©  Starbreeze Studios )

5K ist mal ne Ansage – die StarVR VR-Brille (Bild: © Starbreeze Studios )

Na, wenn das nicht mal einer auf dicke Hose ist. Haben sich Oculus Rift und HTC Vive gerade auf 2160×1200 Pixel Auflösung für ihre VR-Brillen geeignet kommt jetzt schon jemand daher und ruft „Macht das doppelte“.

Die französische, mittlerweile von Starbreeze aufgekaufte Firma InfinityEye will mit der StartVR eine VR-Brille auf den Markt bringe, die in Punkte Auflösung und Field of view den oben genannten Platzhirschen ganz locker das Wasser abgraben will. Mit einer geplanten Auflösung von 5120×1440 Pixeln und einem horizontalen Fov von 210 Grad will man die Werte der Rift einfach mal mehr als verdoppeln. Große Worte. Man komme hier dem kompletten Gesichtsfeld eines normalsichtigen Menschens sehr nahe. Erreicht werden soll dies durch den Einsatz von zwei 5,5“ Displays. Welche Displaytechnik genau verbaut wird wurde jedoch noch nicht verraten. Genau so wenig wissen wir, mit welchen Wiederholfrequenzen die die StarVR arbeiten wird.

Ein weiteres Puzzleteil zur Erreichung solcher Werte ist der Einsatz von Fresnel-Linsen. Ob das etwas taugt muss man freilich erst mal direkt sehen. Ich bin bei Fresnel ja immer ein bisschen skeptisch. So hat jetzt gerade Cmoar sich dagegen entschieden, die Fresnel-Linsen von Wearality einzusetzen, weile diese dann qualitativ wohl doch nicht das geboten haben, was Cmoar sich vorstellt.

Markierungen sollen einer Kamera das genaue Tracking ermöglichen (Bild: © Starbreeze Studios)

Markierungen sollen einer Kamera das genaue Tracking ermöglichen (Bild: © Starbreeze Studios)

Das Tracking der Brille erledigt eine Kombination aus Gyroskopen, Beschleunigungssensoren und Magnetometern in Kombination mit einem optischen Tracking. Auf der Kamera platzierte Marker sollen dies in 360 Grad ermöglichen. Die Pressebilder sehen so aus, als ob diese Marker aufgedruckt sind. Wenn keine LEDs zum Tracking verwendet werden gehe ich mal davon aus, dass der Raum, in dem man die Brille nutzt durchaus gut beleuchtet sein muss, damit das Tracking funktioniert.

Es bleiben bei der StarVR noch so einige Fragen offen. Wie schwer wird das Teil? Wie wird sie an den Rechner angebunden? Bekommt man das Konzept überhaupt so umgesetzt? Wann will man an den Markt und was soll sie kosten? Ein bisschen Skepsis ist das sicherlich momentan noch nicht verkehrt. Billig wird die Geschichte auf keinen Fall. Selbst wenn sich die Kosten für die Brille in den Regionen von Rift & Co. befinden wird, muss man für einen Rechner, der so eine Auflösung ausgeben kann doch schon ein ganz schönes Sümmchen auf den Tisch legen. Ob da eine 980 Ti ausreicht?

Immerhin steht mit Starbreeze schon mal ein Softwareentwickler dahinter, der mit dem First-Person-Shooter „The Walking Dead“ auch gleich schon mal den richtige Showcase liefern will. Ich bin mal gespannt, was die E3-Besucher zu der StarVR sagen werden, denn diese soll man dort schon mal antesten können. Wie weit die dort zu testenden Exemplare schon sind kann ich natürlich nicht abschätzen.

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