Gras drüber – ein Garten-Update

So langsam wird es. (Bild: © miy.de)

So langsam wird es. (Bild: © miy.de)

Der letzte Bericht aus dem Garten ist jetzt etwa einen Monat her und es hat sich noch so einiges getan. Über Gadgets und Technik-Gedöns zu schreiben geht mir wohl doch noch etwas leichter von der Hand und so haben wir einiges einzuholen. Wir erinnern uns: Nach dem Verteilen von 40 m³ Mutterboden, davon 20 m³ im Regen, hatte ich mich das letzte mal dazu hinreißen lassen, die Schaufelaktion für beendet zu erklären. Pustekuchen. Natürlich mussten noch die Löcher gefüllt werden, die wir für Haus und Terrasse sowie den Geräteschuppen frei gelassen hatten.

Außerdem hat sich dann doch noch mal herausgestellt, dass ein fünfter LKW mit Mutterboden notwendig ist. Schwerkraft und Regen haben zum einen den Boden sich noch etwas setzen lassen und zum anderen fehlte dann doch noch so einiges im vorderen Bereich des Geländes. So gesehen hatten wir nach dem letzten ersten Spaß nur zwei Drittel der Schaufelei hinter uns.

(Bild: © miy.de)

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Was du heute kannst besorgen…

Aber der Reihe nach. Nach der ersten großen Mutterbodenaktion galt es, die in Haufen auf dem Gelände verteile Erde erst einmal platt zu machen und zu verteilen. Ein Tipp an alle, die das Gleiche vor haben. Verteilt die Erde sofort. Wenn man erst ein paar Tage wartet und dann in der Zeit noch ein paar Regengüsse runter gehen hat man es erheblich schwerer, das Gelände wieder platt zu bekommen, da der Regen die Hügel dann schon gefestigt hat und vorhandenen Erd-Klumpen noch schwerer aufgebrochen werden können. Extra-Arbeit, die man sich sparen kann. Aber man lernt ja bei der Arbeit. Ist abgespeichert und wurde bei den kommenden Schaufel-Gelegenheiten auch beherzigt.

Wir notieren also folgenden Tipp: Schubkarrenhaufen nicht liegen lassen sondern am gleichen Tag verteilen.

Wo wir bei Extra-Arbeit sind. Erinnert Ihr euch noch an das Schilf-Gras, dass sich so formschön in der Mitte des Geländes befand und einen Hochteich verbarg? Der Hochteich war die Quelle eines früher existierenden Gartenteichs. Eigentlich hatten wir uns nach der Entdeckung ja gedacht, dass man den prima als Hochbeet zweckentfremden kann. Leider hat sich die Substanz als zu marode herausgestellt. Wenn man die Holzbohlen mit der Hand abbrechen kann ist die weitere Verwendung doch mehr als in Frage gestellt.

Eine wahre Wundertüte - der zerlegte Hochteich. (Bild: © miy.de)

Eine wahre Wundertüte – der zerlegte Hochteich. (Bild: © miy.de)

So kam es dann, dass wir das komplette Ding abgebaut haben. Es ist schon erstaunlich, wie viele Steine, Teichfolie, Vlies und verrottetes Holz dabei zum Vorschein gekommen ist. Ich bin immer noch überrascht, was unsere Spaten so alles ausgehalten haben, da wir ohne deren Hebelwirkung die Steine nie aus dem Boden bekommen hätten. Warum auch immer man 50 x50 x7 cm Betonplatten hochkant unter dem Teich im Boden versenkt. Aber so können wir nun auch schon auf einen erklecklich Haufen Findlinge zurückgreifen, sobald der Garten weit genug ist, etwas mehr Gestaltung abzubekommen.

Die Entsorgung des Holzes erwies sich als etwas komplexer als gedacht, womit wird denn auch schon beim nächsten Thema angelangt sind. Die Menge Bauschutt, die wir in den ganzen Buddelaktionen mittlerweile aus dem Boden geholt haben, hat zu einem nicht übersehbaren Haufen geführt. Da kam nun noch das Holz hinzu. Da wir das nun nicht alles wieder für kommende Generationen verbuddeln wollten war die offizielle Entsorgung angeraten.

Es stellte sich nun die Frage, wie wir da am besten vorgehen sollten. Container sind ja recht groß und hätten beim Abstellen in unserem Weg bedingt, dass wird den Weg entsprechend absichern. Auf dem Parkplatz abstellen hätte wohl eher dafür gesorgt, dass wir dann den Müll andere Kleingärtner hätten entsorgen müssen. Außerdem müssen die Steine und das Holz getrennt entsorgt werden. Wie die Leute vom Entsorgungsdienst uns nämlich mitteilten handelte es sich beim Holz um behandeltes Holz. Das geht (und kostet) extra. Prima.

Aus diesem Grund haben wir uns dann für drei Big Bags entschieden. Big Bags sind riesengroße Taschen, mit etwa 1 m³ Fassungsvermögen und erheblicher Traglast. Eine Tonne sollte damit machbar sein. Zwar hatte ich schon über das Internet ein paar Bags geordert und befüllt, jedoch waren dem Entsorger die eigenen Taschen lieber. Ganz davon abgesehen stand auf den Internet-Bag ganz groß Asbest drauf, was im Zweifelsfall wohl zu Verwirrung hätte führen können. Die Entsorgung von Asbest ist ja weder billig noch einfach. Nach einer Fahrt zum Entsorger um die Big Bags zu organisieren wurden diese dann mit Holz und Steinen befüllt und die Abholung terminiert.

Abend-Idyll mit Müll. (Bild: © miy.de)

Abend-Idyll mit Müll. (Bild: © miy.de)

Müllwanderungen

Das Timing ist ja zuweilen sehr entscheidend, besonders, wenn man schon mit etwas Vorlauf ein Tag Urlaub eingereicht hat. Der Plan sah wie folgt aus. Mittwochs Schutt abholen lassen, Donnerstags Sand kommen lassen. Zur Abholung des Schutts sollte ja eigentlich eine Mittagspause ausreichen. Wenn überhaupt. Man muss ja nur den Fahrer in Empfang nehmen und durch den Kleingartenverein lotsen. Denkste!

Der erste Anruft auf der Arbeit kam Mittwochs um 8:30. Aber nicht vom Entsorger sondern vom Sandlieferanten. Er stehe vor der Einfahrt, aber da stehen noch die Big Bags. Super. Einen Tag zu früh. Naja, das Terminierungsproblem lag eindeutig auf Seiten des Sandlieferanten und so musste er wieder umkehren. Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.

Zweiter Anruf: Jetzt ist es der Fahrer vom Entsorger. Er hätte sich das angeschaut und er käme im Verein nicht um die Kurve. Super. Obwohl wir den kleinsten Wagen geordert haben. Dreiachser ist nicht gleich Dreiachser. Muss man als Laie auch erst mal lernen, dass es die in 12 und in 20 Metern Länge gibt.

Tipp: Wer sich einen LKW kommen läßt sollte nicht nur auf Wegbreite achten sondern auch schauen, ob es enge Kurven gibt. Am besten immer den kleinsten Wagen ordern.

Hm, nun ist guter Rat teuer. Es gäbe die Möglichkeit, die Straße von der Hauptstraße aus rückwärts rein zu fahren. Dann wäre der LWK schon erheblich näher am Grundstück. Allerdings nicht nah genug, um die Big Bags mit dem Kran aufzunehmen.

Mist, dass heißt, die Big Bags per Hand versetzten. Zweites Problem. Überlandleitungen, die direkt am Hauptweg des Vereins verlaufen. Da kann/darf der LKW-Fahrer seinen Kran nicht ausgefahren. Nach etwas hin und her wird mir klar: Die Bags müssen versetzt werden und wenn man die schon versetzt kann man die auch gleich die 150 Meter bis zur Hauptstraße versetzten. Dann hat auch der LWK-Fahrer keine Probleme. Die Mittagspause muss wohl etwas länger werden. Nur gut, dass die Kollegen auch schon Erfahrungen mit Häuslebau, Renovierungen und Co. haben. Im Büro erntet man also mitleidige, verständige Zustimmung. Gleitzeit ist doch immer wieder eine tolle Sache.

Schon ne Menge Mutterboden auf dem Gelände. Reicht aber noch nicht. (Bild: © miy.de)

Schon ne Menge Mutterboden auf dem Gelände. Reicht aber noch nicht. (Bild: © miy.de)

Noch schnell einen Helfer organisieren und ab in den Garten. Gut, das der Arbeitsplatz nicht weit vom Garten entfernt ist. Zuerst versuchen wir, den nicht ganz so vollen Sack zu ziehen. Zu zweit geht es, aber schon an der Ecke zum Hauptweg stellen wir fest, dass das keine gute Idee ist. Die Bags halten zwar ne Tonne Gewicht aus, wenn man die aber mit Inhalt über Asphalt zieht sind sie nicht mehr ganz so stabil. Löcher wie im Schweizer Käse sind das Resultat. Super. Gut, dass ich noch ein Bag in Reserve hatte. Leeren Bag auf die Schubkarre, umladen und ab an die Hauptstraße.

Bag Nr. 2 ist das Holz. Der wird auch schnell ausgeladen, auf zwei Schubkarren verteilt (erstaunlich, wie hoch man auf einer Schubkarre stapeln kann), an die Hauptstraße gebracht und wieder gefüllt.

Gemäß dem Motto „save the best for last“ wartet nun der Big Bag mit geschätzt 1000 Kg in kleinen Steinen noch auf uns. Der ist bis zum Rand gefüllt. Es ist nicht wirklich lustig, so was wieder ausladen zu müssen. Mit einer Schaufel kommt man nicht rein. Als beste Methode hat sich dann herausgestellt, die Ränder herunter zu ziehen und mit einer Dachpfanne aus dem Sortiment an Schutt das Zeug dann rauszuschaufeln. Nach etwa 1:30 Stunden ist der ganze Spaß dann auch an die Straße verfrachtet. Der LKW-Fahrer wird informiert und ab geht es dann wieder an den Schreibtisch. Der Staub im Gesicht wird honorierend von den Kollegen anerkannt.

Der kleine Umweg über der Garten auf dem Heimweg zeigt, dass der neue Ort der Bags für den LKW-Fahrer kein Problem war. Zumindest standen sie nicht mehr da. Ich vermute mal, dass die keiner geklaut haben dürfte. Der nächste Tag und viel Sand können kommen.

Sandburg

Endlich kommt der Sand. (Bild: © miy.de)

Endlich kommt der Sand. (Bild: © miy.de)

Grob überschlagen benötigten wird 8 m³ Füllsand für die Fläche unter dem Haus, der zukünftigen Terrasse und dem Geräteschuppen. Sand kommt. Sand wird geschaufelt. Es ist interessant zu sehen, wie unterschiedlich sich Sand zu Mutterboden schaufeln lässt. Einerseits lässt er sich einfacher handhaben. Andererseits kommt er mir etwas schwerer vor.

Kleiner Tipp: Legt euch eine Plane auf den Boden, auf dem Ihr den Sand abkippen lassen wollt. Man kann dann zwar den Sand nicht so gut mit der Schaufel vom Boden kratzen, hat aber den Vorteil, dass man nicht Mutterboden mit Sand vermischt. Außerdem ist die Plane ganz gut, um den Sand wieder zu Haufen zu bekommen. Einfach die Plane mit zwei Leuten an den Ecken hoch nehmen und in die Mitte ziehen. Schon kann man wieder bequem schaufeln.

Mittlerweile kann man mit Fug und Recht sagen, dass das Gelände unseren Handabdruck trägt. (Bild: © miy.de)

Mittlerweile kann man mit Fug und Recht sagen, dass das Gelände unseren Handabdruck trägt. (Bild: © miy.de)

Aktion Sand verläuft ohne weitere Vorkommnisse. Schaufeln, verteilen, platt walzen.  Zum Schluss wird mit der Plane, die unter dem Sand lag, noch mal einen Teil des geplätteten Sandes abgedeckt. So kann man sich auch gleich vorstellen, wo das Haus hin kommt, da die Plane zufälliger Weise genau 6×4 Meter groß ist… genau wie das geplante Haus.

So langsam kommen wir zum Ende der ganzen Erdarbeiten. Nachdem der Sand gelegt und verdichtet ist fällt dann allerdings wie am Anfang schon angekündigt auf, an welchen Stellen noch Mutterboden fehlt. Links vom Haus ist das Boden-Niveau eindeutig niedriger als rechts. Außerdem fehlt nach vorne zur Auffahrt und rechts zu Hecke noch Erde. Ärgerlich, zumal der Mutterboden, den ich jetzt nachbestelle erheblich teuer ist als die ersten Ladungen. Sei wohl ein Berechnungsfehler gewesen. Was auch immer. Der letzte LKW wird bestellt.

Die Herausforderung

Noch ein letztes mal 10 m³ Mutterboden. Da muss man sich doch ein besonderes Ziel setzen. Vor der aller ersten Ladung hatte ich ja im Netz gesucht, wie lange eine einzelne Person für 10 m³ Mutterboden braucht. So eine richtig eindeutige Antwort habe ich nicht gefunden. Hängt natürlich sehr von Strecke und Gelände ab. Um diese Frage für mich nun ein für alle mal zu beantworten hieß die Herausforderung nun, den letzten Haufen komplett alleine zu schaufeln. Keine Hilfe erlaubt. Eine Aufgabe für ganze Kerle.

Die noch zurückzulegenden Entfernungen sind überschaubar. Überwiegend im einstelligen Meterbereich oder knapp drüber. An ein paar Stellen auf dem Gelände muss zwar weiter weg noch etwas hin, weil dort der Boden etwas abgesackt ist oder wir noch nachträglich Unkraut wieder ausgraben mussten. Dafür kann man direkt vorne komplett ohne Schubkarre agieren und einfach die Erde vom Hügel auf den richtigen Fleck schaufeln. Dürfte sich gegeneinander aufheben.

So ein bisschen Erde. Schafft man auch alleine. (Bild: © miy.de)

So ein bisschen Erde. Schafft man auch alleine. (Bild: © miy.de)

Da sie nicht mitschaufeln darf nutzt die Meine die Zeit und vergräbt Unkrautbarrieren zum hinteren Nachbargrundstück. Die ersten Gierschtriebe hatten sich mittlerweile nämlich schon auf den Weg in ein unbekanntes Land gemacht und wollten Pioniere spielen. Nicht mit uns. Auch wenn die Giersch-Überbevölkerung des hinteren Nachbargrundstückes durch unsere Mauer nicht gelindert wird.

Und jetzt die Antwort auf die ultimative Frage. Ein Mann, eine Schaufel, 10 m³ Mutterboden. Wie lange hat er gebraucht? Reine Schaufelzeit: 4 Stunden. Da ich jedoch gleich alles eingeebnet habe und der eine oder andere Nachbar dann auch noch ein Pläuschchen halten wollte sind es unter dem Strich 5 Stunden geworden. Eine gute Zeit.

Tipp:Man sollte keinen Akkord machen und sich gleich von Anfang an ein nicht zu schnelles Tempo anlegen. Dann geht es recht locker von der Hand.

Ich mach dich platt

Einebnen alleine ist allerdings nicht die ganze Miete. Danach muss noch geharkt und verdichtet werden. So lange, bis man ein glattes Grundstück hat. Harken, verdichten. Harken, verdichten. Bis zum Erbrechen. Eine eher eintönige und durchaus schweißtreibende Angelegenheit. Und selbst, wenn das Grundstück von der Straße aus schon platt wie eine Flunder ist… wenn man direkt drauf steht sieht man jede noch so kleine Unebenheit. Nicht sehr motivierend.

Tipp für das Einebnen: Man nehme eine Harke mit möglichst langem Stiel. Je länger desto besser. Das erhöht die Reichweite ungemein.

Und noch ein Tipp: Die Anschaffung einer Rasenwalze ist auch sehr empfehlenswert. Die habe ich doch sehr gut genutzt. Wenn ich mir die nur ausgeliehenen hätte wäre es auch nicht billiger geworden.

Meine Rolle hat bei Amazon jetzt gut 40 Euro gekostet. Mit Wasser gefüllt bringt die etwa 40 Kg auf die Wage. Wer mehr möchte kann noch zusätzlich Sand oder Steine rein füllen. Ganz nach Geschmack.

Die Funktionalität geht voll in Ordnung. Ist der Boden etwas feuchter wird es mit dem Teil allerdings unangenehmer, da das Blech, dass die Rolle sauber hält, sich dann gerne an der Schweißnaht der Trommel festhakt. Gut, dass ich fast ausschließlich Glück mit dem Wetter hatte.

Kleiner Unterschied: Links vorher, rechts nachher. (Bild: © miy.de)

Kleiner Unterschied: Links vorher, rechts nachher. (Bild: © miy.de)

Gras drüber

Achtung, jetzt kommt der letzte Akt. Nach diversen öden Stunden harken und einebnen war es soweit: Rasen sähen. Vor dem Sähen wird alles noch mal schön platt gewalzt und dann werden die letzten, noch nicht genutzten Schnäppchen aus dem großen, finalen Max Bahr-Schlussverkauf auf die Wiese geworfen. Gut 15 Kg Rasendünger mit Sofortwirkung sollen mit dem ebenfalls bei Bahr erworbenen Streuwagen verteilt werden. Der Dünger ist eindeutig als streuwagenfähig gekennzeichnet.

Dünger in den Streuwagen und los. Beeindruckend ist das Ergebnis nicht. Nach drei Metern kommt nichts mehr raus. Hm, vielleicht doch zu grob, das Zeug? Naja, verteilen wird das Zeug halt in guter, alter Sitte mit der Hand. Sieht eh uriger aus. Mit dem Streuwagen über das Gelände hat so ein bisschen was von Rollator fahren.

Jetzt kommt die Rasensaat dran. 20 Kg sollten laut Auskunft des Verkäufers reichen. Ab in den Streuwagen und… wieder nichts. Das Teil ist schlicht und einfach eine Fehlkonstruktion. Im Kasten steckt unter einem Blech eine kleine Mühle, die die Samen zu den Auslässen befördern sollen. Dumm nur, wenn die Mühle nur auf die Radachse gesteckt und nicht wirklich befestigt ist. So dreht sie sich nämlich nur, wenn es keinen großen Wiederstand gibt. Sobald Rasen im Wagen steckt dreht die Mühle durch. Ein leider etwas suboptimales Ergebnis. Schade nur, dass man das Teil nicht reklamieren kann. Bahr gibt es ja nicht mehr. Aber da ich nur 5 statt 30 Euro ausgegeben habe ist das zu verkraften.

Tipp: Wer den Kauf eines Streuwagens plant, sollte sich das Teil vorab im Baumarkt vorführen lassen und schauen, wie fest die Mühle auf der Achse sitzt. Dreht die mit kann man das Teil höchstens als Blumenkasten nutzen.

Braucht man einen Streuwagen? Nicht zwangsweise. Per Hand geht auch. Allerdings ist dann das Streubild ungleichmäßiger. Ich vermute allerdings, dass sich dass nach ein paar Monaten rausgewachsen haben wird. Muss ich noch abwarten. Wer es gleichmäßig haben möchte sollte vielleicht doch einen Versuch Wagen wagen. Allerdings nur, wenn es am Tag des Streuens windstill ist. Sonst bringt das Teil auch nicht viel.

Und weiter geht’s. Ist der Rasen ausgebracht wird noch mal leicht drüber geharkt. Sollte man aber eher vorsichtig machen, damit man die schöne Saat nicht zu tief unter die Erde bringt. Das mag sie nämlich nicht so gerne. Und damit auch alles schön an Ort und Stelle bleibt geht man zum Schluss noch mal mit der Walze drüber.

Es grünt so grün... (Bild: © miy.de)

Es grünt so grün… (Bild: © miy.de)

Und wer jetzt denkt, dass man die nächsten Wochen Ruhe hat irrt. Jetzt heißt es wässern, wässern, wässern. Ich war selten auf Regen so scharf wie in den letzten Wochen. 600  m2 Grundstück zu wässern geht leider nicht in 5 Minuten. Ein Glück, dass wir an das Wasser der Nachbarin ran dürfen. Nur dumm, dass der Wasserdruck nur bei richtiger Windrichtung über das ganze Grundstück reicht. Macht es nicht einfacher.

Was ab diesem Zeitpunkt auch nicht schaden kann ist Geduld und Gleichmut. Es dauert ein paar Tage, bis der erste grüne Flaum sich blicken lässt. Das unvermeidliche Unkraut ist da schneller. Aber wenn man den Rasen dann irgendwann betreten kann soll es ja nicht langweilig werden. Außerdem gebe ich mich der Hoffnung hin, dass die Menge Unkraut, die nach zwei, drei Wochen zu sehen ist bei einem ausgewachsenen Rasen nicht mehr so ins Gewicht fällt. Schaun mer mal.
Irgendwie vermisse ich das Schaufeln.

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