Live is live – GameShell, das modulare Retro-Handheld startet bei Kickstarter

GameShell, der modulare Emulator-Handeld kann jetzt bei Kickstarter geordert werden (Bild: kickstarter/ © clockwork)

Den GameShell habe ich Euch ja schon etwas ausführlicher vorgestellt. Nun ist endlich die Kickstarter-Kampagne für das kleine Handheld gestartet. Wer noch keinen Raspiboy sein eigen nennt oder lieber ein Emulator-Handheld im GameBoy-Format bevorzugt, kann nun gerne mal einen Blick drauf werfen.

Kurze Zusammenfassung für die Lesefaulen unter Euch: Beim GameShell handelt es sich um einen modularen Bausatz für ein Handheld, der mit einem Clockwork Pi läuft. Mit 512 MB, Wifi und eine Maili GPU ausgestattet sollten auf jeden Fall Emulatoren bis S-NES flüssig zum Laufen zu bekommen sein.

Das TFT-Display hat eine Diagonale von 2,7“ bei eine Auflösung von 320×240 Pixeln. Genug für die meisten älteren Konsolen bis 16 Bit.

Under the GameShell

Das komplette Gerät ist modular aufgebaut. Jede Platine steckt in ihrem eigenen Gehäuse. Die Boxen werden dann mit Kabelpeitschen verbrunden. Drum rum kommt eine Kiste im Design eines GameBoys, die alles zusammen hält.

Dieses Modulare Konzept soll allerdings fürs Erste eher der einfachen Montage denn der Erweiterbarkeit dienen. Nichts desto trotz sind Bastler natürlich eingeladen, sich an dem GameShell auszutoben.

Ein weiterer Vorteil der Konstruktion ist, dass man hier im Gegensatz zum Raspiboy sehr schnell an die Micro-SD-Card kommt, auf der das OS abgelegt wird. So kann man denn schnell zwischen einem RaspibianOS, clockwork OS oder Ubuntu wechseln. Bei Raspiboy muss man dafür den kompletten Handhelt auseinander bauen und danach wieder zusammen fummeln. Das macht man nur einmal.

Ein bisschen Bastelarbeit muss noch geleistet werden. (Bild: kickstarter/ © clockwork)

Butter bei die Fische

Für den Super Early Bird in grau werden 89$ verlangt. Dafür bekommt man dann auch einen GameShell, eine SD-Card mit OS und ein paar Spielen, ein T-Shirt und ein paar Aufkleber. Will man bunte Gehäuse haben muss man einen 10er mehr auf den Tisch legen. Ich persönlich hätte an Stelle der Initiatoren das T-Shirt eher weggelassen. Wenn nicht jeder die gleiche Größe bekommen sollte macht das die Logistik doch deutlich komplexer.

Wenn die Super Early Birds weg sind steigt der Preis um 20$. Alle Preise verstehen sich wie immer übrigens plus Versand, Zoll und Steuern.

Sollte die Verarbeitung des GameShell stimmen ist der Preis jedoch auch noch ok.

Solange Doom läuft ist die Welt doch in Ordnung. (Bild: kickstarter/ © clockwork)

Aussichten

Kommen wir am Ende mal wieder zu der schönen Bewertung, was wir von dem Projekt zu erwarten haben. Die Prototypen sehen schon mal sehr gut aus. Sollten die Macher auch wirklich schon, wie laut Timeline verkündet, mit der Vorbereitung für die Produktion durch sein, ist eine erfolgreiche Umsetzung des Projektes durchaus möglich.

Ob der April 2018 zu halten ist? Wie immer eine sehr gute Frage. Immerhin stehen in China zum chinesischen Neujahrsfest die Fabriken gut drei Wochen still. Wenn man sich das Entwickler-Team so anschaut vermute ich aber, dass denen das durchaus bewusst sein dürfte.

Das einzige, wirklich große Fragezeichen bei der Geschichte ist wie immer die CE-Zertifizierung. Wenn hier wieder geschlampt wird hat man viel Spaß beim Zoll. Mal schauen, was draus wird.

(Bild: kickstarter/ © clockwork)

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