Die Module spielen verrückt – GameShell, der modulare Retro-Handheld

Gameboy in modularerer Bauweise – GameShell (Bild: © ogadget.com)

Mit dem GameShell kommt jetzt nach dem mittlerweile erfolgreich ausgelieferten Raspiboy endlich mal wieder eine weitere interessante Variante eines Emulator-fähigen Handhelds auf den Markt. Ja ja, mein Raspiboy-Review steht noch aus. Aber das soll uns nicht daran hindern, schon mal einen Blick in die nahe Zukunft schweifen zu lassen.

Jetzt kann man sich natürlich fragen, warum man einen zweiten Vertreter des Genres braucht. Die Antwort ist einfach. Auch wenn der Raspiboy vieles richtig macht, ist da doch noch etwas Luft nach oben.

Jeder Retro-Game-Fan wird eine gute Game-Konsole für die Handtasche zu schätzen wissen. Wenn das auch noch ohne allzu großes Gebastel möglich ist… umso besser. Hier kommt das Konzept des GameShell ins Spiel.

GameShell, wechsle dich

Muss man beim Raspiboy noch in einem gewissen Umfang mit dem Schraubendreher, Steckern und nervig zu platzierenden Schulterbuttons beim Zusammenbau kämpfen sieht es beim GameShell doch deutlich simpler aus.

Die Grund-Idee des GameShell ist, dass jede Komponente in einem eigenen Case daher kommt. Das Display hat sein Case, der Controller hat sein Case, Akku, Prozessor… alles modular. Das macht den Zusammenbau natürlich einfacher. Die zusammengesetzten Boxen werden dann in einem, an einen klassischen Gameboy erinnernden, Case zusammengefügt.

Interessant wäre das modulare Konzept natürlich auch für z.B. unterschiedliche Eingabe-Varianten. Das ist zum Anfang leider noch nicht geplant. Aber immerhin sollen Bastler die Möglichkeit bekommen, den GameShell auf 15 verschiedenen Variationen zu kombinieren. Wie das genauer aussieht werden wir aber wohl erst in der Kampagne erfahren.

Genau so wenig ist zum jetzigen Zeitpunkt zu erfahren, wie die Kommunikation der einzelnen Module untereinander von statten geht. Auch da müssen wir uns wohl noch etwas gedulden.

(Bild: © ogadget.com)

Den Takt angeben

Die inneren Werte des GameShell lauten wie folgt:

  • CPU: Samsung S3C2451@533MHz
  • 512 MB Speicher
  • Mali GPU
  • Wi-Fi
  • Arduino kompatibles und programmierbares Game Keypad Modul
  • QVGA (320*240 pixels) 18-BIT RGB Display
  • Linux

Das klingt alles schon mal ganz cool. Laut den Entwicklern soll der verwendete Prozessor in etwa vergleichbare Geschwindigkeiten wie die aktuellen Raspberry Pis haben. Da ich so auf die Schnelle keine vergleichbaren Benchmarks der CPUs gefunden haben müssen wir die Aussage mal so hin nehmen.

Immerhin wird mit Gameboy, NES, S-NES und „anderen“ Emulatoren geworben, so das man mal davon ausgehen kann, dass die wichtigsten Retro-Systeme auf dem Teil laufen werden. Spannend wird es dann, ob auch Neo Geo und N64 performant zu spielen sein werden.

Ob es wirklich wie ein guter, alter Plastikmodellbausatz daher kommt? (Bild: © ogadget.com)

Geduld, kleiner Grashüpfer

Wie nicht anders zu erwarten wird der GameShell über eine Kickstarter-Kampagne finanziert werden. Der Kampagnen-Start ist für den 14. November geplant. Wer den nicht versäumen möchte kann sich, wie nicht anders zu erwarten, schon mal vorab auf der oben verlinkten Site in eine Newsletterliste eintragen.

Für den geneigten Early Bird-Jäger kann es allerdings nicht schaden, an dem Tag selbstständig des Öfteren bei Kickstarter nachzuschauen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass solche Vorab-NL-Geschichten letztendlich doch immer erst ein paar Stunden nach dem Start der Kampagne versendet werden und je nach Andrang können dann die günstigsten Pledge-Varianten schon durch sein.

Weitere Aussagen zu Umsetzbarkeit und den zu erwartenden Verzug spare ich  mir mal für nach dem Start der Kampagne auf. Da fehlt mir aktuell noch die Informations-Basis. Ein Blick wert ist der GameShell aber auf jeden Fall.

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