Spielkarten – FretDeck, die Lernhilfe für Gitarrenakkorde und Skalen

Schnöde Theorie, einfach dargereicht - FretDeck (Bild: kickstarter/© retdeck.com)

Schnöde Theorie, einfach dargereicht – FretDeck (Bild: kickstarter/© fretdeck.com)

Die ewige Nemesis eines jeden Gitarristen dürfte die schnöde Theorie sein. Akkorde, Skalen Quintenzirken, bla, bla, bla. Kein sehr angenehmes Thema. Mit FretDeck soll man zwar nicht unbedingt mehr Spaß aber doch immerhin eine erheblich einfachere Übersicht bekommen. Werfen wir doch mal einen Blick drauf, was uns FretDeck bietet.

Ich denke, ich bin nicht der einzige Gitarrist, der sich mit dem ganzen Theorie-Quatsch etwas schwertut. Wer braucht das schon? Naja, wer gut improvisieren oder schnell mal ein cooles Solo aus dem Ärmel schütteln will, wird leider nicht drum herumkommen, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Macht es dann doch erheblich einfacher.

Soll ich das jetzt lernen oder lass ich’s lieber sein?

Leider, leider, leider endet das kleine Fünkchen Motivation dann aber spätestens dann, wenn man versucht, sich die Geschichte bequem zu Gemüte zu führen. Entweder kauft man sich nen dicken Wälzer und kämpft damit, dass die Seiten des Buches umklappen, man ständig blättern oder man sich durch 1000ende Wörter Prosa kämpfen muss.

Die Suche im Internet führt meisten zu einem Berg unsortierter Ausdrucke. Auch nicht viel übersichtlicher.

Tablet und Telefon könnten eine Lösung sein, doch a) muss man die dabeihaben und b) muss man sich durch einen Dschungel von Apps suchen, bei denen 99,9% entweder unergonomisch, schlecht zu durchsuchen oder nur nach immerwährenden öffnen der Geldbörse brauchbar sind. Setzt schon einen erheblich Recherche-Aufwand voraus, das richtige Tool zu finden. Und schups, findet man sich wieder beim Katzenvideo-schauen. Nix mit üben.

1, 2 oder 3?

FretDeck geht da einen etwas anderen Weg. Zu jeder Tonart gibt es drei Kärtchen. Auf dem ersten Kärtchen findet man die Basis-Akkorde zu der gewünschten Tonart. Wenn man die zusammen in einen Song ballert kann es schon mal nicht schlecht klingen. Gerade der Singer-Songwriter Anfänger ist hier prima abgeholt. Mal off-topic. Singer-Songwriter ist im Bereich Musik meines Erachtens so ziemlich der schlimmste Begriff, der sich in den letzten Jahren etabliert hat. Warum muss man noch mal betonen, dass der Sänger seine Lieder selber geschrieben hat? Oder ist das nur eine Entschuldigung dafür, dass er beides nicht kann, weil er sich nicht auf ein Talent fokussiert hat? Aber zurück zum Thema…

(Bild: kickstarter/© fretdeck.com)

(Bild: kickstarter/© fretdeck.com)

Karte Nr. 2 zeigt einem die Major- und die Minor-Pentatonik-Skala. Endlich mal alles auf einer Karte. Sehr schön. Der entsprechende Bund, in dem angesetzt wird steht natürlich auch drauf. Das wird in der Literatur ja gerne etwas schnell verallgemeinert. Unter dem Strich sind die Fingersätze ja bei allen Tonarten gleich, nur fangen die halt immer in unterschiedlichen Bünden an. Für das schnelle, kleine Sole zwischendurch ist der Gitarrist nun also auch gut bedient.

Auf der dritten Karte stehen nun alle zur Tonart gehörenden Töne auf dem Griffbrett. Damit hat man dann endgültig das Rüstzeugt auch für komplexere Soli.

(Bild: kickstarter/© fretdeck.com)

(Bild: kickstarter/© fretdeck.com)

Gitarren-Quartett

Die Darreichungsform als Spielkarte ist clever gewählt. So ein Satz Karten passt locker ins Gigbag oder Case und die drei Karten kann man schnell vor sich ablegen. Man hat sie also schnell im Zugriff. Allerdings sollte nur der Versuchung wiederstanden werden, die Karten vor dem Auslegen zu mischen. Das könnte dann etwas komplizierter werden.

Man müsste mal überlegen, ob sich damit nicht tatsächlich irgendein nettes Kartenspiel realisieren lassen könnte. Hat jemand von Euch eine Idee?

Die Realisierung des Projektes halte ich für unproblematisch. Einen Satz Karten bedrucken und zu verschicken ist nicht sehr komplex. So gesehen schätze ich das Risiko hier relativ gering ein. Mit aktuell 20$ plus 15$ Versand ist das zwar kein Schnäppchen. Wenn man sich allerdings die Preise von guter Gitarrenliteratur anschaut geht das voll in Ordnung.

(Bild: kickstarter/© fretdeck.com)

(Bild: kickstarter/© fretdeck.com)

Tl;dr – FretDeck

FretDeck bietet Akkorde und Skalen für Gitarristen in Karten-Form.

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