Mehr als 720 kb Speicher – Zurück zur Diskette mit dem Floppytable

Der Floppytable von Neulant Van Exel  (Bild: ©  Neulant Van Exel)

Der Floppytable von Neulant Van Exel
(Bild: © Neulant Van Exel)

Ach, was waren das doch noch für Zeiten, als man auf dem Schulhof die Disketten nur so um sich warf. Damals hat man für sein Geld noch ordentlich was in der Schachtel gehabt. Mal kurz Monkey Island spielen? Kein Problem, nur wo habe ich die erste der dreizehn Disketten noch mal hingelegt? Das waren Zeiten.

Retro Gaming ist ja gerade mal wieder angesagt. Was liegt da näher, als sich die guten alten Zeiten wieder zurück in die Wohnstube zu holen. Gut, in Zeiten der Cloud denkt nun wirklich keiner mehr daran, den Disk Jockey zu spielen. Aber es gibt ja Mittel und Wege, sich seine Jugendtraumata auch anders wieder herauf zu beschwören. Wie wäre es zum Beispiel als Tisch? Neulant Van Exel aus Berlin haben da was ganz Besonderes auf Lager, den Floppytable. Bis aufs miy detailgetreu einer 3,5“ Diskette nachgebildet. Zumindest bis auf die Beine. So viel Kompromiss in Richtung Tisch und Bequemlichkeit sollte aber gestattet sein. Sind ja keine Japaner.

Schauen wir uns das gute Stück mal etwas genauer an. Mit den Maßen 70cm x 45cm x 65cm genau richtig für die Wohnstube, hat er genug Speicherplatz für alle notwendigen Getränke, Knabbersachen und Programmzeitschriften um einen angenehmen Abend mit Freunden vor der Konsole zu verbringen. Wobei das Spielen mit einer Videospielkonsole an einem Diskettentisch irgendwie ein kleiner Stilbruch sein dürfte. Als Material wird warmgewalzter Stahl verwendet. Das dürfte bei ca. 30 kg stabil genug sein. Endlich mal eine Diskette, bei der man problemlos mit einen Magneten anpinnen kann, ohne Datenverlust befürchten zu müssen.

Die Details sind wirklich liebevoll ausgearbeitet. Von der Schutzblende, hinter der sich ein „Geheim“-Fach verbirgt bis hin zum Schreibschutz wurde nichts vergessen. Eigentlich ein Must-Have für jeden Geek, Nerd oder Techi. Wundert mich, dass Sheldon von Big Bang Theory nicht so einen Tisch sein eigen nennt. Als Preis spukt das Netz die Summe von 720 Euro aus. Wenn der noch aktuell ist würde ich sagen, der Tisch ist es wert. Ist ja immerhin komplett handgearbeitet.

Eine Anmerkung hätte ich allerdings. Der Name passt nicht. Der Name Floppy Disk bezieht sich auf die alten, wabbeligen 8“ und 5,25“ Disketten, die nur aus einer Magnetscheibe in weichen Kunststoffhülle bestanden. Die als Tisch umgesetzte 3,5“ Diskette hatte ein festes Gehäuse und war somit nicht mehr floppy.

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