Mach dich gerade – Flex, das Falt-eBike

Pedale am Voderrad? Ist auch mal ein Versuch wert - das Flex eBike (Bild: kickstarter/© Revelo Electric)

Pedale am Voderrad? Ist auch mal ein Versuch wert – das Flex eBike (Bild: kickstarter/© Revelo Electric)

Irgendwie sind seltsame eBike-Projekte wohl gerade bei Crowdfunding-Plattformen in. Vor kurzem hatte ich Euch ja das Sitgo vorgestellt. Nicht ganz so retro/steampunkig in der Optik, dafür aber auf dem ersten Blick jedoch etwas alltagstauglicher kommt jetzt das Flex daher. Auf dem zweiten Blick? Muss wohl jeder selber entscheiden. Das Flex kann, wie nicht anders zu erwarten, gerade bei kickstarter unterstützt werden.

Auf dem besagten schnellen ersten Blick könnte man beim Flex an ein normales Faltrad denken. Zumindest bis man die Pedale sucht. Die befinden sich im Gegensatz zu einem normalen Rad nämlich am Vorderrad. Erinnert ein bisschen an ein Kinderdreirad, nur halt mit zwei rädern. Doch halt… die Pedale befinden sich auf gleicher Höhe und sind somit i.d.R. also nicht zum treten sondern nur als Fußstütze gedacht. Ein reines eBike ist das Flex dann aber doch nicht. Man kann eine Kurbel um 180 Grad drehen und dann die Pedale auch wirklich als Pedale nutzen. Ich vermute allerdings, dass man da eher selten vor gebrauch machen wird, da die Kurbellänge mir recht kurz zu sein scheint. Reines pedalieren ist mit dem Flex vermutlich nur eine Notlösung, falls der Akku mal leer sein sollte oder es so steil bergauf geht, dass der Motor es alleine nicht mehr schafft. Ich glaube auch nicht, dass Pedale am Vorderrad dem Fahrverhalten zuträglich sein dürften.

Die Videos, auf denen man Probanden durch die Gegend düsen sieht machen ja einen recht spaßigen Eindruck. Allerding würde ich mal vermuten, dass man sich mit der doch sehr aufrechten Sitzposition nicht unbedingt etwas Gutes tut. Das wird mittel- bis langfristig ganz schön auf den Rücken gehen, da die Arme die Bodenunebenheiten nicht abfedern können und alles auf die Wirbelsäule geht. Zu dem Thema gab es u.a. bei spiegel.de mal ein ganz gutes Interview mit dem Sportwissenschaftler Sebastian Walter.

Der Rest des Flex liest sich wie erwartet. Gute 12 kg (allerdings ohne Batterie), 30 km Reichweite, bis 28 km/h Tempo, 250 Watt Motor und 20“ Front-Rad.

Der Preis geht ab 1300$ plus Nebenkosten los. Geliefert werden soll das Teil ab April 2016. Hoffen wir, dass es da nicht zu all zu viel Verzögerung kommt und die Backer die komplette Saison dann mitnehmen können. Im Winter macht so ein Rad ja nur halb so viel Spaß.

Ob ein Versand nach DE möglich ist sollte man übrigens vorab per Mail mit den Initiatoren klären. Interessant wäre auch die Frage, ob das Flex hier als Pedelec durchgehen wird. Immerhin ist es doch irgendwie möglich, das Teil per Pedes fortzubewegen. Mit den 28 km/h wird jedoch wohl schon ein Versicherungskennzeichen nötig sein.

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